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Foto - Berichte  und  Infos  2018   -----   Allgemein



Heinz-Josef Hilger
12.8.2018

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Die Rennserien:
- Formula One
- Sports Cars
- Dt. Rennsport-Meisterschaft
- GP Cars bis 1965
- Formel 3
- Tourenwagen
- Endurance Legends
- Ferrari FCD
- Porsche Carrera Cup

AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Die Rennen

Die schönsten Fotos von dem »46. AvD OLDTIMER GRAND PRIX« als Diashow
>>> Zur selbstablaufenden Dia-Show - alle 10 Sek. ein neues Foto


AvD
12.8.2018

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Das Wichtigste in Kürze

  • AvD-Oldtimer-Grand-Prix mit begeisterndem Programm auf und neben der Strecke

  • Über 50.000 Zuschauer beim Festival für historischen Motorsport

  • Derek Bell, Christian Danner, Leopold von Bayern, Volker Strycek und viele andere Stars von einst zu Gast

 

Herausragendes historisches Motorsport-Festival am Nürburgring

 

AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Herausragendes historisches Motorsport-Festival am Nürburgring

Mit mehr als zwei Dutzend Rennen und Gleichmäßigkeitsprüfungen hat der AvD-Oldtimer-Grand-Prix an diesem Wochenende knapp 51.000 Zuschauer auf dem Nürburgring in die Historie des Motorsports entführt. Auf und neben der Traditionsstrecke waren 15 hochkarätige Starterfelder zu sehen, in denen es ein Wiedersehen mit legendären Fahrzeugen gab. Zu den Höhepunkten gehörte das Revival der Cosworth-Ära von 1967 bis 1983 im Rahmen der FIA Masters Historic Formula One Championship.

Ein erstklassiges und breitgefächertes Starterfeld bei den Zweisitzigen Rennwagen und GT bis 1961 ließ die Langstreckenklassiker der späten 50er auferstehen. Insbesondere das Abendrennen am Samstag, bei dem unvergessene Modelle wie Porsche 904, Mercedes-Benz 300 SL, Austin Healey oder Maserati Tipo 63 in die Dämmerung hineinfuhren, bildete bei perfekten Wetterbedingungen einen stimmungsvollen Höhepunkt des Wochenendes. Zahlreiche Neuerungen boten in diesem Jahr noch mehr Racing, noch mehr Service und noch mehr Festivalflair am Nürburgring. So setzten zwei Läufe des Porsche Carrera Cup Deutschland einen Akzent im modernen Motorsport, der gleichzeitig einen Spiegel der stark besetzten historischen GT- und Tourenwagen-Starterfelder bildete. Neben der Liveübertragung des Cups auf dem Sender Sport1 ermöglichte ein umfangreiches Livestreaming, zehn der insgesamt 26 Rennen des Wochenendes weltweit übers Internet zu verfolgen.

Programm so attraktiv wie nie zuvor
Das noch einmal gewachsene Rennprogramm bescherte den Besuchern beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix in diesem Jahr einen vollen Zeitplan, der thematisch keine Wünsche offenließ. "Wir freuen uns, dass wir das Programm so umfangreiche und attraktiv wie nie zuvor gestalten konnten", resümierte Ludwig Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg, Präsident des Automobilclub von Deutschland e. V. nach der Veranstaltung. "Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix hat bei Aktiven, Partnern und Zuschauern auch im internationalen Vergleich eine hervorragende Beurteilung erhalten. Das ist für uns Motivation, den positiven Trend fortzusetzen und das Event für alle Beteiligten auch in Zukunft weiterzuentwickeln."

Erinnerungen an legendäre Rennen
Historische Faszination pur - es gab sie reichlich. Die Rennwagen der 20er und 30er Jahre in der Vintage Sports Car Trophy waren bei den Besuchern ein ebenso beliebtes Fotomotiv wie die GTs und Prototypen der neu ins Programm aufgenommenen Masters Endurance Legends, deren Fahrzeughistorie bis in die 2000er Jahre hinein reicht.

Deutsche Motorsportgeschichte gab es beim DRM-Revival, wo der vom Berliner Mücke-Team eingesetzte Zakspeed-Ford Capri (früher von Klaus Ludwig gefahren) einen Doppelsieg einfuhr. Für Begeisterung sorgten aber auch die Tourenwagen aus DTM, ITC, STW und verwandten europäischen Serien. Hier gab es ein Wiedersehen mit Rennlegenden wie dem Alfa Romeo 155 V6 TI, dem BMW M3 E30 oder auch dem Mercedes-Benz 190 Evo II, in denen obendrein nicht selten die Stars von damals Platz nahmen. Leopold Prinz von Bayern, Harald Grohs und Christian Menzel etwa rollten im DTM-BMW M3 an den Start, AvD-Sportpräsident Volker Strycek, der 1984 den ersten Meistertitel der DTM-Historie holte, trat im Opel Astra aus der STW an. Er sammelte außerdem im Langstreckencockpit direkte Eindrücke vom Geschehen, als er bei den Zweisitzigen Rennwagen und GT bis 1961 startete. "Es ist einfach faszinierend, solche Autos zu fahren", beschrieb Strycek das Gefühl, dass er gewiss mit vielen Teilnehmern des AvD-Oldtimer-Grand-Prix teilt. "Andere wären froh, solch ein Modell in der Garage zu haben, und wir fahren damit sogar Rennen. Das hat einen ganz besonderen Charme. Ein Auto wie der Triumph TR4, den ich mir hier mit Bernhard Wagner teile, ist total puristisch - das fordert einen als Fahrer ungemein. Die Bremsen sind im Vergleich zu modernen Rennwagen geradezu schwachbrüstig, das Handling ist ganz anders, die Lenkkräfte viel höher. Solche Autos im Grenzbereich zu bewegen, ist unheimlich anspruchsvoll. Aber das Fahren macht auch wahnsinnig viel Spaß."

Zufriedene Partner
Eine Reihe namhafter Unternehmen nutzte auch 2018 den AvD-Oldtimer-Grand-Prix als Plattform und trug damit dazu bei, erneut ein wahres Festival des historischen Motorsports zu bieten. So etwa Jaguar Land Rover, wo im Jaguar Village historische Modelle neben dem elektrisch betriebenen Markenpokal-Tourenwagen der Zukunft präsentiert wurden. Ex-Formel-1-Star Christian Danner war hier als Talkgast und Autogrammgeber heiß begehrt. Jan-Kas van der Stelt, Geschäftsführer Jaguar Land Rover Deutschland GmbH, freut sich: "Wir haben uns beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix wieder sehr wohl gefühlt. Das ist eine tolle Plattform, um unsere große Historie, die zukunftsweisenden neuen Modelle und die Rennsportraritäten zu präsentieren und miteinander zu verbinden. Es hat uns viel Spaß gemacht dabei zu sein - besonders bei diesem sonnigen Wetter!"

Ebenfalls war Porsche Classic mit einem riesigen Auftritt am Nürburgring: Zum 70. Geburtstag der Marke hatten sich die Zuffenhausener etwas ganz Besonderes ausgedacht und ließen den zweifachen Sportwagen-Weltmeister und mehrfachen Le-Mans-Sieger Derek Bell in einem frühen Porsche 911 im "Project 70"-Design im Rennen der Gentlemen Drivers antreten. Bell, der das Wochenende für die Deutschland-Präsentation seines neuen Buches "All My Porsche Races" nutzte, konnte ebenso aus der Motorsport-Historie berichten, wie ein anderer Ehrengast von den britischen Inseln: Clive Chapman, Sohn des Lotus-Gründers Colin Chapman und Leiter des historischen Lotus-Rennteams, besuchte die Lotus-Ausstellung im Zelt der Fachzeitschrift Motor Klassik. Sie war dem 70. Jubiläum der britischen Renn- und Sportwagenschmiede gewidmet und zeigte eine Reihe herausragender historischer Fahrzeuge. "Wir haben uns bewusst entschieden, den 70. Geburtstag von Lotus hier zu feiern", erklärte der Brite. "Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix ist eben das Event, auf dem man sein muss. Natürlich gibt es auch andere hochklassige historische Motorsportveranstaltungen. Aber hier am Nürburgring ist der Ort, wo echte Rennfahrer echte Rennen fahren. Und wenn diese beiden Aspekte zusammenkommen, hat man eine tolle Party."

Fortsetzung folgt: AvD-Oldtimer-Grand-Prix auch 2019 am Nürburgring
Mit zusätzlichen Rennserien, neuen Attraktionen im Fahrerlager und erweitertem Service für Besucher und Teilnehmer setzte der AvD-Oldtimer-Grand-Prix in diesem Jahr viele Innovationen um. Auch im kommenden Jahr wollen die Organisatoren diese Entwicklung fortsetzen. Eine wichtige Voraussetzung ist bereits geschaffen: Die Veranstaltergemeinschaft verständigte sich mit dem Nürburgring auf die Weiterführung des Events, das voraussichtlich in der zweiten Augustwoche 2019 seine 47. Auflage erleben wird. Auch dann gibt es Klassik-Faszination am Nürburgring, und AvD-Präsident Ludwig Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg ist zuversichtlich, "dass wir auch dann wieder zahlreiche Besucher hier am Nürburgring begrüßen können. Vielleicht hat ja der ein oder andere Lust, der die Veranstaltung in diesem Jahr im neuen Livestream erlebt hat, dann herzukommen. Eigentlich muss man diese großartigen Fahrzeuge live erleben. Denn die ganze Faszination des historischen Motorsports kann man nur vor Ort hören, spüren, riechen und sehen."



AvD
8.8.2018

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Das Wichtigste in Kürze

  • Wichtigstes kontinentaleuropäisches Festival für historischen Motorsport am Ring

  • Vom ältesten Rennwagen (Baujahr 1920) bis zum jüngsten (2018) sind fast 100 Jahre Rennsportgeschichte am Start

  • Zu Hause und am Ring rundum informiert über AvD-OGP-App und Livestream

 

Livestream-Übertragungsplan AvD-Oldtimer-Grand-Prix

Samstag 11.08.2018
13:45 - 14:15 Uhr: Porsche Carrera Cup Deutschland
14:35 - 15:05 Uhr: Revival Deutsche Rennsportmeisterschaft
15:25 - 15:50 Uhr: FIA Masters Historic Formula One Championship
17:20 - 18:00 Uhr: Masters Endurance Legends
19:05 - 20:10 Uhr: Gentlemen Drivers - GT bis 1965

Sonntag, 12.08.2018
09:50 - 10:50 Uhr: FIA Masters Historic Sports Car Championship
11:15 - 11:40 Uhr: Historische Grand-Prix-Fahrzeuge bis 1965
12:00 - 12:30 Uhr: Porsche Carrera Cup Deutschland
12:50 - 13:20 Uhr: Zweisitzige Rennwagen und GT bis 1960/61
14:30 - 15:10 Uhr: Tourenwagen Classics

AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Das größte rollende Motorsport-Museum am Nürburgring

Am kommenden Wochenende lockt der AvD-Oldtimer-Grand-Prix (10. - 12. August) zehntausende Racing-Fans an den Nürburgring: Drei Tage lang steht die Eifelstrecke ganz im Zeichen des historischen Motorsports bei der wichtigsten historischen Automobilsportveranstaltung des europäischen Kontinents. Über 500 Fahrzeuge gehen in den 13 Rennen, zwei Gleichmäßigkeitsprüfungen und den Paraden auf die Strecke, viele weitere einzigartige Rennwagen sind im Fahrerlager zu bewundern. So ist die Frühzeit des Motorsports mit der »Vintage Sports Car Trophy« repräsentiert, in der mit einem Protos Typ C von 1920 auch das älteste Fahrzeug des Wochenendes antritt. Wenn der seinen 5,6-Liter-Motor anlässt und gemeinsam mit den Kompressor-Mercedes, mächtigen Bentleys und anderen um die Wette knattert, dann wird Motorsport-Historie nicht nur sichtbar. Sie wird auch mit allen Sinnen erlebbar. Nicht anders ist das auch bei den anderen Rennen im Programm: Die legendären Cosworth-Motoren der Formel 1 der 70er-Jahre heulen ebenso am Ring wie die beliebten Rennwagen aus DRM, DTM und STW. Die Prototypen und GTs der FIA Masters Historic Sports Car Championship lassen beim Start die Erde beben, und im sensationell besetzten Feld der Rennsportwagen und GTs bis 1965 wird spätestens am Samstagabend das Le-Mans-Feeling der 50er Jahre greifbar, wenn das Feld mit vier Dutzend bildschönen Rennwagen und unglaublichen 33 verschiedenen Marken bzw. Typen in die Abenddämmerung hineinfährt (Start: 20:30 Uhr).

Internet, Livestream, Smartphone-App: Historischer Motorsport trifft Hightech
Karten für den AvD-Oldtimer-Grand-Prix kosten 28 Euro (Tageskarte Freitag) bis 65 Euro (Wochenendticket Freitag bis Sonntag) und sind an den geöffneten Tageskassen erhältlich. Familien- und Besucherfreundlichkeit für die gut 50.000 erwarteten Gäste am Wochenende werden auch bei der 46. Auflage des traditionsreichen Oldtimerevents groß geschrieben. So ist die Platzwahl auf den geöffneten Tribünen frei, der Fahrerlagereintritt ist in allen Tickets bereits enthalten. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Infos rund um die Veranstaltung gibt es im Internet unter www.avd-ogp.de.
Fürs Smartphone gibt es außerdem die neue AvD-OGP-Event-App, die neben allen wichtigen Infos, Starterlisten, Zeit- und Organisationsplänen auch den Livestream in Bild und Ton zeigt (Infos und Downloadlink unter www.avd-ogp-app.de). Denn neben dem Streckensprecher sind dort auch zehn Rennen am Samstag und Sonntag als Livestream zu sehen. Dieser erstmals angebotene Videostream ist außerdem auf der Event-Homepage sowie den Social-Media-Kanälen (Facebook und Youtube-Channel) des AvD-Oldtimer-Grand-Prix zu empfangen.

Christian Danner, Derek Bell, Volker Strycek, 'Poldi' von Bayern & Co. am Start
Oldtimer-Fachleute und interessierte Laien kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Denn auch wer sich nicht mit der detaillierten Historie auskennt, staunt über die schöne Formgebung, lässt sich von Sound und Geruch der Hightech von einst begeistern und kennt womöglich auch den einen oder anderen Fahrer. Die Fachleute freuen sich auf die Sammlung einmaliger Motorsportgeräte, die so nirgendwo sonst zu sehen ist: Von den 20er Jahren bis hin zu den GTs des aktuellen Porsche Carrera Cup Deutschland spannt sich ein historischer Bogen über alle Jahrzehnte und Rennklassen.

Neben den Porsche 911 GT3 Cup gibt es zwei weitere Neuzugänge im Programm: Die Masters Endurance Legends präsentieren Le-Mans-Prototypen und GTs der jungen Vergangenheit bis zum Jahr 2012, die FCD RacingSeries zeigt Ferraris im Clubsport-Wettkampf. Geblieben sind die bisherigen Höhepunkte, die auch in diesem Jahr wieder spektakuläre Fahrzeuge und manch bekannten Pilot versprechen. Etwa in der Tourenwagen Classics für DTM- und ITC-Boliden.

Gleich zwei Alfa Romeo 155 und zwei AMG Mercedes C-Klasse werden die Spitze des Feldes bilden, dahinter werden gut 30 weitere Tourenwagen herjagen: Audi A4, BMW M3, Ford Sierra Cosworth, 190er-Mercedes im Evo-II-Trim - DTM-Fans schnalzen bei diesen Fahrzeugen mit der Zunge. Und das tun sie auch bei den Namen vieler Piloten: Prinz 'Poldi' von Bayern und Harald Grohs im BMW oder Volker Strycek im Opel sind mit dabei. Andere besondere Gäste sind im Fahrerlager unterwegs: Etwa Ex-Formel-1-Pilot Christian Danner, der als Markenbotschafter für Jaguar dabei ist. Oder Le-Mans-Sieger und Sportwagen-Weltmeister Derek Bell, der zur Autogrammstunde bei Porsche Classic erwartet wird.

In anderen Rennen sind dann wieder die Fahrzeuge die unbestrittenen Stars: So etwas in der Historischen Formel 1 oder bei den 'Historic Grand Prix Cars', die die Vorgeschichte der Cosworth-Ära erzählen: Über 40 Teilnehmer haben sich für dieses Rennen angemeldet - so viele wie noch nie beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix. Das vollständige Programm der Veranstaltung und Hinweise auf alle weiteren Highlights gibt es unter www.avd-ogp.de im Internet oder in der AvD-OGP-App für Smartphone (www.avd-ogp-app.de).



AvD
2.8.2018

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AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Zeitplan der Besucheraktivitäten

Donnerstag, 9. August 2018
08:30 - 17:55 Uhr: AvD-OGP Test- und Einstellfahrten auf der Grand-Prix-Strecke

Freitag, 10. August 2018
09:00 - 18:00 Uhr: AvD-OGP Trackday: Fahrevent für historische Fahrzeuge und exklusive Sportwagen auf der Nordschleife
14:00 Uhr: Meet FCD Drivers & Cars mit Startern und Fahrzeugen der FCD RacingSeries im Fahrerlager in der Mercedes-Arena
14:10 - 14:25 Uhr: Fahrzeuge aus der Skoda-Motorsportgeschichte: Parade auf der Grand-Prix-Strecke

Samstag, 11. August 2018
08:40 - 09:40 Uhr: Vintage Sports Car Trophy (Vorkriegsfahrzeuge) auf der Nordschleife. Vorher: Sammeln und Warm-up der Motoren im Historischen Fahrerlager
ab 9:50 Uhr: Slowly Sideways (Historische Rallyefahrzeuge) auf der Nordschleife
10:30 - 11:30 Uhr: Autogrammstunde Derek Bell im Porsche-Classic-Ausstellungszelt
11:00 Uhr: Interview und Autogrammstunde mit Christian Danner beim TÜV Rheinland (Grand-Prix-Fahrerlager)
11:40 - 11:55 Uhr: Fahrzeuge aus der Skoda-Motorsportgeschichte: Parade auf der Grand-Prix-Strecke
11:45 Uhr: Öffentliche Pressekonferenz Tourenwagen Classics mit prominenten Ex-DTM-Piloten und Organisatoren vor dem Serienzelt der Tourenwagen Classics im Fahrerlager
12:00 Uhr: Interviewrunde mit Volker Strycek und Frank Stippler beim TÜV Rheinland (Grand-Prix-Fahrerlager)
13:30 Uhr: Talk und Autogrammstunde mit Christian Danner im Jaguar Village (Eventfläche an der Jaguar-Kurve)
14:00 Uhr: Meet FCD Drivers & Cars mit Startern und Fahrzeugen der FCD RacingSeries im Fahrerlager in der Mercedes-Arena
16:00 - 17:00 Uhr: Meet & Greet mit Designer und Künstler Etienne Salomé (Kunstwerke zur 70jährigen Evolution der Porsche-Tachometer)
16:00 - ca. 17:30 Uhr: Vintage Sports Car Trophy (Vorkriegsfahrzeuge): Ausfahrt in die Eifel mit Start vom Historischen Fahrerlager aus. Dort vorher: Sammeln und Warm-up der Motoren
16:15 - 16:45 Uhr: Motor Klassik-Leserlauf: Parade auf der Grand-Prix-Strecke
20:30 - 21:35 Uhr: Abendrennen der Zweisitzigen Rennwagen und GTs bis 1960/61 auf der Grand-Prix-Strecke mit abschließendem Feuerwerk (Hatzenbachbogen)

Sonntag, 12. August 2018
09:45 - 10:45 Uhr: Vintage Sports Car Trophy (Vorkriegsfahrzeuge) auf der Nordschleife. Vorher: Sammeln und Warm-up der Motoren im Historischen Fahrerlager
ab 8:45 Uhr: Slowly Sideways (Historische Rallyefahrzeuge) auf der Nordschleife
12:00 Uhr: Interview und Autogrammstunde mit Christian Danner beim TÜV Rheinland (Grand-Prix-Fahrerlager)
13:00 Uhr: Interviewrunde mit Volker Strycek und Frank Stippler beim TÜV Rheinland (Grand-Prix-Fahrerlager)
14:00 Uhr: Meet FCD Drivers & Cars mit Startern und Fahrzeugen der FCD RacingSeries im Fahrerlager in der Mercedes-Arena
14:30 Uhr: Talk und Autogrammstunde mit Christian Danner im Jaguar Village (Eventfläche an der Jaguar-Kurve)



Änderungen vorbehalten · Stand: 2. August 2018 · Den jeweils aktuellsten Stand für Zeit- und Orgapläne finden Sie unter www.avd-ogp.de



AvD
30.7.2018

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ex-Sportwagen-Weltmeister Derek Bell im historischen Porsche 911 am Start

  • Leopold von Bayern, Harald Grohs und Volker Strycek zurück im DTM-Cockpit

  • Sohn von Lotus-Gründer Colin Chapman im Interview

AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Ein Treffen legendärer Fahrer und Fahrzeuge

Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix (10. - 12. August 2018) erwacht der Motorsport von einst zum Leben. Hunderte historischer Rennfahrzeuge sorgen dafür, dass alle wichtigen Epochen des Motorsports der vergangenen 100 Jahre beleuchtet werden. Neben den Highlights aus Blech und Karbon - darunter etwa die FIA Masters Championship für Historische Formel-1-Fahrzeuge - gibt es dabei auch ein Wiedersehen mit vielen Helden von einst. Ein ganz besonderer wird bei Veranstaltungspartner Porsche Classic zu Autogrammstunde und Interview erwartet und geht darüber hinaus auch selbst ins Rennen: Es ist der zweifache Sportwagen-Weltmeister Derek Bell, der im Rennen der Gentlemen Drivers (GT-Fahrzeuge bis 1965) einen frühen Porsche 911 pilotiert.
Ebenfalls im Interview - diesmal aber im Zelt von Medienpartner Motor Klassik - wird ein Zeitzeuge des legendären Colin Chapman zu Gast sein. Es ist dessen Sohn Clive Chapman, der neben vielen Erinnerungen auch einen faszinierenden Formel-1-Lotus mit zum Ring bringt, der hier ausgestellt wird.
Viele deutsche Fans freuen sich außerdem auf das Wiedersehen mit zahlreichen Piloten, die das Geschehen in DRM und DTM prägten. So etwa Ex-Formel-1- und DTM-Pilot Christian Danner (zu Gast bei Jaguar), oder auch die DTM-Stars Harald Grohs, Leopold 'Poldi' von Bayern und Volker Strycek. Die Letztgenannten werden bei den 'Tourenwagen Classics' auch ins DTM-Cockpit zurückkehren und ins Renngeschehen eingreifen.

Sportwagen-Weltmeister Bell im 911er am Start
Spannend wird es im Zelt von Porsche Classic, wenn Sportwagen-Legende Derek Bell dort zum Interview zu Gast ist. Schließlich schrieb der Brite mehr als einmal Motorsportgeschichte. Zwei Weltmeistertitel holte er, siegte fünf Mal in Le Mans und arbeitete mit vielen anderen legendären Fahrerpersönlichkeiten zusammen.

Den Rothmans-Porsche 956 teilte er sich etwa mit Stefan Bellof, der in den frühen 80ern als größte deutsche Nachwuchshoffnung galt und in dieser Zeit eine Rekordrunde auf der Nordschleife erzielte, die Jahrzehnte Bestand hatte und noch weiter hat.

Erst kürzlich wurde sie - ebenfalls von einem Porsche, in dem Sportwagen-Weltmeister Timo Bernhardt saß - unterboten, aber nicht als wirkliche Rennrunde in einem echten Rennen.

Am Ring berichtet er aber nicht nur von seinen bewegten Zeiten im Motorsport, sondern sitzt auch selbst am Steuer. Im Rennen der 'Gentlemen Drivers' wird er einen Porsche 911 fahren.


DTM-Stars von einst gehen wieder ins Rennen
Zum Publikumsmagnet dürfte sich das Fahrerlager der 'Tourenwagen Classics' entwickeln. Und das nicht nur wegen der gut drei Dutzend Rennwagen aus DTM, ITC und STW. Auch die Fahrer, die hier an den Start gehen, sind höchst bekannt und erinnern sich gemeinsam mit den Fans nur zu gerne an die vielleicht schönsten Zeiten des deutschen Tourenwagensports in den 80ern und 90ern. Harald Grohs etwa geht im Vogelsang-BMW M3 von 1987 an den Start - und gewann auf Anhieb mit dem brandneuen Auto. Es war der Ausgangspunkt einer nicht enden wollenden Siegesserie für den legendären '3er'. Mit Leopold 'Poldi' von Bayern ist auch ein weiterer M3-Pilot am Start, der heute wie damals zu den Sympathieträgern gehören dürfte.
Natürlich ebenfalls dabei: AvD-Vizepräsident Volker Strycek: Der erste Champion der DTM geht in einem Opel Astra im STW-Trim von 1994 an den Start. Weitere ehemalige DTM- bzw. STW-Piloten sind Christian Menzel und Marc Hessel, die sich einen BMW M3 von 1988 teilen sowie Volker Schneider, der einen Ford Sierra RS 5500 pilotiert.

70 Jahre Lotus: Chapman-Sohn Clive berichtet
Von einer ganz anderen Motorsportepoche weiß Clive Chapman zu berichten. Der Sohn von Lotus-Gründer Colin Chapman ist ein Zeitzeuge ersten Ranges und wird am Samstag im Zelt von Motor Klassik im Interview zu sehen sein. Inmitten einer Fahrzeugausstellung zum 70. Geburtstag der Sportwagenmarke wird er über das Leben mit einem genialen und exzentrischen Vater berichten. Und nicht nur das: Chapman bringt auch ein ganz besonderes Ausstellungsstück mit in die Eifel - nämlich ein Formel-1-Fahrzeug, das Geschichte schrieb. Der ausgestellte Type 49 ist ein zweifaches Monaco-Siegerfahrzeug, mit dem Graham Hill den legendären Grand Prix 1968 und 1969 gewann. Am Nürburgring landete Hill übrigens auf Platz zwei, und zwischendurch war er - heute für ein Formel-1-Fahrzeug undenkbar - mit einem anderen Piloten unterwegs: Jochen Rindt fuhr den 49 Anfang des Jahres 1969 in der Tasman-Serie, bevor es wieder für Hill eingesetzt wurde.



ADAC
30.7.2018

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Stéphane Ratel (li), Lars Soutschka (re)


 

ADAC GT4 Germany geht ab 2019 an den Start

Neue GT4-Rennserie auf der Plattform des ADAC GT Masters

Start frei für die ADAC GT4 Germany: Ab 2019 ergänzt der ADAC e.V. sein umfangreiches Motorsportprogramm um eine Rennserie für Fahrzeuge nach dem GT4-Reglement. In der ADAC GT4 Germany sind seriennahe Sportwagen wie Audi R8, Aston Martin Vantage, BMW M4, McLaren 570S, Mercedes-AMG GT4 oder Porsche Cayman startberechtigt.
Der ADAC e.V. hat sich vom GT4-Rechteinhaber SRO Motorsports Group die Exklusivrechte an der Klasse für Deutschland gesichert, mit Ausnahme von Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife.

Die ADAC GT4 Germany startet 2019 bei sechs Veranstaltungen und orientiert sich beim Rennformat mit zwei Rennen am Wochenende und einem Fahrerwechsel zur Rennmitte am erfolgreichen Konzept des ADAC GT Masters. Die Serie richtet sich als Sprungbrett für das ADAC GT Masters an junge Talente sowie ambitionierte Hobbyrennfahrer und ist Fahrern der FIA-Fahrereinstufungen 'Bronze' und 'Silber' vorbehalten. Für die Chancengleichheit der unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte sorgt die Fahrzeugeinstufung der SRO Motorsport Group.

"Die neue ADAC GT4 Germany ist die optimale Ergänzung für unsere erfolgreiche ADAC GT Masters-Plattform. Damit haben wir von der Einsteigerklasse ADAC Formel 4 bis zur Top-Serie ADAC GT Masters ein sportlich interessantes und komplettes Angebot", sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. "Ich freue mich, dass wir nach dem System der Fahrzeugeinstufungen im ADAC GT Masters nun auch auf einem weiteren Gebiet mit der SRO Motorsports Group von Stéphane Ratel zusammenarbeiten."

"Angesichts unserer langjährigen Partnerschaft mit dem ADAC, einschließlich der Nutzung der SRO-Fahrzeugeinstufung im ADAC GT Masters, war es eine natürliche Entwicklung, unsere Zusammenarbeit auf die GT4-Kategorie in Deutschland auszudehnen. Die GT4-Plattform hat in der letzten Zeit ein signifikantes Wachstum erlebt und ist attraktiv für ambitionierte Hobbyrennfahrer und junge Talente. Nur wenige Länder können die Leidenschaft für den Motorsport und die Qualität der Infrastruktur wie Deutschland vorweisen, daher bin ich mir sicher, dass diese neue Serie ein großer Erfolg wird ", so Stéphane Ratel, Gründer und CEO der SRO Motorsports Group.

"Wir komplettieren mit der ADAC GT4 Germany unser breites Portfolio im Automobilsport und steigern nochmals die Attraktivität der ADAC GT Masters-Plattform für Fans und Teilnehmer. Die Serie spricht neue Teilnehmer an und gibt bereits bei uns aktiven Teams die Möglichkeit, ihr Betätigungsfeld zu erweitern", sagt ADAC Geschäftsführer Lars Soutschka.



AvD
12.7.2018

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Das Wichtigste in Kürze

  • Vorkriegsrennwagen starten beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix (10. - 12. August)

  • Rennfahrzeuge aus den Kindertagen des Nürburgrings: Ältestes Fahrzeug von 1920

  • Im historischen Fahrerlager begegnen sich Vorkriegsautos und Rallye-Ikonen

Die Rückkehr der Grand-Prix-Stars von einst

Drei Tage voller historischem Motorsport der Extraklasse erwarten die Besucher beim diesjährigen AvD-Oldtimer-Grand-Prix (10. - 12. August). Neben PS-Protzen wie der Historischen Formel-1-Meisterschaft der FIA, Sportwagen der 50er bis 2000er Jahre oder DRM- und DTM-Boliden präsentieren sich auch echte Raritäten: Im 1927 eingeweihten historischen Fahrerlager werden die Vorkriegsrennwagen unterkommen. Sie starten im Rahmen der »Vintage Sports Car Trophy« zu Gleichmäßigkeitsprüfungen (GLP) auf dem modernen Grand-Prix-Kurs, zu Ausfahrten auf der Nordschleife und sogar zu einer Rundfahrt über Landstraßen rund um den Nürburgring. Die Zuschauer können damit erahnen, wie der Motorsport der Anfangsjahre aussah und welche Fahrzeuge die Generation der Groß- und Urgroßväter in Scharen zum Nürburgring zog. Denn das älteste derzeit genannte Teilnehmerfahrzeug ist bereits knapp 100 Jahre alt. Die mächtigen Kompressor-Mercedes-Modelle sind dabei ebenso zu erleben wie ein kleiner Rosengart LR 2 Sport von 1928. Auch BMW 328 oder MG K1 führen in die Frühzeit von heute noch bekannten Automobilherstellern zurück.

Längst vergessene Marken und die frühen Wettbewerbsfahrzeuge heutiger Weltkonzerne sind bei der Vintage Sports Car Trophy zu sehen.

Gleich nebenan im altehrwürdigen Fahrerlager des Nürburgrings stehen höchst moderne Klassiker: Es sind die Rallyeboliden der Interessengemeinschaft »Slowly Sideways«. Sie sind am Wochenende mit ihren Originalfahrzeugen ebenfalls im Einsatz zu sehen, denn sie werden am Samstag und Sonntag über die Nordschleife donnern. Der von Boxen umsäumte Platz zu Füßen der Nürburg wird damit zu einem Automobilmuseum der besonderen Art.

Als der Nürburgring 1927 eingeweiht wurde, waren die ältesten Fahrzeuge, die beim diesjährigen AvD-Oldtimer-Grand-Prix zu sehen sein werden, bereits 'Gebrauchtwagen'. So hat sich etwa ein Protos Typ C von 1920 angemeldet, der mit seinen 98 Jahren das älteste bislang angemeldet Fahrzeug darstellt. Die kleine Automobilschmiede aus Berlin, die um die Jahrhundertwende Fahrzeuge herstellte, ist ebenso unvergessen, wie andere Marken die zu sehen sein werden. Der 90 Jahre alte Rosengart LR 2 Sport von 1928 etwa wurde im Gründungsjahr der französischen Marke gebaut, die nur bis 1955 existierte. Christian de Maeyer wird in dem kleinen Fahrzeug mit weniger als einem Liter Hubraum Platz nehmen, das dennoch viel Sportsgeist in sich hat: Der Belgier gewann gemeinsam mit Cyrille Pastoree im vergangenen Jahr die Vintage Sports Car Trophy. Denn hier zählt nicht die Endgeschwindigkeit, sondern Konstanz: In den GLPs fahren die Teilnehmer gegen die Uhr und sollen einmal gesetzte Rundenzeiten möglichst exakt bestätigen, hinzu kommen die Ausfahrten in die Eifel und auf die Nordschleife, bei der die Zuverlässigkeit der betagten Technik ins Spiel kommt. Genau das richtige Betätigungsfeld für viele Halter von Vorkriegsautos - das beweisen die vielen treuen Teilnehmer.

So wird Uli Sauer (Iserlohn) wieder im BMW 328 von 1938 an den Start gehen - er ist mit seinem 30er-Jahre-Sportwagen seit der ersten Auflage des AvD-Oldtimer-Grand-Prix mit von der Partie. Auch die prächtigen Mercedes-Benz-Kompressor-Rennwagen und ihre mächtigen historischen Gegenspieler aus dem Hause Bentley sind am Start und wecken Erinnerungen an die großen Rennsportereignisse der 20er und 30er Jahre.

Aber auch neue Teilnehmer finden immer wieder den Weg zum Nürburgring. So ist der 1920er Protos von Roland Engel ebenso zum ersten Mal zu sehen, wie ein MG K1 aus dem Jahr 1933. Eine besondere Nuance erhält das Treffen durch ein neues Element, das die Organisatoren 2018 eingeführt haben: Zusätzlich zum motorsportlichen Vorkriegstreffen haben die Fahrer der entsprechenden Fahrzeuge die Möglichkeit, auch ohne Rennstreckenprogramm teilzunehmen. Eigentümer, die ihrem Klassiker die Härte der Rennstrecke ersparen wollen, können damit auch ein Teil des AvD-Oldtimer-Grand-Prix sein, und die Zuschauer am Ring werden es ihnen ganz sicher danken!

Rallye-Ikonen im Historischen Fahrerlager
Als Kontrast und dennoch harmonische Ergänzung zu den ältesten Rennwagen des Wochenendes finden sich im historischen Fahrerlager Rallyefahrzeuge. Die gut 20 Drift- und Schottererprobten Boliden werden von der Interessengemeinschaft »Slowly Sideways« zum Nürburgring gebracht, für die am Samstag (ab 09:50 Uhr) und Sonntag (ab 08:35 Uhr) jeweils Fahrzeiten auf der legendären Nordschleife reserviert sind. Nicht wenige Besucher werden sich an einige der Fahrzeuge noch bestens erinnern - so etwa an den Audi Sport Quattro S1, den Walter Röhrl 1985 bei der Neuseeland-Rallye fuhr.

Auch die Einsatzfahrzeuge anderer berühmter Rallyepiloten sind am Start, etwa ein Rothmans-Porsche 911 SCRS, den Henri Toivonen einst über die Wertungsprüfungen scheuchte. Diese Rallyefahrzeuge schrieben ein eigenes Stück Motorsportgeschichte, die so ganz anders ist als die Historie des Rundstreckensports. So etwa die aus heutiger Sicht irrwitzig langen Distanzen, die zu überwinden waren - etwa bei der World-Cup-Rallye London-Mexiko im Jahr 1970. Ein Ford Escort Mk1 TC (Andrew Cowan) der Slowly-Sideways-Gruppe nahm an ihr teil. Oder auch die Witterungsbedingungen, unter denen die Rallyesportler noch fahren: die verschneiten Passstraßen der französischen Seealpen, die bei der Rallye Monte Carlo auf dem Programm stehen, sind ein Beispiel dafür, und ein sehr seltener Austin Healey 3000 Mk2 im Rallye-Trim aus dem Jahr 1958 erinnert daran.
Das historische Fahrerlager ist den Besuch beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix also definitiv wert, denn hier wird Motorsportgeschichte in faszinierenden Facetten erlebbar.



Audi
6.7.2018

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Das Wichtigste in Kürze

  • 25. Auflage des Goodwood Festival of Speed in England

  • Audi Tradition mit Auto Union Typ C Rennwagen und Wanderer Stromlinie Spezial bei größter Veranstaltung für historischen Motorsport

Audi Tradition im Auto Union Silberpfeil zum Silberjubiläum

Mit silbernen Autos zum Silberjubiläum: Vom 12. bis 15. Juli erlebt das Goodwood Festival of Speed, die weltgrößte Veranstaltung für historischen Motorsport, seine 25. Auflage. Passend zum Jubiläum beteiligt sich Audi Tradition mit zwei silbernen Automobilen aus seiner mehr als 100-jährigen Geschichte. An die Startlinie fahren der Auto Union Typ C Rennwagen von 1936 und ein Wanderer Stromlinie Spezial von 1939.

Typ C

Der Auto Union Typ C ist den in Goodwood erwarteten 200.000 Besuchern ein alter Bekannter. Denn die Auftritte des Modells sind seit jeher ein Höhepunkt auf dem Festival of Speed. Mit 16 Zylindern, 520 PS, 340 km/h Spitzengeschwindigkeit und dem hinter dem Fahrer angebrachten Motor galt der Rennwagen bei seiner Vorstellung 1936 als ein futuristisches Wunderwerk. Im gleichen Jahr noch gewann Bernd Rosemeyer in diesem Silberpfeil den Europa­meistertitel, die deutsche Straßen- und die Berg-Meisterschaft. Hinter dem Lenkrad des Typ C-Originalnachbaus von Audi Tradition nimmt in diesem Jahr Hans-Joachim Stuck Platz. Für den ehemaligen Audi Sport-Piloten ein ganz besonderer Moment: Stucks Vater Hans gehörte in den 1930er Jahren der Rennmannschaft der Auto Union an und war bei Bergrennen nahezu unschlagbar. Stuck-Junior wird in Goodwood, wie immer wenn er einen Silberpfeil lenkt, die originalen Handschuhe und die Rennbrille seines Vaters tragen.

Wanderer

Audi Tradition schickt außerdem einen Jubilar ins Starterfeld: Erstmals in Goodwood präsentiert sich der Wanderer Stromlinie Spezial. Vor 80 Jahren meldete die Auto Union AG drei dieser Modelle für die damals schwierigste Rallye der Welt, Lüttich-Rom-Lüttich. Auf der etwa 4.000 Kilometer langen Strecke musste das Auto mindestens 50 Kilometer pro Stunde bewältigen. Bei diesem rund 100-stündigen Rennen hielten die Piloten fast nur zum Tanken. Höchste Anforderungen an Fahrer und Material forderten ihren Tribut: Kamen 1938 gerade mal ein Drittel der gestarteten Autos ans Ziel, sollten es 1939 nur 21 von 51 sein. Darunter waren die drei Wanderer Stromlinie Spezial der Auto Union. Das Unternehmen gewann damit die für Werkteams wichtigste Auszeichnung, die Markenwertung.



AvD
6.7.2018

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Das Wichtigste in Kürze

  • Tourenwagen mit Historie: Originalfahrzeuge der Stars aus DTM und ITC am Start

  • Bekannte Fahrerpersönlichkeiten in den Tourenwagen Classics

  • Die Ahnen von DTM und ITC in den weiteren Tourenwagen- und GT-Läufen

DTM-Legenden beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix zu Gast

Wenn Motorsportfans in Deutschland (und anderswo) den Begriff »DTM« hören, dann leuchten die Augen: Die Tourenwagenserie war und ist seit den 80er Jahren die Spitze des Automobilsports 'Made in Germany'. Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix feiern die legendären Fahrzeuge ein Revival, denn mit den 'Tourenwagen Classics' ist eine Rennserie zu Gast, in der die automobilen Stars von einst ebenso zu erleben sind, wie so manche der berühmten Rennfahrer aus dieser Ära. So dürften die Tribünen wieder voll werden, wenn die über 30 erwarteten Fahrzeuge aus den goldenen Jahren von DTM, ITC und STW auf die erste Kurve zustürmen: Die BMW M3, Mercedes-Benz 190er und C-Klassen sowie Alfa Romeo 155, in denen einst Stars wie Klaus Ludwig, Juan Pablo Montoya, Ellen Lohr oder Giancarlo Fisichella saßen, wecken Emotionen und Erinnerungen. Dabei werden einige Protagonisten ins Geschehen eingreifen, die bereits damals am Lenkrad drehten. So etwa Harald Grohs oder Volker Strycek, der im ersten Jahr der DTM (1984) den Meistertitel holte.

Im Programm des AvD-Oldtimer-Grand-Prix runden die Tourenwagen Classics mit ihren zwischen 1984 und 1999 gebauten Fahrzeugen eine ganze Reihe von Rennen ab, die sich dem Tourenwagen- und GT-Sport widmen, der traditionell in Deutschland starke Wurzeln hat. Er ist ab den Nachkriegsbaujahren zu sehen und fasziniert die Besucher mit seiner Vielfalt an Marken und Modellen. Wer bei den Fights der historischen Rennwagen live dabei sein möchte, kann sich sein Ticket im Vorverkauf sichern. Über Kartenpreise und -konditionen informiert die Homepage www.avd-ogp.de. Eine direkte Buchung ist telefonisch bei der Tickethotline 0180 5 311210 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min.) möglich.

Das Programm beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix ist voller Highlights: Formel 1 und Sportwagen, Le-Mans-Legenden der 50er und DRM-Boliden sind ebenso zu sehen wie Vorkriegsrennwagen. Doch für viele Besucher sind die Fahrzeuge aus der DTM und verwandten Serien die eigentlichen Stars. Sie mischten ab 1984 den Tourenwagensport auf und brachten viele Legenden hervor.
Am Nürburgring werden sie in Form der Tourenwagen Classics vertreten sein, die hier ihren vierten Lauf absolvieren. An der Spitze tobt der Kampf der DTM-Boliden aus den Jahren 1993 bis 1996. Hier sind die ehemals von Montoya und Lohr pilotierten AMG Mercedes C-Klasse und der Alfa Romeo 155 V6 TI (Ex Fisichella) am Start.

Aber auch mit anderen Klasse-1-Rennwagen gibt es ein Wiedersehen. In den Mercedes-Benz 190E 2.5-16 Evo oder BMW M3 Evo 2 saßen damals Piloten wie Kurt Thiim oder Johnny Cecotto, die auch in den Tourenwagen Classics immer wieder als Gaststarter dabei sind. So steht bereits jetzt eine ganze Reihe von ehemaligen DTM- und STW-Piloten fest, die beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix mit von der Partie sind. So etwa Harald Grohs, der seinen BMW M3 E30 fährt: Mit genau diesem Fahrzeug siegte er 1987 beim Auftaktrennen in Hockenheim - ein Triumph, mit dem die Siegesserie dieses erfolgreichsten Tourenwagen aller Zeiten begann. Der M3 ist einer der Stars in der stark besetzten Klasse der Gruppe-A-Fahrzeuge. In ihr teilen sich etwa die Ex-DTM-Piloten Marc Hessel und Christian Menzel einen weiteren M3.

STW-Fahrzeuge
Für Tourenwagenfans ebenfalls hoch interessant: Die vierte Klasse der Serie, in der etwa die STW-Fahrzeuge eingeordnet sind. Hier gibt es ein Wiedersehen mit dem Opel Vectra im Paulaner-Design, der für Uwe Alzen aufgebaut wurde. Einen STW-Opel Astra pilotiert der erste DTM-Champion aller Zeiten, Volker Strycek. Und auch Fahrzeuge, die zu ihrer Zeit nur im Ausland zu sehen waren, stellen sich heute dem direkten Vergleich - etwa ein Renault Laguna STW von 1996 aus der britischen BTCC.

Tourenwagen und GTs aus vielen Epochen im Einsatz

Neben den DTM-, ITC- und STW-Tourenwagen der Tourenwagen Classics dürfen sich die Besucher auf einige weitere Starterfelder mit diesen attraktiven Fahrzeugen freuen. Natürlich ist etwa das Revival Deutsche Rennsport-Meisterschaft (DRM) ein Publikumsmagnet, denn die Ford Capri und Porsche 911 sowie BMW 3.0 und BMW M1 aus den Jahren 1972 bis 1981 sind heute noch beeindruckende - und vor allem wunderschöne - Fahrzeuge.

Noch weiter zurück führen die Rennen der Gentlemen Drivers (GT-Fahrzeuge der Jahre 1947 bis 1965) sowie die AvD-Tourenwagen- und GT-Trophäe (Jahrgänge 1947 bis 1975). Auch sie erinnern an großartige Rennen, in denen die Protagonisten aber BMW 1800 und 2002, Alfa Romeo 1750 und Giulia oder Ford Escort hießen. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr wird es auch 2018 in diesem Rennen zwei Sonderwertungen geben.

Der Generations Cup ist für Familienteams reserviert, in denen sich Väter / Mütter mit ihren Söhnen / Töchtern das Auto teilen. Außerdem lockt die Alfa-Romeo-Sonderwertung hoch attraktive Fahrzeuge an. Der Blick sollte in diesem Starterfeld aber nicht nur auf die Spitze gerichtet sein, denn gerade die kleinen Hubraumklassen zeigen immer wieder sympathische 'Rennzwerge', die ein ganz großes Motorsportherz haben. So etwa der 'Porsche des Ostens': Der mehrfache deutsche Rallyemeister Matthias Kahle wird in diesem Rennen einen Skoda 130 RS pilotieren, der zu seiner Zeit in Osteuropa ein höchst erfolgreiches Sportgerät war.

Nicht zu vergessen beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix sind natürlich auch die GT-Fahrzeuge, deren Historie bis in die aktuelle Zeit fortgeschrieben wird. Denn der Porsche Carrera Cup Deutschland ist erstmals mit zu Gast und zeigt, dass auch die neueste Version des Porsche 911 GT3 Cup für erstklassigen Sport steht.



Porsche
29.6.2018

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* = Die Streckenlänge der Nürburgring-Nordschleife ist laut DMSB-Abnahmeprotokoll 20,793 Kilometer. Die Klärung läuft ...


 

Update 6.7.2018:
Die Firma Porsche nennt mittlerweise die Streckenlänge mit 20,8 km. Da kann man nichts mehr sagen ...


 

Porsche 919 (Evo) fährt Fabelrunde auf Nürburgring-Nordschleife

In 5:19,55 Minuten hat Timo Bernhard am heutigen Freitagmorgen die 20,832* Kilometer lange Nordschleife des Nürburgrings umrundet. Das bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 233,8 km/h auf der anerkannt schwierigsten Rennstrecke der Welt. Am Steuer des Porsche 919 Hybrid Evo unterbot Bernhard damit den bisherigen Streckenrekord von Stefan Bellof um 51,58 Sekunden.

35 Jahre und 31 Tage blieb Bellofs Rekordrunde von 6:11,13 Minuten unangefochten. Der 1985 in Spa-Francorchamps tragisch verunglückte Gießener galt als das größte Ausnahmetalent seiner Zeit. Er fuhr seinen Rekord am 28. Mai 1983 mit einem 620 PS starken Rothmans Porsche 956 C im Training zum 1000-Kilometer-Rennen. Auch seine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug über 200 km/h.

Timo Bernhard, fünfmaliger Gesamtsieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring, zweimaliger Gesamtsieger der 24 Stunden von Le Mans und amtierender Langstrecken-Weltmeister mit dem Porsche 919 Hybrid, kletterte stolz und erleichtert aus dem engen Cockpit des Le-Mans-Prototyps. "Das ist ein großartiger Moment für mich und für das ganze Team. Die Krönung des 919-Programms! Der Evo war perfekt vorbereitet, und ich habe alles gegeben auf dieser Runde. Aufgrund des aerodynamischen Anpressdrucks gehen Passagen mit Vollgas, an denen ich mir das zuvor nie vorstellen konnte. Die Nordschleife ist mir ja wirklich vertraut. Aber heute habe ich sie neu kennengelernt", sagt der 37-Jährige aus Bruchmühlbach-Miesau. Der Saarpfälzer ist ein glühender Verehrer von Stefan Bellof. In Spa-Francorchamps trat er 2015, als sich der Tod Bellofs zum 30. Mal jährte, mit dessen markantem Helmdesign in schwarz-rot-gold beim Sechsstundenrennen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft an. "Für mich ist und bleibt Stefan Bellof ein Riese", betont Bernhard. "Mein Respekt vor seiner Leistung mit der damaligen Technik ist heute noch einmal größer geworden."

Der heutige Erfolg ist bereits der zweite Streckenrekord für den Porsche 919 Hybrid Evo: Am 9. April 2018 war Neel Jani mit der Weiterentwicklung des dreimaligen Le-Mans-Siegerautos in Spa schneller als die Formel 1 gefahren. Dem 34-jährigen Porsche-Werksfahrer aus der Schweiz - Le-Mans-Gesamtsieger und Langstreckenweltmeister 2016 - gelang auf dem 7,004 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs in den belgischen Ardennen eine Runde in 1:41,770 Minuten. Damit blieb er 0,783 Sekunden unter der bisherigen Qualifying-Bestmarke von Lewis Hamilton. Der britische Mercedes-Formel-1-Pilot hatte sich 2017 in 1:42,553 Minuten die Poleposition für den Großen Preis von Belgien gesichert.

Die Evo-Version des Porsche 919 Hybrid basiert auf dem Le-Mans-Gesamtsiegerwagen und WEC-Langstreckenweltmeister der Jahre 2015, 2016 und 2017. Sie wurde von einigen Reglementrestriktionen befreit, ihr Hybridantriebsstrang erzeugt eine Systemleistung von 1160 PS. Der Evo wiegt nur 849 Kilogramm und seine modifizierte, jetzt aktive Aerodynamik generiert über 50 Prozent mehr Abtrieb im Vergleich zum WEC-Modell. Die Spitzengeschwindigkeit am Nüburgring betrug 369,4 km/h.

Andreas Seidl, LMP-Teamchef: "Als Rennmannschaft suchen wir ständig nach Herausforderungen, die Auto, Fahrer und Team am Limit operieren lassen. So eine Challenge haben wir im Bezwingen der Grünen Hölle definitiv gefunden. Zusammen mit unserem Reifenpartner Michelin haben wir uns seit dem Winter akribisch und mit dem notwendigen Respekt vor dieser Strecke vorbereitet und konnten heute das volle Potenzial des 919 Evo aufzeigen. Glückwunsch an Timo zu seiner sensationellen Fahrt. Als Rekordsieger am Nürburgring war Timo die logische Wahl für diese Aufgabe. Es galt, zu jedem Zeitpunkt die richtige Balance zwischen Attacke und Zurückhaltung auf dieser Rennstrecke zu finden. Sicherheit hat oberste Priorität. In diesem Zusammenhang möchte ich auch dem Nürburgring-Team danken. Porsche pflegt eine gewachsene und innige Beziehung zum Ring. Ohne die hochprofessionelle Unterstützung der Rennstrecke könnten wir hier keine Rekordfahrten unternehmen."

Fritz Enzinger, Leiter LMP1, fügt hinzu: "Großer Dank gebührt unserer Entwicklungsmannschaft in Weissach und dem Einsatzteam vor Ort für die fokussierte und sichere Durchführung dieser Rekordfahrt. Was unser Team in den vier Jahren Langstrecken-WM geleistet hat, ist einfach grandios. Von 2015 bis 2017 drei Le-Mans-Gesamtsiege, drei Fahrer- und drei Hersteller-WM-Titel - das macht Porsche so schnell niemand nach. Die 'Tribute Tour' ist eine Hommage an diese Zeit; wir wollten den innovativsten Rennwagen seiner Zeit nicht sang- und klanglos im Museum verschwinden lassen. Dank der Unterstützung durch unsere Partner konnten wir die Evo-Version des Porsche 919 Hybrid für die Rekordfahrten entwickeln."

Ohne Reglement-Fesseln auf Rekordfahrt

Das ab 2014 gültige technische Reglement der FIA für die Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und den Klassiker in Le Mans sorgte erfolgreich für ein ausgewogenes Kräfteverhältnis zwischen den konzeptionell sehr unterschiedlichen Klasse-1-Le-Mans-Hybrid-Prototypen von Audi, Porsche und Toyota.

Basis für die Vorbereitung des Rekordwagens 919 Evo war der siegreiche 2017er Rennwagen. Ergänzt wurden Entwicklungen, die bereits für die WEC 2018 stattgefunden hatten, aber nach dem Ausstieg aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft Ende 2017 brachlagen sowie spezifische aerodynamische Modifikationen.

Für den Porsche 919 Hybrid Evo blieb die komplette Hardware des Antriebsstrangs unangetastet. Der 919 wird von einem kompakten Zweiliter-V4-Turbobenziner in Kombination mit zwei Energierückgewinnungssystemen angetrieben - Bremsenergie von der Vorderachse und Abgasenergie. Während der Verbrenner die Hinterachse antreibt, wirkt beim Boosten ein E-Motor an der Vorderachse und sorgt für Allradantrieb beim Beschleunigen. Gleichzeitig sammelt der 919 unter Last wieder Energie aus dem Abgastrakt ein, die sonst ungenutzt entweichen würde. Als Zwischenspeicher für den aus Brems- und Abgasenergie gewonnenen elektrischen Strom dient eine flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie.

Das Effizienzreglement der WEC limitierte die Energie aus Kraftstoff pro Runde mittels Begrenzung der Durchflussmenge durch einen 'Fuel Flow Meter'. Damit leistete der Vierzylinder-Verbrenner rund 500 PS. Frei von dieser Restriktion, ausgestattet mit Software-Updates, aber unter Verwendung des üblichen Rennkraftstoffs (E20 mit 20 Prozent Bioethanol-Anteil), bringt er es in der Evo-Variante auf 720 PS.

Weil auch die erlaubte einsetzbare Energiemenge aus den beiden Rückgewinnungssystemen vom Reglement in Megajoule pro Runde limitiert war, blieben die Systeme deutlich unter ihrem Potenzial. Mit jetzt vollem Boost wuchs die Leistungsausbeute der E-Maschine an der Vorderachse um zehn Prozent von 400 auf 440 PS.

Auch aerodynamisch befreiten die Ingenieure die Evo-Version des 919 von einigen Fesseln des Reglements. Der neue und größere Front-Diffusor balanciert den mächtigeren Heckflügel aus; beide sind mit aktiv gesteuerten 'Drag Reduction Systemen' (DRS) ausgestattet. Zur Reduzierung des Luftwiderstands trimmt das hydraulisch betätigte System am vorderen Diffusor die Hinterkante. Am Heckflügel öffnet es den Raum zwischen der Hauptplatte und dem oberen Flügelelement. Unter dem Fahrzeug wurden die Luftleitbleche (aus Kohlefaser gefertigte 'Turning Vanes') und die Form des Unterbodens optimiert. Außerdem steigern feste seitliche Schürzen die aerodynamische Effizienz. In Summe resultieren die Aerodynamik-Maßnahmen in 53 Prozent mehr Abtrieb und eine Effizienzsteigerung um 66 Prozent (im Vergleich zum WEC-Qualifying in Spa 2017).

Zur weiteren Performance-Verbesserung erhielt der Evo ein Vierrad-Brake-by-Wire-System zur zusätzlichen Gierwinkel-Kontrolle. Außerdem wurde die Servounterstützung der Lenkung an die höheren Kräfte angepasst. Zusätzlich wurden die Radträger vorne und hinten verstärkt.

Das Leergewicht sank um 39 Kilogramm gegenüber der Rennversion auf 849 Kilogramm. Dafür wurden Klimaanlage, Scheibenwischer, einige Sensoren, die Elektronikeinheit der Regelwächter, die Lichtanlage und die pneumatische Wagenhebervorrichtung entfernt. Michelin entwickelte spezielle Reifenmischungen für den 919 Evo, der mehr Abtrieb erzeugt als ein Formel-1-Rennwagen.

Die »919 Tribute Tour« geht weiter
Mit dem Einsatz auf der Nordschleife beendet das Team die Rekordjagd des Porsche 919 Hybrid Evo. In gemäßigterem Tempo wird der Top-Athlet jedoch noch mehrfach auftreten:

  • 6. und 7. Juli: VW Fun Cup Spa-Francorchamps (BE)
  • 12.-15. Juli: Goodwood Festival of Speed (GB)
  • 2. September: Festival of Porsche Brands Hatch (GB)
  • 26.-29. September: Porsche Rennsport Reunion Laguna Seca (Kalifornien, USA)


AvD
28.6.2018

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Einzigartiger historischer Motorsport beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix

Termin vormerken: 10. bis 12. August 2018 auf dem Nürburgring

Jaguar E

Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix (10. bis 12. August 2018) werden auf dem Nürburgring Erinnerungen an legendäre Rennserien und Motorsportevents lebendig. Ob Le Mans oder DTM, Formel 1, Sportwagen-WM oder die Rennklassiker aus den Kindertagen des Motorsports in den 20er und 30er Jahren: Aus fast allen wichtigen Epochen finden sich in der Eifel Vertreter. Besondere Höhepunkte für Klassik-Experten und Motorsportfans sind die Rennen, die es nur hier zu sehen gibt. Sie werden nicht von den hochkarätigen Rennserien veranstaltet, die am Wochenende hier starten, sondern speziell für den AvD-Oldtimer-Grand-Prix ausgeschrieben. Dazu zählen etwa das Revival Deutsche Rennsport-Meisterschaft (DRM), zu dem bereits faszinierende Fahrzeuge angemeldet sind: Porsche 935 gegen Ford Capri und BMW M1, Ford Escort gegen BMW 320 dürften auch 2018 wieder gegeneinander antreten. Auch die zweisitzigen Rennwagen und GT bis 1960/61 bedeuten wieder ein Sportwagen-Highlight: Die Le-Mans-Stars der 50er Jahre verbreiten am späten Samstagabend echtes Langstrecken-Feeling. Denn dann geht es für das beeindruckende Feld mit Klassikern wie Aston Martin DB4, Austin Healey, Lotus Elite, Lola MK1 oder Porsche 356A bis in die Abenddämmerung hinein: Spätestens wenn die Rennwagen im Ziel mit einem Feuerwerk begrüßt werden, sind unvergessliche Momente sicher.

DRM-Revival mit faszinierenden Boliden
Wenn das Starterfeld des DRM-Revivals beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix an den Start rollt, dann sind die Tribünen traditionell gut gefüllt. Denn viele erinnern sich noch sehr gut an die Ära von 1972 bis 1985, als die Tourenwagen und GTs der DRM ihre Duelle austrugen. In den spektakulären Boliden saßen die damals populärsten Rennfahrer Deutschlands. Hans-Joachim Stuck (Champion 1972), Klaus Ludwig (1979 und 1981), Stefan Bellof (1984) oder Jochen Mass (1985) sind heute noch klingende Namen. Und ihre Fahrzeuge sind hier wieder im Einsatz zu sehen. So waren etwa in den vergangenen Jahren die Porsche des Kölner Kremer-Teams eine feste Größe. Seinerzeit gewann Tourenwagen-Legende Klaus Ludwig seinen ersten DRM-Titel denn auch in einem Kremer-Porsche 935 K3. Bereits fest zugesagt hat das Berliner Mücke-Team seinen Start beim diesjährigen AvD-Oldtimer-Grand-Prix. Teamchef Peter Mücke und Sohn Stefan setzen mit der Klassikabteilung ihres Teams erneut den Gruppe-2-Ford Capri RS3100 sowie den legendären Zakspeed-Ford Capri - ein einst von Klaus Ludwig pilotiertes Fahrzeug - ein. Überdies bringt der Berliner Rennstall, der auch im modernen GT- und Formelsport höchst aktiv ist, mehrere faszinierende Showcars sowie einen Ford Lotus Cortina mit zum Nürburgring. Aber auch andere Starter aus verwandten Serien haben sich für das Revival angemeldet. So kommt aus den Niederlanden ein bei Autodelta aufgebauter Alfa Romeo Alfetta GTV6 von 1981 in die Eifel, der seinerzeit in der italienischen Meisterschaft sowie bei anderen europäischen Rennen fuhr. Zu den Nennungen, die Fachleute mit der Zunge schnalzen lassen, gehört außerdem ein Gruppe-5-BMW 320. Das Originalauto wurde 1977 von Harald Grohs in der DRM bewegt, der damit auch gemeinsam mit Hans-Joachim Stuck einen WM-Lauf absolvierte.

Le-Mans-Feeling am Nürburgring
Auch für das Rennen der 50er-Jahre-Sportwagen liegt bereits eine Reihe von Nennungen vor. Die zweisitzigen Rennwagen und GT bis 1960/61 gehören für viele Fans zu den vielleicht schönsten Motorsportgeräten aller Zeiten, und beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix dürfen die sonst streng gehüteten Schätzchen beweisen, dass sie das Rennen nicht verlernt haben. Daimler-Benz (Sieg 1952), Jaguar (1953 und 1955), die Scuderia Ferrari (1954, 1958 und ab 1960 fünf Jahre in Folge) waren seinerzeit die Sieger an der Sarthe, und ihre Fahrzeuge finden sich traditionell auf der Nennungsliste dieses Einladungsrennens. Die maximal 50 verfügbaren Startplätze sind jeweils bis auf den letzten Platz ausgebucht, und die Veranstalter freuen sich über die ungebrochene Popularität, den dieses Rennen auch bei den Aktiven hat. Das liegt nicht zuletzt am ganz besonderen Flair des Rennens. Nicht nur das prall gefüllte Feld, auch der Start am Samstagabend, der in die Dämmerung hinein führt, lässt erahnen, wie es damals vor sechs Jahrzehnten zuging, als diese Fahrzeuge die Speerspitze des Motorsports waren und ihre Scheinwerfer sich in die Nacht von Le Mans fraßen. Auch in diesem Jahr wird der Lauf (Start 20:30 Uhr) das Programm am Samstag abschließen. Es ist ein Höhepunkt der gesamten Veranstaltung und die Krönung eines Rennprogramms, das in diesem Jahr einen deutlichen Akzent im Sportwagenbereich hat. Denn neben diesen 50er-Jahre-Sportwagen und dem traditionellen Highlight der FIA Masters Historic Sports Car Championship sind ab diesem Jahr auch die Prototypen der jüngsten Vergangenheit zu sehen. Sie lassen im Rennen der Masters Endurance Legends die Erde beben. Einen Blick in den aktuellen Motorsport bietet der Porsche Carrera Cup Deutschland, der ebenfalls erstmals beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix gastiert.

Programm deckt alle Epochen und Rennklassen ab
Natürlich kommt beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix auch auf seine Kosten, wer Formelsport liebt: Die FIA Masters Historic Formula One Championship mit Formel-1-Autos der Jahre 1966 bis 1985 absolviert hier ihren einzigen Lauf in Deutschland. Einmalige Formel-Klassiker sind außerdem in den Rennen der Historic Grand Prix Cars bis 1965 zu sehen, in der zum Beispiel die frühesten Formel-1-Fahrzeuge antreten. Die Historie des Nachwuchssports beleuchten die Formel-Junior-Monoposti der FIA Lurani Trophy sowie die Formel-3-Fahrzeuge der Jahre 1964 bis 1984. Last but not least sind auch die Tourenwagen- und GT-Rennen wieder im Programm. Bei den 'Tourenwagen Classics' gehen die ungemein populären DTM- und ITC-Rennwagen der Jahre 1984 bis 1999 an den Start. Ihre Vorgänger und Urahnen sind in der AvD-Tourenwagen- und GT-Trophäe (1947 bis 1975) sowie bei den Gentlemen Drivers GT (1947 bis 1965) am Start. Einen ganz neuen Akzent setzt außerdem das erstmals ins Programm aufgenommene Rennen der FCD RacingSeries, in denen Fahrzeuge der Ferrari Challenge und Ferrari GTs startberechtigt sind. Auch die Vorkriegsrennwagen haben beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix einen festen Platz. Sie starten vom historischen Fahrerlager aus zu ihren Gleichmäßigkeitsprüfungen und Ausfahrten und bieten einmalige Einblicke in die frühesten Motorsportjahre. Dass sie im historischen Boxengeviert aus den 20er Jahren untergebracht sind, bietet den Besuchern zudem Fotomotive, die es nur am Nürburgring gibt - denn die Anlage ist weltweit die älteste in Originalnutzung.



AvD
22.6.2018

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Das Wichtigste in Kürze:

  • FIA Masters Formula One Championship zeigt Ikonen der »Cosworth-Ära«

  • Historic Grand Prix Cars: Britische Serie 2018 mit noch größerer Bandbreite

  • Die Fahrschule der Weltmeister: Formel 3 mit Originalfahrzeugen der Weltstars

Am Nürburgring wird Formelhistorie lebendig

Technikrevolutionen und Heldengeschichten: In kaum einer anderen Disziplin sind diese Themen so dicht verwoben wie im Formelsport. Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix werden sie wieder lebendig. Vom 10. bis 12. August 2018 sind auf dem Nürburgring die erfolgreichen und weniger erfolgreichen Lösungen der Ingenieure von einst ebenso zu bestaunen, wie die ehemaligen Fahrzeuge der Weltstars. In vier verschiedenen Starterfeldern wird die Historie der Motorsport-Einsitzer so umfassend beleuchtet, wie sonst wohl nirgendwo. Da sind etwa die Grand-Prix-Fahrzeuge bis 1965, die bis in die Frühzeit der Formel 1 und sogar zu ihren Vorläufern zurückführen. Oder die beiden Rennserien, in denen der historische Nachwuchssport gepflegt wird: Die FIA Lurani Trophy mit ihren Formel-Junior-Rennwagen der Jahre 1958 bis 1963 zeigt den Übergang von Front- zu Heckmotor-Konzepten. Mit der Formel 3 von 1964 bis 1984 ist die Historie der wohl wichtigsten Nachwuchsserie für deutsche Rennfahrer zu sehen, in der die meisten Weltstars der vergangenen Jahrzehnte ihr Handwerk lernten. Und natürlich ist auch die Königsklasse vertreten. Mit der FIA Masters Formula One Championship präsentiert sich die internationale Top-Klasse im historischen Motorsport bei ihrem einzigen Deutschland-Gastspiel des Jahres. Die beiden Läufe der immer noch spektakulären Monoposti mit ihren Ford Cosworth-Triebwerken gehören zu den unbestrittenen Highlights des Wochenendes.

Einziges deutsches Gastspiel der FIA Masters Formula One Championship
Formelsport - und insbesondere die Königsklasse der Formel 1 - repräsentierte schon immer die Speerspitze der technischen Entwicklung. Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix werden Evolutionen und Revolutionen der Vergangenheit wieder lebendig. In der offiziellen FIA-Meisterschaft der Formel-1-Boliden der Jahre 1966 bis 1985 etwa wird eine spannende Epoche dokumentiert. Es war die Ära der Ford-Cosworth-Motoren, die über fast 20 Jahre praktisch vom gesamten Grand-Prix-Feld genutzt wurden. Und da die Antriebe für die meisten Teams eine feste Größe waren, ließen sich die Ingenieure einiges einfallen, um einen Wettbewerbsvorteil herauszuarbeiten. Zu dieser Zeit traten einige heute noch legendäre Rennställe erstmals ins Rampenlicht.
Im vergangenen Jahr etwa lag beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix ein Williams FW07/B in Front, pilotiert vom Briten Michael Lyons. Das Modell, entwickelt für die Saison 1980, war das erste Groundeffect-Car der britischen Rennwagenschmiede und ist untrennbar mit großen Erfolgen verknüpft. Auch heute zählt der FW07, der etwa von Andretti, Reutemann und Rosberg pilotiert wurde, zu den schnellsten Fahrzeugen im Feld - 2018 in heißer Konkurrenz zum Tyrrell 010. Die Konstruktion des Tyrrell war vom FW07 inspiriert. Die Mannschaft um den knorrigen Teamchef Ken Tyrrell holte seinerzeit - unter anderem mit Fahrern wie Michele Alboreto - den sechsten Rang in der Konstrukteurs-WM. Eines seiner Nachfolgemodelle, das zwei Jahre später eingesetzte Modell 012, gewann übrigens im vergangenen Jahr mit Martin Stretton am Steuer das zweite Rennen der FIA Masters Fomula One Championship auf dem Nürburgring. Der 1983 präsentierte Wagen markierte bereits das Ende der Cosworth-Ära und hatte den seiner Zeit aufkommenden Turbo-Rennwagen nichts entgegenzusetzen. Im historischen Sport von heute gehört er dagegen zu den ganz Schnellen. Stretton stand auch in dieser Saison bereits ganz oben auf dem FIA-Masters-Treppchen.

Rückblick auf die Kindertage der Formel 1
Historisch gesehen vor der aufregenden Cosworth-Zeit liegt die Ära, aus der die Fahrzeuge der Historic Grand Prix Car Association stammen. Die britische Rennserie widmet sich dem frühen Formelsport und versammelt in ihrem faszinierenden Feld eine einzigartige Mischung, die bis in die Vorkriegszeit zurückreicht, als der Grand-Prix-Sport die höchste Rennkategorie bildete. 1950 wurde dann die Formel 1 als offizielle internationale Topklasse eingeführt, aus deren erster Dekade das Gros der Teilnehmer stammt. Hier sind etwa die erfolgreichen Cooper-Modelle zu sehen, die mit Lotus, Brabham und Aston Martin um Platzierungen und Pokale ringen. Der Doppelsieg beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix ging 2017 allerdings an einen Ferrari 246 Dino, und auch die legendäre italienische Marke ist in diesem Jahr wieder im Feld vertreten. Wer sich letztlich zum Start entschließt, das ist hier - wie auch in den anderen Rennserien - noch nicht sicher. Schließlich können die Teams häufig erst nach einer intensiven Inspektion im Anschluss an ein Rennen darüber entscheiden, ob sie auch bei der Folgeveranstaltung starten.

Formel Junior: Wo die Weltmeister ihr Handwerk lernten
Ebenfalls am Start und ein Leckerbissen für Kenner: Die Nachwuchsserien von einst. Zwei Talentschmieden sorgten ab den späten 50ern für Furore. Zum einen war es die 'Formel Junior', die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert. Die faszinierend einfachen historischen Formelrenner gehen zurück auf den Comte Giovanni 'Johnny' Lurani. Der hatte erkannt, dass eine Talentschmiede für Motorsportler dringend benötigt wurde. So initiierte er die Formel Junior, deren erstes Rennen 1958 ausgetragen wurde. Heute erinnert die FIA Lurani Trophy an ihn, und das traditionell prall gefüllte Starterfeld zeigt, wie viele Konstrukteure und Teams sich damals Hals über Kopf in das Abenteuer stürzten und einen der kleinen, agilen Rennwagen aufbauten.

Formel 3: Erste Nennungen versprechen historische Formel-Faszination
Eine ähnliche Erfolgsstory ist die Formel 3, die allerdings als Nachwuchsklasse die Motorsportszene bis heute nachhaltig prägt. Beim diesjährigen AvD-Oldtimer-Grand-Prix sind erneut zwei Jahrzehnte dieser Kategorie vertreten. Und die in den vergangenen Jahren stets vollen Felder zeigten, dass diese Fahrzeuge sich bei den Piloten äußerst großer Beliebtheit erfreuen. Für die diesjährige Auflage des Klassikerfestivals stehen bereits einige sehr interessante Fahrzeuge fest, die mit berühmten Piloten verbunden sind. Da ist etwa der March 713, in dem einst Hannelore Werner antrat. Das ehemalige Auto von Eifelland-Racing absolvierte 2015 nach langer Restaurierung sein erstes Rennen im historischen Sport - natürlich beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix. Ebenfalls dabei: Michael Ringström, der die historische Formel-3-Rennserie (HRA) 2016 gewann. Er nimmt im Martini MK 42 Alfa Novamotor Platz, in dem Ivan Capelli 1984 die Europameisterschaft gewann. Auch das Meisterauto von Teo Fabi aus dem Jahr 1978 - ein March 783 Toyota - ist mit dabei.
Ebenso am Start: ein Ralt RT3 / 83 Alfa Romeo Novamotor, der einst von Joachim Winkelhock und von Kurt Thiim gefahren wurde.



Heinz-Josef Hilger
5.6.2018

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Der Porsche 919 Tribute (Evo) am Nürburgring

Seit Montag hat Porsche die Nordschleife gemietet und dreht dort Testrunden mit dem 919 Tribute. Das Foto zeigt den 919 Tribute beim Abladen im Rahmen des 24-Stunden-Rennen, als eine Demorunde von Timo Bernhard auf der Nordschleife gefahren wurde - zusammen mit dem Porsche 956 C (Chassis-Nummer 005), der von Hans-Joachim Stuck pilotiert wurde.

Timo Bernhard: "Diese Runde so kurz vor dem Start des 24-Stunden-Rennens war ein besonderes Erlebnis für mich. Es war mir eine Ehre, Seite an Seite mit Hans um die Nordschleife zu fahren - er im 956 C, ich mit unserem 919 Evo. Das sind zwei legendäre Rennwagen, und das hat den Fans gefallen. Ihre Freude konnte ich im Cockpit förmlich spüren. Das war ein sehr schönes Geschenk."

Gestern unternahm Timo Bernhard mit dem Porsche 919 Tribute Testfahrten auf der Nordschleife. Heute Vormittag war zumindest auf der Döttinger Höhe Nebel. Gegen Mittag kommt die Sonne zum Vorschein. Mal schauen, wie's weitergeht ...



Porsche
17.5.2018

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911-991 GT3 R, 2019

 


911-991 GT3 R, 2019

 


911-991 GT3 R, 2019

 

Fahrzeugpreis

459.000 Euro zzgl. länderspezifischer MwSt.

Stark, schnell, spektakulär: Der neue 911 GT3 R

Auf Basis des im März vorgestellten Seriensportwagens 911 GT3 RS hat Porsche einen neuen Kundensport-Rennwagen für die weltweiten GT3-Serien ab 2019 konstruiert: Den 911 GT3 R. Besonderes Augenmerk bei der Entwicklung des nunmehr bis zu 404 KW (550 PS)* starken Renn-Elfers lag auf einer besonders effizienten Aerodynamik einer besseren Fahrbarkeit, nochmals optimierter Sicherheit sowie einer Reduzierung der Service- und Ersatzteilkosten.
* = Je nach Restriktor / BoP-Einstufung ist die Motorleistung niedriger.

911R

Die Leichtbaukarosserie des 911 GT3 RS Seriensportwagens in intelligenter Aluminium-Stahl-Hybridbauweise erwies sich bei der Konstruktion als optimale Basis für das seriennahe Rennauto. Das Dach, Frontdeckel und Bugteil, Kotflügel, Türen, Seiten- und Heckteil sowie der Heckdeckel und die Interieurverkleidungen sind aus besonders leichtem Kohlefaser-Verbundwerkstoff (CFK) gefertigt. Alle Scheiben bestehen aus Polycarbonat.

Angetrieben wird der neue 911 GT3 R von einem hochmodernen Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor, der weitgehend identisch mit dem Hochleistungs-Serienaggregat des straßenzugelassenen 911 GT3 RS ist. Für einen besonders effizienten Umgang mit dem Kraftstoff sorgen die Benzindirekteinspritzung, die mit Drücken bis zu 200 bar arbeitet, sowie eine variable Verstellung der Ein- und Auslassnockenwelle. Gleichzeitig bietet der Saugmotor eine gegenüber dem Vorgängeraggregat deutlich verbesserte Leistungsentfaltung und ein breiter nutzbares Drehzahlband. Das Ansprechen des Motors lässt sich durch die 6-fach Einzeldrosselklappenanlage präziser dosieren. Die Kraft des Heckmotors wird mittels eines sequenziellen Porsche-Sechsgang-Klauengetriebes mit elektrischer Schaltwalzenaktuatorik für besonders schnelle und präzise Schaltwechsel an die 310 Millimeter breiten Hinterräder übertragen. Wie bei den GT-Straßenmodellen betätigt der Fahrer zum Schalten der Gänge griffgünstig platzierte Wippen am Lenkrad. Die Kupplung wird elektrohydraulisch gesteuert, was den Entfall des Kupplungspedals und vereinfachte Starts ermöglicht. Die 911-typische Gewichtsverteilung sorgt für ein hervorragendes Traktions- und Bremsverhalten.

Auch bei der spektakulären Aerodynamik folgt der 911 GT3 R dem Vorbild des Straßenfahrzeugs. Die markanten Radhausentlüftungen auf den vorderen Kotflügeln erhöhen den Abtrieb an der Vorderachse. Der 1900 Millimeter breite und 400 Millimeter tiefe Heckflügel sorgt für aerodynamische Balance. Der Reifenaußendurchmesser an der Vorderachse wurde von 650 auf 680 Millimeter vergrößert. In Kombination mit der neuen Porsche Doppelquerlenkerachse wird so eine bessere Bremsperformance und Konstanz über den Rennverlauf erreicht.

Das Bremssystem des 911 GT3 R wurde weiter optimiert und bietet nun eine noch bessere Steifigkeit und eine präzisere Regelung des Antiblockiersystems. An der Vorderachse sorgen Sechskolben-Aluminium-Monobloc-Rennbremssättel in Kombination mit innenbelüfteten, geschlitzten Stahlbremsscheiben mit 390 Millimeter Durchmesser für hervorragende Verzögerungswerte. An der Hinterachse sind Vierkolben-Sättel und Scheiben mit 370 Millimeter Durchmesser verbaut.

Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt lag auf der Sicherheitsausstattung des GT3 R. Der 120-Liter-FT3 Sicherheitstank mit geändertem Tankkonzept ermöglicht nun einen streckenindividuellen Umbau von Links- zur Rechtsbetankung zur Verbesserung der Boxenstopp-Performance. Die Türen sowie die Seitenscheiben sind abnehmbar. Der neue Rennschalensitz bietet den Piloten im Falle eines Aufpralls noch besseren Schutz. Der Sitz ist nun sechsfach fest verschraubt. In Kombination mit der verstellbaren Pedaleriebox gewährleistet er eine optimale Schwerpunktlage des Fahrers und erhöht zudem die Sicherheit bei einem Aufprall. Zusätzlich wird der Fahrer durch ein Seitenaufprallelement im Bereich der Fahrertür geschützt, das aus einer Kohlefaser-Kevlar-Aluminium-Konstruktion mit energieabsorbierendem Kunststoffschaum besteht.

Das Cockpit wurde neu gestaltet. Alle Bedienelemente sind optimal auf den Fahrer ausgerichtet. Erstmals verfügt der 911 GT3 R nun über eine Klimaanlage. Diese sorgt für eine optimale Innenraumkühlung und ermöglicht durch die direkte Anbindung an Sitz und Fahrerhelm eine besonders effiziente Kühlung des Fahrers um dessen Konzentration und Leistungsfähigkeit über das Rennen konstant zu halten.

Der neue Porsche 911 GT3 R kann ab sofort zu einem Preis von 459.000 Euro zuzüglich länderspezifischer Mehrwertsteuer bestellt werden und wird ab Dezember 2018 ausgeliefert. Alle technischen Angaben und Daten sind bis zur finalen Abnahme durch die FIA vorläufig.

Technische Daten Porsche 911 GT3 R (Typ 991, Gen 2)
    Konzept
  • Einsitziges Kunden-Rennfahrzeug auf Basis des Porsche 911 GT3 RS
    Motor
  • Wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor in Hecklage
  • 4.000 cm3; Hub 81,5 mm; Bohrung 102 mm
  • Leistung: über 404 kW (550 PS) ohne Restriktoren, tatsächliche Leistung FIA BoP abhängig (Restriktor)
  • Einmassenschwungrad
  • Vierventil-Technik
  • Kraftstoff-Direkteinspritzung
  • Kraftstoffqualität: Superplus bleifrei, bis E20 (mindestens 98 Oktan)
  • Trockensumpfschmierung
  • Elektronisches Motormanagement BOSCH MS 6.4 mit integrierter Datenaufzeichnung (Grundspeicher 1 GB, max. 100 analoge Kanäle)
  • Rennabgasanlage (Rennkatalysator und Vorschalldämpfer länderspezifisch erhältlich)
  • Sechs elektronisch betätigte Drosselklappen
    Kraftübertragung
  • Sequenzielles Porsche Sechsgang-Klauengetriebe
  • Mechanisches Sperrdifferential mit externer Pre-Load-Verstellung
  • Rennsportkupplung
  • Paddle-Shift mit elektronischer Schaltwalzenaktuatorik
    Karosserie
  • Leichtbaukarosserie in intelligenter Aluminium-Stahl-Verbundbauweise
  • Eingeschweißter Überrollkäfig gemäß FIA-Vorschriften
  • Abnehmbare Rettungsluke im Dach nach neusten FIA-Vorschriften
  • Aufnahme Bergebalkensystem
  • Exterieur in Leichtbauweise:
  • CFK Türen mit Motorsport-Spiegeln
  • CFK Heckdeckel mit Schnellverschlüssen
  • CFK Heckflügel verstellbar
  • CFK Kotflügel mit Verbreiterungen und Radhausentlüftung vorne
  • CFK Bugverkleidung mit Kühlluftführung
  • Polycarbonat Verglasung
  • Abnehmbare Polycarbonat-Türscheiben
  • Modifiziertes 911 Cockpit:
  • CFK Interieurverkleidungen
  • Ergonomisch zum Fahrer ausgerichtete Mittelkonsole mit digitalem Multi-Touch-Panel
  • Multifunktions-Motorsportlenkrad mit Schnelltrennkupplung und Schaltwippen
  • Rennschalensitz gemäß FIA Standard 8862/2009:
  • Sechsfachanbindung fest verschraubt
  • Integrierte Klimaanbindung
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • Ca. 120-Liter-FT3-Sicherheitstank mit "Fuel-Cut-Off" Sicherheitsventil gemäß FIA Vorschriften und wechselbarer Links- und Rechtsbetankung
  • Vier-Stempel-Luftheberanlage
    Fahrwerk
    Vorderachse
  • Doppelquerlenker-Vorderachse
  • Geschmiedeter Aluminium-Lenker
  • Steifigkeitsoptimiert
  • Hochleistungsgelenklager
  • Radnaben mit Zentralverschluss
  • Rennsport-Schwingungsdämpfer, 4-fach verstellbar
  • Beidseitig verstellbarer Schwertstabilisator
  • Servolenkung mit elektrohydraulischer Druckversorgung
  • Vermessungsfreie Setupänderung über Zielwertscheiben
  • Hinterachse
  • Mehrlenker-Hinterachse
  • Gefräste Aluminiumlenker, steifigkeitsoptimiert mit Hochleistungsgelenklager
  • Radnaben mit Zentralverschluss
  • Rennsport-Schwingungsdämpfer, 4-fach verstellbar
  • Gefräste Aluminium-Stützlager
  • Beidseitig verstellbarer Schwertstabilisator
  • Vermessungsfreie Setupänderung über Zielwertscheiben
    Bremssystem
  • Zwei getrennte Bremskreise für Vorder- und Hinterachse; vom Fahrer regulierbar über ein Waagebalkensystem
  • Vorderachse
  • Sechskolben-Aluminium-Monobloc-Rennbremssättel
  • Stahlbremsscheiben, mehrteilig, innenbelüftet, D = 390 mm
  • Rennbremsbeläge
  • Doppelflutige Bremsluftführung
  • Hinterachse
  • Vierkolben-Aluminium-Monobloc-Rennbremssättel
  • Stahlbremsscheiben, mehrteilig; innenbelüftet, D = 370 mm
  • Rennbremsbeläge
  • Doppelflutige Bremsluftführung
    Felgen/Bereifung
    Vorderachse
  • Einteilige BBS Leichtmetallräder nach Porsche Spezifikation, 12,5 J x 18
  • Michelin Transportbereifung; Reifendimension: 300/680-18
  • Hinterachse
  • Einteilige BBS Leichtmetallräder nach Porsche Spezifikation, 13J x 18
  • Michelin Transportbereifung; Reifendimension: 310/710-18
    Elektrik
  • COSWORTH Farb-Display CDU
  • COSWORTH Logger CLU (6GB Speicher)
  • COSWORTH Bordnetzsteuergerät IPS48 MK2
  • Porsche Motorsport Traktionskontrolle PMTC
  • Feuerlöschanlage (Medium: Gas)
  • Batterie 12 V, 60 Ah (LiFePo Ionen), auslaufsicher im Beifahrerfußraum
  • Multifunktionales CFK-Motorsportlenkrad mit Schnelltrennkupplung
  • Digitales Multi-Touch-Panel
  • Eingeregelter BOSCH LIN 175A Generator
  • BOSCH Renn-ABS, Generation 5
  • Einarmscheibenwischer mit Direktantrieb
  • Optionale BOSCH CAS Integration (Race Ready)
  • LED-Hauptscheinwerfer
  • Rückleuchten und Regenlicht in LED-Technik
    Optionen (Verbau ab Werk)
  • IMSA Paket
  • Strebe Windschutzscheibe
  • Strebe Heckscheibe
  • Sensorpaket
  • FIA Langstreckenpaket
  • 2 LED-Zusatzscheinwerfer im Bugteil
  • Kupplungslüfter
  • Telemetrie GSM Low-Band (R+)
  • Rennkatalysator (reglementsbedingt)
  • Beheizbare Frontscheibe
    After Sales Optionen
  • Option 1: Kanalerweiterung zur detaillierteren Motordatenaufzeichnung, schnellste Aufzeichnungsrate 1.000 Hz
  • Option 2: Datenkopie vom internen Speicher der Motordatenaufzeichnung auf einen externen USB-Stick
    Weitere Optionen
  • Vorschalldämpfer
  • Reifendruckkontrollsystem (RDK)
  • Cockpitbeleuchtung
  • Startnummernbeleuchtung
  • 2 LED-Zusatzscheinwerfer
    Gewicht/Maße
  • Gesamtgewicht: TBD (BoP abhängig)
  • Gesamtlänge: 4.629 mm
  • Gesamtbreite VA: 1.975 mm
  • Gesamtbreite HA: 2.002 mm
  • Radstand: 2.459 mm
    Farbe
  • Rohbau lackiert mit Lack auf Wasserbasis: weiß C9A
  • Interieur: Füllerfarbe in weiß mit Klarlack
  • Anbauteile in Sichtcarbon (Bugteil, Heckteil, Frontdeckel, Heckdeckel, Türen, Kotflügel, Heckspoiler)
    Fahrzeugpreis
  • 459.000 Euro zzgl. länderspezifischer MwSt.


DSK
26.4.2018

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Zum 90. Geburtstag: Graf Berghe von Trips ist unvergessen

Wolfgang Graf Berghe von Trips wäre am 4. Mai 90 Jahre alt geworden. Der 1928 in Köln geborene legendäre Rennfahrer war auch abseits der Strecke ein engagierter Motorsportler und gehörte im Jahr 1958 zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Sportfahrer Kreises. Europas größter Verein für Motorsportler, der heute seinerseits 60 Jahre besteht und rundes Jubiläum feiert, verleiht bis heute die 'Graf Berghe von Trips-Medaille' als höchste Auszeichnung für seine Mitglieder.

"Wolfgang Graf Berghe von Trips hat eine rasante Karriere hingelegt, die leider viel zu früh endete", sagt DSK-Präsident Dr. Karl-Friedrich Ziegahn. "Der Motorsport war für ihn eine Herzensangelegenheit und von seinem Engagement in der Nachwuchsförderung oder rund um das Thema Sicherheit profitieren wir noch heute. Im Gegensatz zu vielen anderen Rennfahrer hat er immer den Blick über den Tellerrand gewagt und verschiedene Aspekte einfach weitergedacht. Seine Tugenden haben den DSK in den Anfangsjahren geprägt und sind noch heute Grundlage für unser Handeln und Tun."

von Trips

Seine ersten Rennerfahrungen machte der auf der väterlichen Wasserburg Hemmersbach in Horrem aufgewachsene Graf 1950 mit einer 500er BMW bei Gelände- und Geschicklichkeitsfahrten. Zwei Jahre später gewann er die Goldmedaille bei der Siebengebirgsfahrt. Da die Eltern ihren Sohn lieber als Nachfolger bei der Bewirtschaftung des Familienbetriebes gesehen hätten, fuhr er ab 1954 unter dem Pseudonym Axel Linther Rennen und stieg zeitgleich auf vier Räder um. Der Durchbruch gelang ihm zusammen mit dem Wolfsburger Ingenieur Walter Hampel als Sieger der 1300er-GT-Klasse mit einem altersschwachen Porsche bei der Mille Miglia. Im gleichen Jahr wurde Graf Trips mit einem Porsche 1600 deutscher Meister in der Klasse der GT- und Seriensportwagen.

Am 10. September 1956 wurde er als erster deutscher Rennfahrer in den Ferrari-Rennstall aufgenommen. Neben Formel-1-WM-Läufen bestritt Graf Trips in den folgenden Jahren für das Cavallino Rampante zahlreiche GT-, Sportwagen- und Langstreckenrennen. Er kam auch auf Porsche, Cooper, Lotus und Stanguellini zum Einsatz. Trips war zudem immer in der Nachwuchsförderung aktiv. Er leitete Sportfahrer-Lehrgänge und äußerte sich zu Fragen der Verkehrssicherheit. In seinem Todesjahr feierte er die wichtigsten Erfolge seiner Karriere. Graf Trips siegte in Zandvoort beim Grand Prix von Holland vor seinem Teamgefährten Phil Hill. Im englischen Aintree gewann er bei Regen mit rund 45 Sekunden Vorsprung seinen zweiten Grand Prix vor Hill. Nach seinem zweiten Platz hinter Stirling Moss beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring trennte den Deutschen nur noch ein Punkt vom Weltmeistertitel.

Beim Großen Preis von Italien kam es am 10. September 1961 zur Tragödie. In der zweiten Runde kollidierten beim Anbremsen auf die berüchtigte Parabolica die Fahrzeuge von Jim Clark und Graf Trips. Dessen Ferrari schoss nach links und wurde vom Zaun zurück katapultiert. Er überschlug sich mehrfach und schleuderte den Fahrer heraus. Graf Trips war sofort tot. Mit ihm starben 15 Zuschauer. Das Rennen in Monza gewann Hill, der dadurch auch Weltmeister wurde.

Ab Samstag, 5. Mai, können Besucher des Motorsport-Erlebnismuseums 'ring°werk' am Nürburgring aus diesem Anlass eine neue Dauerausstellung erleben: Unter dem Titel "Graf Berghe von Trips - Ritter, Reiter, Rennfahrer" gewährt der Nürburgring private Einblicke in das Leben des Grafen und zeigt zahlreiche persönliche Gegenstände, Plaketten, Pokale und Fotos des ehemaligen Formel-1-Fahrers und Ferrari-Piloten. Besonderes Highlight zur Eröffnung: Zwei weltweit einzigartige und mit Originalteilen nachgebaute Ferrari 156 'Sharknose'-Modelle, mit denen von Trips in der Formel 1 gefahren ist, sind einen Monat lang im Rahmen der neuen Ausstellung im ring°werk zu bewundern.



Porsche
9.4.2018

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Technische Daten (PDF)

Porsche Hybrid-Rennwagen schneller als die Formel 1

Streckenrekord mit dem Porsche 919 Hybrid Evo in Spa-Francorchamps (BE)

Am heutigen Montag, dem 9. April 2018, stellte Porsche mit einer Evo-Version des Le-Mans-Siegerautos 919 Hybrid einen neuen Streckenrekord in Spa-Francorchamps auf. Porsche-Werksfahrer Neel Jani gelang auf dem 7,004 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs in den belgischen Ardennen eine Runde in 1.41,770 Minuten. Damit unterbot der 34-jährige Schweizer die bisherige Bestmarke von Lewis Hamilton (GB) im Mercedes F1 W07 Hybrid um 0,783 Sekunden. Hamiltons Runde datiert auf den 26. August 2017. Sie dauerte 1.42,553 Minuten und sicherte ihm im vergangenen Jahr die Poleposition zum Großen Preis von Belgien. Jani erzielte auf seiner Rekordrunde, die um 10:23 Uhr startete, einen Topspeed von 359 km/h und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 245,61 km/h. Die Lufttemperatur betrug elf Grad Celsius, die Streckentemperatur 13 Grad Celsius.

Fritz Enzinger, Leiter LMP1: "Das war eine absolut fantastische Runde - eine herausragende fahrerische Leistung von Neel und das Ergebnis großartiger Ingenieursarbeit. Der heutige Streckenrekord beweist eindrucksvoll die ultimative Performance des innovativsten Rennwagens seiner Zeit."

Teamchef Andreas Seidl: "Das ist ein hart erarbeiteter weiterer Erfolg der LMP-Mannschaft und ein stolzer Tag für die Ingenieure. Dazu kann man Neel und dem gesamten Team nur gratulieren. Es haben alle sechs 2017er LMP1-Fahrer an diesem Projekt mitgewirkt. Wir wollten aufzeigen, was der Porsche 919 Hybrid kann, wenn wir die vom Reglement der Langstrecken-Weltmeisterschaft vorgegebenen Restriktionen lockern."

Porsche gewann mit dem 919 Hybrid von 2015 bis 2017 dreimal hintereinander das 24-Stunden-Rennen in Le Mans sowie die Weltmeistertitel für Hersteller und Fahrer in der FIA World Endurance Championship (WEC).

Neel Jani: "Der 919 Evo ist brutal beeindruckend. Er ist definitiv das schnellste Auto, das ich je gefahren bin. Das Grip-Niveau ist für mich eine völlig neue Dimension, das konnte ich mir vorher so nicht vorstellen. Die Abläufe auf einer einzelnen Runde mit dem 919 Evo sind derartig schnell, dass der Anspruch an die Reaktionsschnelligkeit noch einmal ein ganz anderer ist als ich ihn aus der WEC kenne. Wir sind nicht nur schneller als die F1-Polepostion von 2017. Die Runde war zwölf Sekunden schneller als unsere WEC-Pole aus dem vergangen Jahr! Es waren drei sehr intensive Tage in Spa. Heute wusste ich gleich auf der ersten Runde am Morgen, dass das Auto super liegt. Die Renningenieure haben bei der Abstimmung tolle Arbeit geleistet, und der Reifen von Michelin ist eine Sensation. Vielen Dank an Porsche für diese Erfahrung."

Ohne Fesseln auf Rekordfahrt

Das technische Reglement der FIA für die WEC und den Klassiker in Le Mans sorgte erfolgreich für ein ausgewogenes Kräfteverhältnis zwischen den konzeptionell sehr unterschiedlichen und hybridisierten Klasse-1-Le-Mans-Prototypen von Audi, Porsche und Toyota. Zwangsläufig blieb dadurch jedoch die Frage unbeantwortet, wozu der Porsche 919 Hybrid ohne die strengen Limitierungen imstande wäre.

Stephen Mitas, Leitender Renningenieur LMP1, hat das Evo-Projekt betreut. "Für uns wurde eine Art Ingenieurstraum wahr", gibt der Australier zu. "Nachdem wir das Auto vier Jahre lang entwickelt, verbessert und eingesetzt haben, besteht eine sehr enge Beziehung zu diesem Rennwagen. Wir wussten immer: Egal, wie erfolgreich der 919 Hybrid war - seine ganzen Fähigkeiten konnte er niemals ganz zeigen. Tatsächlich erschließt selbst die Evo-Version nicht das volle technische Potenzial. Diesmal waren wir nicht durch ein Reglement limitiert, aber durch Ressourcen. Es ist sehr befriedigend, dass die umgesetzten Modifikationen ausreichten, um den Formel-1-Rekord zu knacken."

Basis für die Vorbereitung des Rekordwagens war der siegreiche 2017er Rennwagen. Hinzu kamen Entwicklungen, die bereits für die WEC 2018 stattgefunden hatten, aber nach dem Ausstieg aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft Ende 2017 brachlagen sowie spezifische aerodynamische Modifikationen.

Für den »Porsche 919 Hybrid Evo« blieb die komplette Hardware des Antriebsstrangs unangetastet. Der 919 wird angetrieben von einem kompakten Zweiliter-V4-Turbobenziner in Kombination mit zwei verschiedenen Energierückgewinnungssystemen - Bremsenergie von der Vorderachse und Abgasenergie. Während der Verbrenner die Hinterachse antreibt, wirkt beim Boosten ein E-Motor an der Vorderachse und sorgt für Allradantrieb beim Beschleunigen. Gleichzeitig sammelt der 919 unter Last wieder Energie aus dem Abgastrakt ein, die sonst ungenutzt entweichen würde. Als Zwischenspeicher für den aus Brems- und Abgasenergie gewonnenen elektrischen Strom dient eine flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie.

Das Effizienzreglement der WEC limitierte die Energie aus Kraftstoff pro Runde mittels Begrenzung der Durchflussmenge durch einen 'Fuel Flow Meter'. In Spa durfte der Porsche 919 Hybrid in seiner letzten Saison 1,784 Kilogramm/2,464 Liter Benzin pro Runde einsetzen. Damit leistete der Vierzylinder-Verbrenner rund 500 PS. Frei von dieser Restriktion, ausgestattet mit entsprechenden Software-Updates, aber unter Verwendung des üblichen Rennkraftstoffs (E20 mit 20 Prozent Bioethanol-Anteil), bringt er es in der Evo-Variante auf 720 PS.

Die erlaubte einsetzbare Energiemenge aus den beiden Rückgewinnungssystemen betrug beim WM-Lauf in Spa 2017 exakt 6,37 Megajoule pro Runde. Damit blieben die Systeme deutlich unter ihrem Potenzial. Auf seiner Rekordrunde stand Jani jetzt der volle Boost von 8,49 Megajoule zur Verfügung - die Leistungsausbeute wuchs um zehn Prozent von 400 auf 440 PS.

Auch aerodynamisch befreiten die Ingenieure die Evo-Version des 919 von einigen Fesseln des Reglements. Der neue und größere Front-Diffusor balanciert den mächtigeren Heckflügel aus; beide sind mit aktiv gesteuerten 'Drag Reduction Systemen' (DRS) ausgestattet. Zur Reduzierung des Luftwiderstands trimmt das hydraulisch betätigte System am vorderen Diffusor die Hinterkante. Am Heckflügel öffnet es den Raum zwischen der Hauptplatte und dem oberen Flügelelement. Unter dem Fahrzeug wurden die Luftleitbleche (aus Kohlefaser gefertigte 'Turning Vanes') und die Form des Unterbodens optimiert. Außerdem steigern feste seitliche Schürzen die aerodynamische Effizienz. In Summe resultieren die Aerodynamik-Maßnahmen in 53 Prozent mehr Abtrieb und eine Effizienzsteigerung um 66 Prozent (im Vergleich zum WEC-Qualifying in Spa 2017).

Zur weiteren Performance-Verbesserung erhielt der superschnelle Evo ein Vierrad-Brake-by-Wire-System für zusätzliche Gierwinkel-Kontrolle. Außerdem wurde die Servounterstützung der Lenkung an die höheren Kräfte angepasst. Zusätzlich wurden die Radträger vorne und hinten verstärkt.

Das Leergewicht sank um 39 Kilogramm gegenüber der Rennversion auf 849 Kilogramm. Dafür wurde entfernt, was für eine einzelne Runde bei besten Bedingungen entbehrlich ist: Klimaanlange, Scheibenwischer, einige Sensoren, die Elektronikeinheit der Regelwächter, die Lichtanlage und die pneumatische Wagenhebervorrichtung.

Bei Porsches langjährigem Reifenpartner Michelin stieß die Arbeit mit einem Auto, das mehr Abtrieb erzeugt als ein Formel-1-Rennwagen, sofort auf großes Interesse. Mit dem Ziel, bei gleicher Reifendimension (31/71-18) das Grip-Niveau deutlich anzuheben und keinerlei Kompromisse hinsichtlich der Sicherheit einzugehen, hat Michelin neue Reifenmischungen entwickelt.

Die »919 Tribute Tour« geht weiter

Die Rekordrunde in Spa war die erste Station der 919 Tribute Tour. Als nächstes wird der 919 am 12. Mai bei einer Demonstrationsfahrt über die legendäre Nordschleife vor dem Start zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgrings zu sehen sein. Anschließend stehen Fahrten beim Goodwood Festival of Speed (12.-15. Juli), dem Festival of Porsche in Brands Hatch (2. September) und der Porsche Rennsport Reunion im kalifornischen Laguna Seca (26.-29. September) auf dem Programm.



ILN
28.3.2018

Info zur ILN
Die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring wurde im Dezember 2015 auf Initiative von Olaf Manthey gegründet. Ziel des Aktionsbündnisses - das über 100 Fahrzeuge in der VLN repräsentiert - war es, den Vorschlägen der Fahrer-AG gegenüber dem DMSB Nachdruck zu verleihen. Dieser war zentralen Forderungen der Fahrer-AG nicht gefolgt, die ein Sicherheitskonzept insbesondere für die Code-60-Phasen erarbeitet hatte, das sich an internationalen Richtlinien orientierte. Nach einer Boykott-Androhung der ILN setzten sich alle Beteiligten gemeinsam mit dem DMSB an einen Tisch und fanden eine Lösung, die den Sicherheitsbedürfnissen der Fahrer und Teams Rechnung trägt. Der Fahrer-AG gehören so erfahrene Nordschleifen-Piloten wie Dirk Adorf, Marc Lieb, Arno Klasen, Altfried Heger und Markus Oestreich an. Sie bleibt auch zukünftig ein wesentlicher Bestandteil der ILN und wird ihr Know-how weiterhin konstruktiv einbringen.

Kontakt: Martin Rosorius
(iln@kap-text.de)

Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) stellt sich neu auf

Die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) stellt sich organisatorisch neu auf: Aus dem temporären, im Dezember 2015 gegründeten Aktionsbündnis wird ein eingetragener Verein. Die ILN vertritt auch weiterhin die Belange von Teams und Fahrern, die an der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN), der Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) und am 24-Stunden-Rennen auf der Traditionsrennstrecke teilnehmen. Die kommissarische Führung der ILN bis zur Wahl des Vorstands übernehmen Martin Rosorius (Team Black Falcon) und Dirk Theimann (Team Phoenix Racing). Beide haben bisher die Arbeitsgruppe 'Sportliches Reglement' innerhalb der ILN geleitet.

Die Neustrukturierung der ILN wurde notwendig durch den Verzicht des bisherigen Sprechers Olaf Manthey auf sein Amt. Manthey, auf dessen Initiative die ILN gegründet worden war und der seither die Geschicke der Interessengemeinschaft maßgeblich geleitet hat, steht der künftigen ILN e.V. mit seinem fundierten Fachwissen auch weiterhin als Berater zur Seite. "Wir danken Olaf Manthey herzlich für das große Engagement, das er für den Langstreckensport auf der Nordschleife im Allgemeinen und in den vergangenen zweieinhalb Jahren im Speziellen aufgebracht hat", so Martin Rosorius.

Aufgabe der ILN ist es, das Kundeninteresse sowohl der großen als auch gerade der kleinen Teams auf der Nürburgring-Nordschleife dauerhaft zu artikulieren und als Ansprechpartner für alle Parteien zu dienen. Gerade die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass es diesbezüglich noch erhebliches Verbesserungspotenzial gibt. Auf der ILN-Sitzung Mitte März 2018 haben Vertreter der Teams von Aston Martin, Phoenix Racing, Manthey Racing, Black Falcon, WTM-Racing, Scheid Motorsport, Nexen Tire Motorsport, Mathol Racing, Adrenalin Motorsport und Sorg Rennsport unter anderem folgende Forderungen gestellt:

  • frühzeitige Einbindung der ILN bei geplanten Änderungen im sportlichen und technischen Reglement sowie bei organisatorischen Themen, um für die Teams die Planungssicherheit zu gewährleisten und ggf. auf Änderungen reagieren zu können
  • Veranstaltungstermine nur im Zeitraum April bis September
  • kundenorientiertes und sinnhaftes Technisches sowie Sportliches Reglement
  • freie Wahl von Zulieferern und Reifenpartnern
  • Reduzierung statt Ausweitung der Pflichtwerbung auf den Fahrzeugen - diese Werbeflächen werden von den Teams zur Finanzierung benötigt
  • Keine Pflichtwerbung, die in Konkurrenz zu Teamsponsoren steht
  • permanente Weiterentwicklung und qualitative Verbesserung der einzelnen Veranstaltungsplattformen

In den vergangenen zwei Jahren hat die ILN als Sprachrohr der Kunden - der Teams und Fahrer - einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Langstreckensports auf der Nordschleife angestoßen. Viele Anregungen, so etwa die Vorschläge der ILN zur Optimierung und Harmonisierung der Ausschreibungen für die VLN und das 24-Stunden-Rennen, wurden von den Veranstaltern, der VLN und dem ADAC Nordrhein aufgegriffen und teilweise bereits umgesetzt. Mit beiden Veranstaltern will die ILN auch zukünftig Maßnahmen und Regelungen auf ihre Sinnhaftigkeit, Effektivität und insbesondere ihre Kundenorientierung überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen fordern. Der multilaterale Dialog - auch mit dem DMSB, dem Nürburgring und der RCN - soll dabei stets an einem Ziel ausgerichtet sein: dem attraktiven, fairen und sicheren Rennsport auf der einzigartigen und legendären Nürburgring-Nordschleife.



FIA
20.3.2018

Logo FIA


 

Für GT3-Rennwagen wird eine Mindestproduktion vorgeschrieben

Die FIA hat in ihrer letzten Sitzung die Entscheidung getroffen, daß in Zukunft die GT3 Fahrzeuge, die homologiert werden, einer Mindestproduktion unterliegen.

Dadurch will die FIA verhindern, daß die GT3-Serie in Richtung von GT3-Prototypen abdriftet - also Prototypen mit sehr niedriger Stückzahl hergestellt werden. Die Idee dahinter ist, daß es sich um eine Kundensport-Serie und nicht um eine Hersteller-Werkssport-Serie handelt.

Für GT3-Rennwagen ist eine Mindestproduktion erforderlich - 10 Stück müssen innerhalb von 12 Monaten nach der Zulassung und 20 Stück innerhalb von 24 Monaten nach der Zulassung hergestellt werden.

Probleme könnte es bei kleinen Herstellern/Tunern geben, die - wie z.B. Callaway Competition - nur ein oder zwei Fahrzeuge produziert haben. Vom Lexus GT3 gibt es wahrscheinlich auch nicht so viele Fahrzeuge. Für die Hersteller heißt es in Zukunft: mindestens 20 Fahrzeuge in 2 Jahren produzieren und möglichst auch verkauft bekommen.



Manthey
28.2.2018

Logo Manthey


 

Logo Porsche


 

Manthey kommt auch 2018 mit dem »Grello«

In dieser Saison geht der »Grello« auf große Tour. Die Manthey-Racing GmbH setzt den neonfarbenen Porsche 911 GT3 R in der Intercontinental GT Challenge, in der Blancpain GT Series (Endurance), in der VLN und beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring ein.

Wie bereits 2017 kommt der Porsche 911 GT3 R zum Einsatz. Der 500 PS starke Kundensportrenner feierte seine Premiere im Januar 2016 bei den 24 Stunden von Daytona und holte seitdem Siege in zahlreichen internationalen Rennserien wie der IMSA SportsCar Championship, der Pirelli World Challenge oder der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.
Für die neue Saison erhält der GT-Sportwagen ein Upgrade: Das Teilepaket beinhaltet unter anderem eine neue Fronthaube, die zur Optimierung des Thermomanagements beiträgt. Seitliche Flicks an der Frontschürze verbessern die Aerobalance.



Lamborghini Squadra Corse
28.2.2018

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Lamborghini Squadra Corse bestätigt die sechs Werksfahrer und kündigt ihre Sportprogramme 2018 sowie die der GT3-Juniorfahrer an.

Für die Saison 2018 hat die Motorsportabteilung von Automobili Lamborghini die 6 Werksfahrer erneut bestätigt und eine langfristige Vertragsverlängerung mit Mirko Bortolotti, Andrea Caldarelli und Christian Engelhart unterzeichnet. Darüber hinaus wurden Marco Mapelli und Giovanni Venturini erneut bestätigt und Raffaele Giammaria als Tester und Koordinator des Jugendprogramms aufgenommen.

"Wir haben die gleiche Aufstellung wie 2017 bestätigt" - kommentiert Giorgio Sanna, Leiter Motorsport bei Automobili Lamborghini -, "weil wir glauben, dass unsere sechs Werksfahrer die besten sind, die die internationale Szene der GT-Wettbewerbe zu bieten hat. Die sportlichen Ergebnisse sprechen für sich: 2017 gewann das Grasser Racing Team dank Bortolotti, Caldarelli und Engelhart drei Titel in der prestigeträchtigen Blancpain GT-Serie; Giovanni Venturini gewann mit Imperiale Racing die International GT Open Meisterschaft; Marco Mapelli trägt neben seinen hervorragenden Rennergebnissen zur Entwicklung von Lamborghini Straßen- und Rennwagen bei; Raffaele Giammaria wird uns dank seiner langjährigen Erfahrung bei der Entwicklung von Rennwagen für Kunden unterstützen und ist der ideale Wegweiser für unsere Trainingsprogramme für junge Fahrer."

Die Lamborghini Squadra Corse Factory Drivers stellen den Höhepunkt der Fahrerprogramme innerhalb der Motorsportabteilung von Sant'Agata Bolognese dar. Hinzu kommen die jungen Talente, die an den Trainingsprogrammen von Lamborghini Squadra Corse (Young Drivers Program und GT3 Junior Program) teilnehmen. Aufgrund ihrer sportlichen Ergebnisse werden einige von ihnen auch in diesem Jahr unterstützt, um an den wichtigsten GT-Meisterschaften weltweit teilzunehmen.

Hier finden Sie die detaillierten Profile der Lamborghini Squadra Corse Factory Drivers und ihre Aktivitäten im Jahr 2018.

Mirko Bortolotti - (Trento, Italien, 28 Jahre) - Er ist eines der größten italienischen Talente im Motorsport: Er wurde geboren und wuchs auf Karts auf, wurde Formel-2- und Formel-3-Meister und war Formel-1-Testfahrer. Er trat 2014 in die Lamborghini-Familie ein, als er in der Super-Trofeo-Markenserie an den Start ging und am Young Driver Program der Lamborghini Squadra Corse teilnahm. Bortolotti ist seit 2015 Lamborghini Factory Driver. Er ist der Titelverteidiger der Blancpain GT-Serie und Sieger der 24 Stunden von Daytona 2018; in diesem Jahr wird er den Titel in der von der SRO geförderten Meisterschaft verteidigen (weitere Fahrer: Caldarelli und Engelhart im Langstreckenpokal, Engelhart im Sprint Cup) und wird mit Andrea Caldarelli als Beifahrer am ADAC GT Masters teilnehmen. Er wird in allen Meisterschaften mit dem Huracán GT3 des Orange 1 Team GRT an den Start gehen.


Andrea Caldarelli - (Pescara, Italien, 28 Jahre) - Er ist seit 2017 Lamborghini Werksfahrer und gewann die Blancpain GT-Serie mit Bortolotti und Engelhart. Er ist ein weiteres großes italienisches Talent, mit umfangreicher Erfahrung sowohl in Einsitzern als auch in GT-Rennwagen. Im Laufe seiner Karriere wechselte Andrea zwischen Monoposti (F3, GP3, GP2, SuperFormula, F1-Testfahrer) und GT-Wettbewerben (2014 und 2016 Vize-Meister der Super GT 500 Meisterschaft in Japan). In der Saison 2018 wird er wieder Teil des Siegertrios im Blancpain GT Series Endurance Cup mit Bortolotti und Engelhart sein, außerdem wird er mit Perez Companc am Sprint Cup und mit Mirko Bortolotti am ADAC GT Masters teilnehmen.


Christian Engelhart - (Ingolstadt, Deutschland, 31 Jahre) - Christian Engelhart hat neben seiner Tätigkeit als Ingenieur für Fahrzeug- und Motorentechnik maßgeblich zum Sieg des Huracán GT3 [# 63] des Grasser Racing Teams in der Blancpain GT-Serie beigetragen.

In diesem Jahr wird er die in der Serie gewonnenen Titel verteidigen und mit Rolf Ineichen erneut am ADAC GT Masters teilnehmen. Vor seinem Eintritt in die Lamborghini-Familie konnte sich Engelhart in anderen deutschen GT-Kategorien und bei verschiedenen Langstreckenrennen profilieren.


Raffaele Giammaria - (Rom, Italien, 40 Jahre) - Seit seinem Eintritt in die Lamborghini Squadra Corse Familie im Jahr 2017 spielt Giammaria eine doppelte Rolle: Er ist als Werksfahrer in GT-Wettbewerben (z.B. bei den International GT Open mit dem Huracán GT3 von Imperiale Racing) und als Betreuer der Jugendprogramme von Lamborghini Squadra Corse unterwegs. Er ist nicht nur ein erfahrener Fahrer, er ist auch Direktor der ACI Sport Federal School und hat seine Karriere zuerst in Monoposti und dann in Sportwagenn in den wichtigsten GT-Meisterschaften aufgebaut: Blancpain GT Series, IMSA, FIA GT, European Le Mans Series und FIA WEC.


Marco Mapelli - (Lecco, Italien, 30 Jahre) - Dieser Fahrer stellte für Lamborghini die jüngsten Rekorde auf der Nürburgring Nordschleife auf, zuerst mit dem Aventador SV, dann mit dem Huracán Performante. Marco Mapelli hat eine große Erfahrung sowohl als Test- als auch als GT-Pilot. Seit 2017 ist er Lamborghini Factory Driver und wird 2018 zwei Herausforderungen in einer strategischen Region wie Asien begegnen: Er wird sowohl an der Blancpain GT Asia Series mit dem Huracán GT3 von FFF Racing als auch an der Super GT Meisterschaft in Japan (in der GT 300 Kategorie) mit dem Huracán GT3 von JLOC teilnehmen. Mit diesem letztgenannten Auto wird Mapelli auch an den berühmten 10 Stunden von Suzuka mit Andrea Caldarelli als Beifahrer teilnehmen.


Giovanni Venturini - (Vicenza, Italien, 27 Jahre alt) - Seit dem Debüt des Huracán GT3 im Jahr 2015 ist er Lamborghini Factory Driver. Venturini begann seine Karriere im Monoposto: Formel Renault 2.0, Formel 3, AutoGP, World Series, GP3 und GP2. Dann, im Jahr 2014, wechselte er in den GT-Rennsport und nahm an der Lamborghini Super Trofeo Marken-Serie teil.
Seit dem darauffolgenden Jahr nimmt er mit dem Huracán GT3 an der Blancpain GT-Serie und an der italienischen GT-Meisterschaft teil.
Im Jahr 2017 gewann er den Titel der International GT Open, den er auch in diesem Jahr mit dem Team Imperiale Racing verteidigen wird.


Die Werksfahrer stellen die Spitze der Pyramide dar, um die herum Lamborghini Squadra Corse seine Strategie zur Ausbildung und Förderung neuer Motorsport-Talente entwickelt. Die Namen der neuen Mitglieder des Young Driver Program (für Jugendliche unter 26 Jahren, die in der Lamborghini Super Trofeo Marken-Serie starten) und des GT3 Junior Program (für Fahrer, die mit dem Huracán GT3 an GT-Meisterschaften teilnehmen) werden in Kürze bekannt gegeben.

Lamborghini Youngster-Programm

Was die Mitglieder der Lamborghini Youngster-Programme angeht, so werden die Talente, die in der Saison 2017 herausragend waren, von Lamborghini Squadra Corse durch Kundenteams unterstützt, um an den prestigeträchtigsten internationalen GT-Meisterschaften teilzunehmen.

"Wir sind stolz auf unsere jungen Fahrer" - sagt Giorgio Sanna, Leiter Motorsport bei Automobili Lamborghini - "und viele von ihnen haben in der vergangenen Saison sowohl in der Lamborghini Super Trofeo Marken-Serie als auch in der GT3-Meisterschaft hervorragende Ergebnisse erzielt. Aus diesem Grund sind wir bei Lamborghini Squadra Corse in der Lage, angesichts der über 40 Lamborghini Huracán GT3, die weltweit an den wichtigsten Meisterschaften teilnehmen, und dank der erfolgreichsten Teams in dieser Kategorie, unsere verdienstvollsten jungen Fahrer zu unterstützen und sie in ihrer Karriere in Richtung Professionalität voranzubringen. Darüber hinaus bieten wir ihnen die Möglichkeit, als Accademia-Lehrer zu arbeiten, um die Lamborghini-Welt hautnah zu erleben."

Hier finden Sie Details zu den Mitgliedern des Lamborghini Young Driver Program und GT3 Junior Program und deren Sportprogrammen 2018:
- Dennis Lind (Sieger des GT3 Junior Program 2017) und Martin Kodric werden mit dem FFF Racing Team von ACM an der Blancpain GT Asia Series teilnehmen.

- Riccardo Agostini (Welt- und Nordamerikanischer Meister des Lamborghini Super Trofeo 2017), Jeroen Mul, Rik Breukers (Meister des Lamborghini Super Trofeo Middle East 2017) und Liang Jiatong werden an den International GT Open mit Imperiale Racing teilnehmen.

- Michele Beretta (italienischer Super GT3-Meister) wird mit dem Rosberg-Team am ADAC GT Masters teilnehmen.

- Patrick Kujala (Welt- und Europameister des Lamborghini Super Trofeo 2015) wird mit Barwell Motorsport an der Britischen GT-Meisterschaft teilnehmen.

- Fabrizio Crestani (2016 Meister der International GT Open) wird mit dem Lazarus-Team am Silver Cup der Blancpain GT Series teilnehmen.

- Alex Frassineti (italienischer Super GT3-Meister) wird mit dem Ombra Racing Team am Blancpain GT Series Silve Cup teilnehmen.

- Loris Spinelli (Europameister der Lamborghini Super Trofeo 2017), Daniel Zampieri und Lorenzo Veglia werden mit Antonelli Motorsport an der italienischen GT-Meisterschaft teilnehmen.

- Madison Snow wird weiterhin in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship mit dem Paul Miller Racing Team an den Start gehen.



Ampnet/Hans-Robert Richarz
25.2.2018

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Foto rechts: Auto-Medienportal.Net/Thomas Bräunig

Jetzt werden auch die Supersportwagen elektrisch

"Wir kamen bisher von rund drei Milliarden Euro. Jetzt liegen wir bei sechs Milliarden, die wir in Elektromobilität stecken", ließ sich Vorstandschef Oliver Blume jetzt von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zitieren. Die Hälfte der Summe ist für Entwicklungsarbeiten bestimmt. Die hatten bei Porsche für den Elektroantrieb so richtig ernsthaft mit dem Projekt Mission E vor zweieinhalb Jahren begonnen. Schon damals war auf der IAA in Frankfurt die Rede von zukunftweisender Alltagstauglichkeit mittels 800-Volt-Antrieb. Die Eckdaten des rein elektrisch betriebenen Sportwagens lauteten: vier Türen und vier Einzelsitze, über 440 kW / 600 PS Systemleistung und über 500 Kilometer Reichweite. Allradantrieb und Allradlenkung, Beschleunigung in unter 3,5 Sekunden von null auf 100 km/h und eine Ladezeit von rund 15 Minuten für 80 Prozent der elektrischen Energie. Unverkennbar war die Verwandtschaft des damals präsentierten Prototyps mit dem Klassiker Porsche 911.

Inzwischen ist viel Wasser den Neckar heruntergeflossen. Im neuen Panamera verrichtet bereits die dritte Generation des Plug-in-Hybridantriebs von Porsche ihren Dienst. Jetzt aber geht es in die Vollen, will sagen: in die Vollelektrik. Dabei scheinen Aufsichtsrat und Vorstand keine Tabus zu kennen. Sogar die Porsche-Ikone 911, die Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres zur Renovierung ansteht, dürfte zumindest schrittweise unter Spannung gesetzt werden.

Das Medienunternehmen Bloomberg aus New York wollte von einen Porsche-Sprecher erfahren haben: "Die Technologie des nächsten 911-Modells wird die Integration eines elektrischen Antriebsstrangs ermöglichen." Das sei nach dem Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid (500 kW / 680 PS) als High-End-Version des viertürigen Coupés ein logischer Schritt und spiegele die allmähliche Umstellung der Marke auf Elektroantrieb wider. Der Plan sei zudem Teil der 20 Milliarden Euro schweren Initiative der Muttergesellschaft Volkswagen AG, elektrische Varianten aller 300 Modelle der Zwölf-Marken-Gruppe auf die Räder zu stellen.

In dieses Bild passt auch die Porsche-Zukunft im Rennsport. Nachdem sich das Unternehmen Mitte November im Wüstenstaat Bahrain nach drei Gesamtsiegen in Folge bei den 24 Stunden von Le Mans und sechs Weltmeistertiteln für den 919 Hybrid in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft verabschiedet hatte, steuert es jetzt eine Karriere in der Formel E an. Das Porsche LMP Team wird sich 2018 auf seinen neuen Auftrag, den Einstieg in die Formel E konzentrieren. Der erfolgt wahrscheinlich zur Saison sechs, die Ende 2019 beginnt. Bis dahin wird das Team einen kompletten Antriebsstrang konzipieren, entwickeln und testen. Die ersten Schritte sind bereits in 2017 erfolgt, jetzt steht die konkrete Umsetzung des Konzeptes an. Erste Testfahrten mit dem kompletten Formel E-Rennwagen von Porsche sollen Anfang 2019 über die Piste gehen.

Längst hat die Elektrifizierungswelle auch die meisten Mitbewerber aus der höchsten Sportwagenklasse erfasst. Ausgerechnet Ferrari-Chef Sergio Marchionne, der noch vor zwei Jahren die Idee eines Elektro-Ferrari aus Maranello als "Obszönität" bezeichnet hatte, machte jüngst während der North American International Auto Show in Detroit eine Kehrtwende. "Wenn jemand einen elektrischen Supersportwagen bauen soll, dann wird Ferrari der erste sein", erzählte sagte Marchionne, der gleichzeitig Fiat Chrysler Automobiles führt. "Die Leute wundern sich darüber, was der Roadster leisten soll, den Tesla für 2020 angekündigt hat. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir das auch können." Er bezog sich dabei auf Teslas Roadster der zweiten Generation. Tesla-Chef Elon Musk hatte behauptet, dass sein zukünftiges Auto in rund zwei Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen und über 400 km/h schnell sein könne. Das würde bedeuten, dass es jedem straßentauglichen Ferrari überlegen wäre.

Weit konkreter sind im britischen Gaydon, zwei Autostunden nordwestlich von London, die Arbeiten von Aston Martin an einem Stromer. Schon im kommenden Jahr soll der auf 155 Exemplare limitierte Rapid E an ausgewählte und gleichzeitig zahlungskräftige Kunden zum Stückpreis von umgerechnet 210 000 Euro gehen. Laut Aston Martin-Chef Andy Palmer könnte er aber auch noch etwas teurer werden. Palmer ist ebenso wie sein Kollege Marchionne davon überzeugt, Tesla Paroli bieten zu können: "Wir spielen in einer ganz anderen Liga. Unsere Kunden legen vor allem Wert auf Exklusivität, Komfort und Luxus. Da kommt Tesla nicht ran." Die bis jetzt bekannten Daten des Rapid E sprechen für sich. Statt des Sechs-Liter-Zwölfzylindermotors wie im Rapid S (412 kW/560 PS, 320 km/h Spitze) arbeitet im Rapid E ein Elektroaggregat, das laut Palmer zwischen 590 kW/800 PS und 740 kW/1000 PS leisten könnte. Die Reichweite soll über 300 Kilometer betragen.

Doch das ist noch längst nicht alles, was Aston Martin in punkto Elektrizität im Köcher hat. Auch vom SUV Aston Martin DBX, von dem Ende 2018 die ersten Prototypen fertig sein sollen, wird es meine vollelektrische Version geben. Das Auto soll dem Bentley Bentayga Konkurrenz machen, um die 220 000 Euro kosten und "das schnellste, jemals gebaute SUV" (Palmer) sein.

Konkurrent McLaren aus dem knapp zwei Autostunden entfernten Woking schrieb Elektrizität als Treibstoff bislang klein. Zwischen 2013 und 2015 gab es zwar mit dem P1 ein erstes McLaren-Straßenfahrzeug mit Hybrid-Antrieb. Es wurde zwischen 2013 und 2015 in einer Auflage von 375 Exemplaren zum Preis von jeweils 1,1 Millionen Euro verkauft. Sein 3,8 Liter großer Bi-Turboaufgeladener V8-Benzinmotor leistete zusammen mit dem zusätzlichen Elektromotor 674 kW/916 PS, beschleunigte das Auto von Null auf 100 km/h in 2,8 Sekunden und schaffte eine (abgeriegelte) Spitzengeschwindigkeit von 350 km/h. Danach war zunächst Schluss mit Strom. Weder die Modelle 540C oder 570 S noch der auf dem kommenden Automobilsalon in Genf vorgestellte McLaren Senna fahren mit elektrischer Unterstützung.

Doch danach soll es wieder spannungsgeladener werden. So berichtete das britische Magazin 'Autocar', dass der McLaren 570S, das Basis-Modell der Marke zum Mindestpreis von 181 750 Euro, in seiner nächsten Generation einen elektrifizierten Antriebsstrang erhalten werde. Danach sei jeder Nachfolger der aktuellen McLaren-Kernmodelle auch in einer Hybrid-Version bestellbar. McLaren-Chef Mike Flewitt kündigte an, die zukünftigen elektrifizierten Modelle würden wahrscheinlich einen aufgeladenen V-6-Motor verwenden. Zurzeit arbeiten in den britischen Sportwagen durchweg V-8-Maschinen mit Turbo-Unterstützung.

Wenn auch die Supersportwagen-Spezialisten sich mehr und mehr mit elektrischer Energie zum Antrieb auseinandersetzen - allein schon deshalb um ihren Flottenverbrauch auf ein erträgliches Maß zurückzuschrauben - bedeutet das keineswegs, dass der Verbrennungsmotor in den Hintergrund tritt. Das bestätigt auch Porsche-Chef Oliver Blume: "Wir haben viele Ideen. Einige leiten wir vom Mission E ab, aber es kann auch weitere, ganz eigenständige elektrische Fahrzeuge geben." Aber, so bekräftigt er, das Ende der Verbrenner sei noch nicht gekommen. "Es wird in Zukunft von Porsche weiterhin sehr puristische Sportwagen mit Verbrennungsmotoren geben", sagt er. Auch der Diesel bleibe vorerst im Programm. (ampnet/hrr)



Daimler
22.2.2018

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"Hans im Glück": Hans Herrmann feiert seinen 90. Geburtstag

Am 23. Februar 2018 wird Rennfahrerlegende Hans Herrmann 90 Jahre alt. Mercedes-Benz und Porsche ehren ihn im Februar mit einer Geburtstagsfeier im Mercedes-Benz Classic Center in Fellbach. Internationale Bekanntheit erringt Herrmann als Werksfahrer von Mercedes-Benz in den Jahren 1954 und 1955. Als junger Nachwuchsrennfahrer startet er für die Marke auf den erfolgreichen Silberpfeilen, dem Formel-1-Rennwagen W 196 R und dem Rennsportwagen 300 SLR (W 196 S).

Stuttgart. Sommer 1953. Das Telefon klingelt bei Hans Herrmann. "Hier Neubauer, Daimler-Benz. Hören's, haben Sie Lust einmal bei uns zu probieren?", dröhnt ihm ein markantes Organ entgegen. Der gerade einmal 25 Jahre alte Herrmann ist baff und still. "Na, was ist?", ruft der legendäre Rennleiter Alfred Neubauer. Der junge Rennfahrer bringt ein "Ha, ja!" zustande. "Gut, kommen Sie morgen zum Nürburgring." Ein Klicken im Hörer, Ende des Gesprächs - und Anfang des Einstiegs von Hans Herrmann bei Mercedes-Benz.

Hans Herrmann gilt damals als Geheimtipp unter den Nachwuchsrennfahrern. Eine erfolgreiche Motorsportsaison liegt hinter ihm, mit vorderen Plätzen beispielsweise bei der Mille Miglia und den 24 Stunden von Le Mans. Nun darf er an Testfahrten teilnehmen: Mercedes-Benz bereitet für das Jahr 1954 den Wiedereinstieg in die Königsklasse des Motorsports vor, die Formel 1. Bei den Testfahrten auf dem Nürburgring mit dem 300 SL Rennsportwagen (W 194) ist Herrmann schon am ersten Tag Zweitschnellster - in einem Feld deutlich erfahrenerer Motorsportler. Am zweiten Tag fährt er die schnellste Runde. Weitere Versuchsfahrten in Monza folgen, und danach steht fest: Der junge Stuttgarter wird neben Juan Manuel Fangio und Karl Kling in die Werksmannschaft aufgenommen. Neubauers Einschätzung damals klingt so: "Herrmann ist unbedingt ein Naturtalent und ein sehr ausdauernder Fahrer."

Beim Großen Preis von Frankreich am 4. Juli 1954 in Reims haben die neuen Silberpfeile Premiere. Fangio und Kling holen einen souveränen Doppelsieg. Herrmann krönt sein gelungenes Renndebüt mit der schnellsten Rundenzeit: 2:32,9 Minuten entsprechen einem Durchschnittstempo von 195,463 km/h.

In der laufenden Saison erringt Hans Herrmann zwei Podiumsplatzierungen bei Grand-Prix-Rennen: Im Großen Preis der Schweiz 1954 und im Avusrennen 1954 kommt er jeweils auf den 3. Platz. Mercedes-Benz setzt das Engagement des jungen Rennfahrers in der Saison 1955 fort, nun zusätzlich zur Formel 1 auch bei internationalen Sportwagenrennen mit dem 300 SLR (W 196 S). Zur Saison 1955 kommt Stirling Moss, nur wenig jünger als Hans Herrmann, ganz neu in die Rennmannschaft. Doch bei einem Trainingsunfall in Monaco im Mai 1955 ereilt Herrmann das Pech: Er wird schwer verletzt und kann in dieser Saison nicht mehr starten.

Nach dem Ende seines Mercedes-Benz Engagements Formel-1- und Sportwagen-Rennen bleibt "Hans im Glück", wie er von Freunden genannt wird, der Marke eng verbunden. Unter anderem nimmt er 1961 mit einem Mercedes-Benz 220 SE (W 111) am Großen Straßenpreis von Argentinien teil, wo er auf dem 2. Platz ins Ziel kommt und damit zusammen mit dem Sieger Walter Schock, ebenfalls auf 220 SE, den Doppelsieg komplett macht.

Ein vielseitiges Motorsport-Talent

Der am 23. Februar 1928 in Stuttgart geborene Hans Herrmann beginnt seine Rennsportkarriere im Jahr 1952 bei der Hessischen Winterfahrt mit einem privaten Porsche 356. Noch im gleichen Jahr erringt der gelernte Konditor bei der Deutschlandfahrt einen Klassensieg. 1953 und 1954 holt Herrmann dann auf Porsche jeweils einen Klassensieg beim legendären 1.000-Meilen-Rennen 'Mille Miglia' in Italien.

Der Stuttgarter erweist sich mit Teilnahmen an Grand-Prix-Rennen der Formel 1 und Formel 2, bei Sportwagenrennen und bei Rallyes als ausgesprochen vielseitiger Motorsportler. Außer auf den Wagen von Mercedes-Benz startet er insbesondere mit Renn- und Sportwagen von Porsche. Dazu kommen Einsätze in den Cockpits von B.R.M.-, Cooper-, Maserati- und Veritas-Rennwagen.

Seine größten Erfolge erzielt Herrmann bei Sportwagen-Langstreckenrennen. Dazu gehören insbesondere seine Gesamtsiege bei der Targa Florio (1960), den 24 Stunden von Daytona (1968) und den 24 Stunden von Le Mans (1970). Für die achtmalige Teilnahme an der Targa Florio wird Hans Herrmann im Oktober 2012 von der Stadt Collesano geehrt. Ehrensache: Zum Festakt fährt der ehemalige Werkspilot in einem Mercedes-Benz 300 SLR Rennsportwagen vor.

Nachdem Herrmann seine Rennsportkarriere 1970 mit dem Le-Mans-Sieg krönt, zieht er sich auf dem Höhepunkt seiner Rennsportkarriere noch im selben Jahr vom aktiven Motorsport zurück. Er widmet sich nun vor allem seinem Handelsunternehmen für Autozubehör. Dem Motorsport ist der Jubilar aber bis heute eng verbunden - auch als Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic.



AvD
14.2.2018

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10. bis 12. August 2018


 

Im Überblick

  • Vierjahresvertrag zwischen Masters Historic Racing und AvD-Oldtimer-Grand-Prix

  • Historische Formel 1, imposante Sportwagen und GTs starten in Deutschland exklusiv beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix vom 10. bis 12. August 2018

  • Porsche bleibt auch 2018 Hauptsponsor

Formel-1-und Sportwagenlegenden exklusiv beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix

Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix verspricht bei seiner 46. Auflage besonders spektakulären und legendären Motorsport. Die Organisatoren des von der FIA ausgezeichneten Klassik-Events, das vom 10. bis 12. August auf dem Nürburgring stattfindet, einigten sich mit der Britischen 'Masters Historic Racing' als Ausrichter wichtiger Championate auf eine exklusive Vierjahrespartnerschaft: Von 2018 bis 2021 sind damit vier exzellente historische Rennserien fest im Programm, die nicht nur Erinnerungen an legendäre Rennen, berühmte Rennfahrer und faszinierende Fahrzeuge wecken. Sie versprechen auch heute noch packenden Motorsport und viel Action auf der Strecke, bei dem hochkarätige historische Formel-1-Boliden, Sportwagen-Prototypen und GTs wieder zum Leben erwachen. Auch über eine weitere wichtige Weichenstellung freuen sich die Ausrichter des AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Mit Porsche bleibt der langjährige Hauptsponsor des Events auch 2018 dem Klassiker-Treffen treu. Die renommierte Stuttgarter Marke erinnert mit dem traditionell umfangreichen Auftritt auf dem Nürburgring im Jahr 2018 an wichtige Jubiläen in der Unternehmens- und Automobilgeschichte. Nach der Einigung mit diesen beiden wichtigen Partnern geht es für den AvD-Oldtimer-Grand-Prix nun in die Detailplanung für die diesjährige Auflage.
Infos über den aktuellen Stand der Dinge, News und natürlich auch alles Wichtige für Teilnehmer gibt es über die Homepage www.avd-ogp.de.

Gleich vier Rennserien werden beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix in den kommenden vier Jahren fest dabei sein - und am Nürburgring ihren einzigen Auftritt in Deutschland absolvieren. Als neues Highlight kommen die »Masters Endurance Legends« an den Ring: Die Sportwagen der Jahrgänge 1995 bis 2012 - der 'Pre-Hybrid-Ära' in der Sportwagen-WM - sind gerade erst aus dem aktiven Dienst entlassen und nun beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix zu sehen. Aufsehenerregende Prototypen und GT-Fahrzeuge aus Langstrecken-WM, Le Mans, ALMS und Co. gehen hier an den Start.


Außerdem bringt die Masters-Historic-Racing-Organisation ihre faszinierenden FIA-Championate exklusiv an den Ring. Die FIA Masters Historic Formula One Championship präsentiert die Grand-Prix-Autos der sagenhaft Cosworth-Ära und sorgt ebenso für volle Tribünen, wie die Gruppe-4-Sportwagen der Jahre 1962 bis 1974 in der FIA Masters Historic Sports Car Championship. Außerdem mit dabei: die 'Gentlemen Drivers' mit einem Starterfeld voller GT-Rennwagen der Jahre bis einschließlich 1965. Mit der vierjährigen Bindung an den AvD-Oldtimer-Grand-Prix unterstreicht das britische Rennserienpaket den exzellenten Ruf und die herausragende Bedeutung des Events auf dem Nürburgring, bei dem Jahr für Jahr rund 500 historische Rennwagen die Motorsportgeschichte von der Vorkriegszeit bis in die jüngste Vergangenheit lebendig werden lassen.


Porsche feiert 2018 zwei wichtige Jubiläen
Auch Hauptsponsor Porsche bleibt dem AvD-Oldtimer-Grand-Prix 2018 treu. Nach der Übereinkunft zur Weiterführung der Partnerschaft dürfen sich die Besucher also auf einen wiederum imposanten Auftritt der Zuffenhausener gefasst machen. Schon traditionell sind im großen Porsche Areal in der Mercedes-Arena faszinierende Straßen- und Rennwagen in der Ausstellung und Motorsport-Stars als Gäste zu erleben. In diesem Jahr steht der Auftritt im Zeichen zweier wichtiger Jubiläen. Das gesamte Unternehmen feiert in diesem Jahr die Erstzulassung des 356 im Jahr 1948 - und damit das 70-jährige Jubiläum seiner Sportwagentradition. Porsche Classic würdigt am Nürburgring außerdem den 30. Geburtstag des 1988 vorgestellten Porsche 964. Die Detailplanungen zum Doppeljubiläum laufen bereits, und dürften den Auftritt der Stuttgarter erneut zu einem der Highlights des Wochenendes machen.



Haribo
8.2.2018

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--- Lance David Arnold ---

Vom 'Goldbär' zur 'Frikadelle'

Lance David Arnold wechselt in der kommenden Saison zum privaten Porsche Frikadelli Racing Team in Barweiler - ganz in der Nähe des Nürburgrings. Dort wird er die Langstreckenmeisterschaft (VLN) und das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bestreiten.

Das HARIBO RACING TEAM sagt Tschüss !

Der schnellste Goldbär der Welt verlässt die Rennstrecke. Das HARIBO RACING TEAM geht in der Saison 2018 nicht mehr an den Start beim 24h-Rennen und der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.

Das HARIBO RACING TEAM gibt seinen Ausstieg aus dem Motorsport bekannt. Nach sieben Jahren wird der Bonner Rennstall in der Saison 2018 nicht mehr an den Start beim legendären 24h-Rennen am Nürburgring gehen und auch keine Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring mehr bestreiten. Noch im vergangenen Jahr war das Team als Mercedes-AMG Performance Team auf den neunten Rang des Kultrennens in der 'grünen Hölle' gefahren und hatte fünf von neun VLN-Läufen absolviert. In der Saison 2016 fuhr das Team mit einem dritten Platz einen besonderen Erfolg beim 24h-Rennen ein.

Fahrer wie Nürburgring-Legende Uwe Alzen, AMG Fahrer Maximilian Götz, Lance David Arnold oder Renger van der Zande haben den Wagen mit dem schnellsten Goldbär der Welt auf der Haube mehrfach mit Bestzeiten über die legendäre Rennstrecke in der Eifel pilotiert - sehr zur Freude der zahlreichen Fans an der Strecke.

"Die HARIBO Unternehmensgruppe hat sich gegen ein weiteres Engagement im Motorsport entschieden", so Marco Alfter, Pressesprecher des HARIBO Racing Teams. "Wir möchten uns von Herzen beim gesamten Team, allen Partnern und unseren treuen Fans bedanken für die harte gemeinsame Arbeit, eine tolle Erfolgsgeschichte und einen unnachahmlichen Teamgeist."



Toyota
22.1.2018

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Das Wichtigste in Kürze

- Vergleichbare Chancen für Renn- und Rallyefahrer verschiedener Serien

- Herausragende Ergebnisse wie 24-Stunden-Klassensieg besonders belohnt

- Gesamtsieger erhält am Jahresende Preisgeld und neues Auto

Toyota GAZOO Racing startet in Europa

Toyota heizt den Wettbewerb im Motorsport mit einem neuen Pokal weiter an: Der japanische Automobilhersteller lobt in diesem erstmals die Toyota GAZOO Racing Trophy aus. Die Auszeichnung würdigt den besten Fahrer eines Toyota GT86 - über alle europäischen Rennserien hinweg.

Der Toyota GT86 ist im Motorsport zu Hause: Ob Rallyepiste, Langstrecke oder Rundkurs, das Sportcoupé macht in allen Serien eine gute Figur. Die Toyota Motorsport GmbH (TMG) hat mit dem CS-V3 und dem CS-Cup Rennwagen sowie dem CS-R3 Rallyewagen verschiedene Kundenfahrzeuge entwickelt, um die unterschiedlichen Anforderungen zu erfüllen.

All diesen Modellen steht der neue Wettbewerb offen: Für maximale Flexibilität können Autos in einer oder mehreren Serien in Europa angemeldet werden. Die Punktevergabe erfolgt auf Basis der persönlichen Ergebnisse, der Größe des Teilnehmerfelds und der Bedeutung des Wettbewerbs. Voraussetzung für eine Wertung sind mindestens fünf Rennteilnahmen mit dem Toyota GT86 bis zum 30. November 2018. Werden mehr als zehn Rennen bestritten, fließen nur die zehn besten Resultate in die Gesamtwertung ein.

Der beste Fahrer erhält ein Preisgeld von 35.000 Euro sowie einen neuen Toyota C-HR. An den Zweitplatzierten gehen 25.000 Euro, der Dritte bekommt 20.000 Euro. Alle Sieger werden am Jahresende in einer feierlichen Zeremonie gekürt.

"Die Toyota GAZOO Racing Trophy ist ein spannendes Projekt, das eine große Anzahl von Wettbewerbern aus verschiedenen Disziplinen im Kampf um den Titel zusammenbringt", erklärt Emanuele Battisti, Projektleiter Kundenmotorsport bei TMG. "Die Trophäe bringt unseren GT86 Kunden einen Mehrwert und spiegelt die Werte von Toyota GAZOO Racing wider. Die Kombination von Renn- und Rallyeautos im selben Wettbewerb ist ein sehr interessanter Aspekt und wir glauben, dass dies sowohl Teilnehmer als auch Fans begeistern wird."

Eigene technische Regeln für die Toyota GAZOO Racing Trophy gibt es nicht, eine Einschreibegebühr wird nicht erhoben. Um Renn- und Rallyefahrern die gleichen Chancen zu bieten und besonders anspruchsvolle Events entsprechend zu würdigen, hat Toyota ein passendes Punktesystem entwickelt. Pro Teilnahme sind maximal 75 Punkte möglich - beispielsweise für einen Klassensieg unter fünf oder mehr Fahrzeugen bei einem 24-Stunden-Rennen oder für eine Rallye über 200 Kilometer. Die genauen Details zum Punktesystem und zur Preisstruktur finden sich online unter www.RacingByTMG.com.

Details

Mit den GT86 Rundstreckenfahrzeugen können Trophy-Punkte in jeder beliebigen Meisterschaft in Europa errungen werden, in der die Autos den jeweiligen technischen Reglements entsprechen. Nach fünf Jahren TMG GT86 Cup im Rahmen der VLN geht TMG weiterhin davon aus, dass auch 2018 viele Fahrzeuge bei der VLN, RCN und dem ADAC Zürich 24-Stunden-Rennen am Nürburgring an den Start gehen werden. Ebenso werden Trophy-Teilnehmer bei Rennserien wie der 24H Serie powered by Hankook (Creventic), dem DMV GTC und der NES 500 erwartet.

Rallyefahrer können ebenfalls an jeder in Europa stattfindenden Veranstaltung teilnehmen. Die für die Trophy zu erzielende Punktzahl richtet sich hierbei danach, wo der Teilnehmer im Vergleich zu anderen R2 und R3 homologierten Autos in der Wertung abschließt, was sicherstellt, dass den TMG-Kunden innerhalb der diversen Rallye-Starterfelder Flexibilität gewährleistet wird. Von der Erfahrung der Vorjahre ausgehend, erwartet TMG in dieser Saison die GT86 CS-R3 am Start der Tour European Rally Series, der Deutschen Rallyemeisterschaft und der FIA Rallye Europameisterschaft.

In beiden Disziplinen, Rundstrecke wie Rallye, wird die Dauer, bzw. die Distanz der Veranstaltungen und die Zahl der Teilnehmer einen Einfluss auf den Umfang der jeweils zu vergebenden Punktzahl haben. Die maximal zu erzielende Punktzahl pro Veranstaltung liegt - bei einer Teilnehmerzahl von mindestens fünf Fahrzeugen in der selben Wertungsklasse bei einem 24-Stunden-Rennen oder einer mindestens 200 Kilometer-WP-langen Rallye - bei 75 Zählern. Näheres zum Punktesystem sowie zum Preisgeld kann unter www.RacingByTMG.com eingesehen werden.

Der GT86 CS-Cup ist in rennfertiger Ausführung für 48.900 € (58.191 € inkl. 19% MwSt.) erhältlich, das GT86 CS-R3 Rallye-Auto wird in einem Bausatz zum Preis von 84.000 € (99.960 € inkl. 19% MwSt.) angeboten (inkl. Rohbau, Motor und allen erforderlichen mechanischen Teilen).



Toyota
17.1.2018

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Das Wichtigste in Kürze

- Nächste Generation eines Supersportwagens mit WEC-Hybridtechnik

- Kraftvolle Leistungsentfaltung trifft auf hohe Effizienz

- Motorsporterfahrungen fließen in Serienproduktion ein

Toyota GAZOO Racing auf dem Tokyo Auto Salon

Weltpremiere für GR Super Sport Concept

Toyota GAZOO Racing gab auf dem diesjährigen Tokyo Auto Salon (bis 14. Januar) einen Ausblick auf die nächste Generation eines Supersportwagens: Das dynamische GR Super Sport Concept bringt Motorsport auf die Straße - inklusive der erfolgserprobten Hybridtechnik aus der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC).

Rennsportaktivitäten tragen bei Toyota sukzessive zum Unternehmensziel bei, immer bessere Autos zu bauen. Die auf der Rennstrecke und der Rallyepiste gewonnenen Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung von Serienfahrzeugen ein. Die fortwährende WEC-Teilnahme hilft beispielsweise bei der Verbesserung des Hybridantriebs, Spritspartechnologien kommen bereits den regulären Straßenfahrzeugen zugute.

Das nun enthüllte GR (GAZOO Racing) Super Sport Concept geht noch einen Schritt weiter: Das Konzeptfahrzeug besteht weitgehend aus den gleichen Teilen wie der Langstrecken-Rennwagen TS050 Hybrid. Neben der betont aerodynamischen Form sind auch der V6-Twinturbo-Motor und das Toyota Hybrid System-Racing (THS-R) an Bord. Mit diesem Antriebssystem vereint der Supersportwagen der nächsten Generation maximale Leistung und hohe Effizienz. Die Systemleistung beträgt 735 kW/1000 PS.

"Anstatt Serienfahrzeuge in Sportwagen zu verwandeln, wollen wir herausfinden, wie das durch Rennen und Rallyes entwickelte Know-how in Serienfahrzeuge einfließen kann. Dies ist der Ausgangspunkt für die für uns völlig neue Herausforderung, Sportwagen aus aktiven Rennwagen zu entwickeln", erklärt Shigeki Tomoyama, Präsident der GAZOO Racing Company. "Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis alle die Möglichkeit haben, sich ans Steuer zu setzen. Dennoch hoffe ich, dass das GR Super Sport Concept einen Vorgeschmack darauf gibt, was wir mit unseren Sportwagen der nächsten Generation erreichen wollen."



Porsche
16.1.2018

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Dan Gurney

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Dan Gurney

Porsche trauert um Dan Gurney

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG trauert um Daniel Sexton Gurney. Der Rennfahrer und Formel-1-Pilot ist am 14. Januar 2018 im Alter von 86 Jahren verstorben. Porsche verdankt Gurney seinen einzigen Erfolg als Fahrzeughersteller in der Formel-1-Weltmeisterschaft: 1962 gewinnt er den 'Grand Prix von Frankreich' in Rouen auf einem Porsche 804 mit Achtzylindermotor. Bereits eine Woche darauf triumphiert Gurney auf der Solitude-Rennstrecke bei Stuttgart mit einem Start-Ziel-Sieg, sodass der luftgekühlte Porsche Typ 804 vor heimischen Publikum mit Teamkollege Joakim Bonnier auf Rang 2 einen Doppelsieg erzielt.

Seine Karriere beginnt Gurney mit dem Kauf eines Porsche 356 1500 Speedster, mit dem er beim 'Torry Pines Trophy Rennen' auf Anhieb Dritter seiner Klasse wurde. Mit dem Porsche 356 1600 Super nimmt er anschließend zwei Jahre lang an allen Sportwagenrennen Kaliforniens teil und gewinnt zahlreiche Klassensiege. Die Jahre 1961 und 1962 sind geprägt von Fahreinsätzen beim schwäbischen Sportwagenhersteller: "Erst bei Porsche habe ich richtig fahren gelernt - weil sie mir Autos gegeben haben, die nicht ständig kaputtgingen und ich schneller Kilometer sammeln konnte als je zuvor", blickte Gurney einst zurück.

Gurney gilt als Allround-Talent im Motorsport: Der Amerikaner feierte in seiner Karriere zahlreiche Erfolge und war der erste Pilot, der Rennen in der Formel 1, der NASCAR-Serie, der IndyCar-Serie und bei den Sportwagen gewann - darunter mit seinem eigenen Rennstall. Mit seiner Erfindung der »Gurney Flap« verbesserte er die aerodynamische Effizienz, indem er dem Heckflügel eine Abrisskante hinzugefügte. Zudem führte er die heute weltweit gelebte Tradition der Champagner-Spritzerei auf dem Siegerpodest ein.

In den 1960er Jahren findet er bei Porsche auch privat sein Glück auf Lebenszeit: Er heiratet seine Frau Evi, die frühere deutsche Motorsportjournalistin und Sekretärin des Porsche-Rennleiters Huschke von Hanstein.



Bentley
26.12.2017

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Die Fahrer
  • Bentley Motorsport verpflichtet Jules Gounon für die Saison 2018
  • Der 22-jährige Franzose fährt an der Seite von Guy Smith und Steven Kane
  • Die 2017 Meisterschafts- teilnehmer Soulet, Soucek und Abril treten weiterhin gemeinsam an

Bentley Motorsport gibt bekannt, dass das Unternehmen fünf seiner sechs Werksfahrer für die Saison 2018 behalten hat. Der 24-Stunden-Sieger von Spa, Jules Gounon (FR), ergänzt die langjährigen Bentley Boys Guy Smith (GB), Steven Kane (GB), Andy Soucek (ES), Maxime Soulet (BE) und Vince Abril (MC).
Die sechs Piloten bestreiten den Blancpain GT Series Endurance Cup für die fünfte Saison von Bentley mit zwei brandneuen Bentley Team M-Sport Continental GT3 der zweiten Generation und absolvieren erstmals die gesamte Intercontinental GT Challenge.

Der Saisonstart 2018 beginnt mit den Bathurst 12 Stunden und wird aus Homologationsgründen im aktuellen Continental GT3 abgeschlossen.
Der brandneue Continental GT3 wird in Monza zum Auftakt der Blancpain GT-Serie debütieren und die Rennen der Intercontinental GT Challenge in Spa-Francorchamps, Laguna Seca und Suzuka absolvieren.

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Bentley Motorsport kündigt den neuen 2018 Continental GT3 an

  • Neuer Continental GT3-Rennwagen auf Basis des brandneuen Continental GT-Rennwagens
  • Bentley Motorsport strebt Titelgewinn im Blancpain GT Series Endurance Cup an
  • Neuer Einstieg in die Intercontinental GT Challenge
  • Komplett neues GT3-Auto startet umfassendes Entwicklungsprogramm
  • Auslieferung an Kunden ab Juni 2018

Bentley Continental GT3, Modell 2018

Bentley Motorsport stellt heute einen brandneuen Continental GT3-Rennwagen vor, der derzeit für die Motorsport-Saison 2018 entwickelt wird.

Der Continental GT3 der zweiten Generation ist der neueste Rennwagen in einer gefeierten Bentley-Motorsport-Linie, zu der auch die Sieger von 4.5 Liter, Speed Six und Speed 8 Le Mans gehören. Der Continental GT3 der ersten Generation hat sich als Meisterschaftssieger im Langstreckenrennsport erwiesen und hat bisher 120 Podestplätze und 45 Siege bei 528 Rennen auf der ganzen Welt erzielt.

Der neue Continental GT3
Die Entwicklung des neuen Fahrzeugs wurde von den Ingenieuren des hauseigenen Teams von Bentley Motorsport mit Sitz in Crewe sowie von Designern und Technikern des Bentley-Motorsport-Technikpartners M-Sport geleitet.

Der neue Continental GT3 wurde aus dem brandneuen Continental GT Straßenauto entwickelt und basiert auf seiner überwiegend aus Aluminium gefertigten Struktur, um ein renntaugliches Gewicht von deutlich weniger als 1300 kg zu erreichen und eine optimale Gewichtsverteilung für den Rennsport zu erreichen.

Der Motor ist eine Neuentwicklung des renommierten und rennerprobten 4,0-Liter-Bentley-Twin-Turbo-V8 mit einem komplett überarbeiteten Trockensumpfsystem und komplett neuen Ansaug- und Abgassystemen. Die uneingeschränkte Leistung liegt bei über 550 PS.

Bentley Motorsport 2018
Bentley Motorsport kündigt auch seine Pläne für die Saison 2018 an, nachdem sich 2017 als die erfolgreichste Saison für das Team erwiesen hat und den Blancpain GT Series Endurance Cup gewonnen hat. Bentley Motorsport wird auch im nächsten Jahr im Blancpain GT Series Endurance Cup wieder ein Paar neuer Continental GT3-Rennfahrer in ganz Europa an den Start bringen und bei der Intercontinental GT Challenge mit vier Runden um die Welt fahren.
Der neue Continental GT3 wird sein Renndebüt beim Eröffnungsrennen des Blancpain GT Series Endurance Cup 2018 in Monza geben. Aktualisierungen aus dem Entwicklungsprogramm des neuen Rennfahrers und die Bestätigung der Fahrerbesetzung 2018 werden zu gegebener Zeit von Bentley Motorsport herausgegeben.



Aston Martin
24.11.2017

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2018 Aston Martin Racing Vantage GTE


Der neue Vantage GTE

Aston Martin Racing stellt den 2018 Vantage GTE vor

Einige technische Daten:
Motor: Mercedes-AMG 4,0-Liter-V8-Turbomotor
Bremsen: Alcon
Fahrwerk: Öhlins
Reifen: Michelin

Fahrer: Nicki Thiim, Marco Sørensen und Alex Lynn



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