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Porsche
17.5.2018

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911-991 GT3 R, 2019

 


911-991 GT3 R, 2019

 


911-991 GT3 R, 2019

 

Fahrzeugpreis

459.000 Euro zzgl. länderspezifischer MwSt.

Stark, schnell, spektakulär: Der neue 911 GT3 R

Auf Basis des im März vorgestellten Seriensportwagens 911 GT3 RS hat Porsche einen neuen Kundensport-Rennwagen für die weltweiten GT3-Serien ab 2019 konstruiert: Den 911 GT3 R. Besonderes Augenmerk bei der Entwicklung des nunmehr bis zu 404 KW (550 PS)* starken Renn-Elfers lag auf einer besonders effizienten Aerodynamik einer besseren Fahrbarkeit, nochmals optimierter Sicherheit sowie einer Reduzierung der Service- und Ersatzteilkosten.
* = Je nach Restriktor / BoP-Einstufung ist die Motorleistung niedriger.

911R

Die Leichtbaukarosserie des 911 GT3 RS Seriensportwagens in intelligenter Aluminium-Stahl-Hybridbauweise erwies sich bei der Konstruktion als optimale Basis für das seriennahe Rennauto. Das Dach, Frontdeckel und Bugteil, Kotflügel, Türen, Seiten- und Heckteil sowie der Heckdeckel und die Interieurverkleidungen sind aus besonders leichtem Kohlefaser-Verbundwerkstoff (CFK) gefertigt. Alle Scheiben bestehen aus Polycarbonat.

Angetrieben wird der neue 911 GT3 R von einem hochmodernen Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor, der weitgehend identisch mit dem Hochleistungs-Serienaggregat des straßenzugelassenen 911 GT3 RS ist. Für einen besonders effizienten Umgang mit dem Kraftstoff sorgen die Benzindirekteinspritzung, die mit Drücken bis zu 200 bar arbeitet, sowie eine variable Verstellung der Ein- und Auslassnockenwelle. Gleichzeitig bietet der Saugmotor eine gegenüber dem Vorgängeraggregat deutlich verbesserte Leistungsentfaltung und ein breiter nutzbares Drehzahlband. Das Ansprechen des Motors lässt sich durch die 6-fach Einzeldrosselklappenanlage präziser dosieren. Die Kraft des Heckmotors wird mittels eines sequenziellen Porsche-Sechsgang-Klauengetriebes mit elektrischer Schaltwalzenaktuatorik für besonders schnelle und präzise Schaltwechsel an die 310 Millimeter breiten Hinterräder übertragen. Wie bei den GT-Straßenmodellen betätigt der Fahrer zum Schalten der Gänge griffgünstig platzierte Wippen am Lenkrad. Die Kupplung wird elektrohydraulisch gesteuert, was den Entfall des Kupplungspedals und vereinfachte Starts ermöglicht. Die 911-typische Gewichtsverteilung sorgt für ein hervorragendes Traktions- und Bremsverhalten.

Auch bei der spektakulären Aerodynamik folgt der 911 GT3 R dem Vorbild des Straßenfahrzeugs. Die markanten Radhausentlüftungen auf den vorderen Kotflügeln erhöhen den Abtrieb an der Vorderachse. Der 1900 Millimeter breite und 400 Millimeter tiefe Heckflügel sorgt für aerodynamische Balance. Der Reifenumfang an der Vorderachse wurde von 650 auf 680 Millimeter vergrößert. In Kombination mit der neuen Porsche Doppelquerlenkerachse wird so eine bessere Bremsperformance und Konstanz über den Rennverlauf erreicht.

Das Bremssystem des 911 GT3 R wurde weiter optimiert und bietet nun eine noch bessere Steifigkeit und eine präzisere Regelung des Antiblockiersystems. An der Vorderachse sorgen Sechskolben-Aluminium-Monobloc-Rennbremssättel in Kombination mit innenbelüfteten, geschlitzten Stahlbremsscheiben mit 390 Millimeter Durchmesser für hervorragende Verzögerungswerte. An der Hinterachse sind Vierkolben-Sättel und Scheiben mit 370 Millimeter Durchmesser verbaut.

Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt lag auf der Sicherheitsausstattung des GT3 R. Der 120-Liter-FT3 Sicherheitstank mit geändertem Tankkonzept ermöglicht nun einen streckenindividuellen Umbau von Links- zur Rechtsbetankung zur Verbesserung der Boxenstopp-Performance. Die Türen sowie die Seitenscheiben sind abnehmbar. Der neue Rennschalensitz bietet den Piloten im Falle eines Aufpralls noch besseren Schutz. Der Sitz ist nun sechsfach fest verschraubt. In Kombination mit der verstellbaren Pedaleriebox gewährleistet er eine optimale Schwerpunktlage des Fahrers und erhöht zudem die Sicherheit bei einem Aufprall. Zusätzlich wird der Fahrer durch ein Seitenaufprallelement im Bereich der Fahrertür geschützt, das aus einer Kohlefaser-Kevlar-Aluminium-Konstruktion mit energieabsorbierendem Kunststoffschaum besteht.

Das Cockpit wurde neu gestaltet. Alle Bedienelemente sind optimal auf den Fahrer ausgerichtet. Erstmals verfügt der 911 GT3 R nun über eine Klimaanlage. Diese sorgt für eine optimale Innenraumkühlung und ermöglicht durch die direkte Anbindung an Sitz und Fahrerhelm eine besonders effiziente Kühlung des Fahrers um dessen Konzentration und Leistungsfähigkeit über das Rennen konstant zu halten.

Der neue Porsche 911 GT3 R kann ab sofort zu einem Preis von 459.000 Euro zuzüglich länderspezifischer Mehrwertsteuer bestellt werden und wird ab Dezember 2018 ausgeliefert. Alle technischen Angaben und Daten sind bis zur finalen Abnahme durch die FIA vorläufig.

Technische Daten Porsche 911 GT3 R (Typ 991, Gen 2)
    Konzept
  • Einsitziges Kunden-Rennfahrzeug auf Basis des Porsche 911 GT3 RS
    Motor
  • Wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor in Hecklage
  • 4.000 cm3; Hub 81,5 mm; Bohrung 102 mm
  • Leistung: über 404 kW (550 PS) ohne Restriktoren, tatsächliche Leistung FIA BoP abhängig (Restriktor)
  • Einmassenschwungrad
  • Vierventil-Technik
  • Kraftstoff-Direkteinspritzung
  • Kraftstoffqualität: Superplus bleifrei, bis E20 (mindestens 98 Oktan)
  • Trockensumpfschmierung
  • Elektronisches Motormanagement BOSCH MS 6.4 mit integrierter Datenaufzeichnung (Grundspeicher 1 GB, max. 100 analoge Kanäle)
  • Rennabgasanlage (Rennkatalysator und Vorschalldämpfer länderspezifisch erhältlich)
  • Sechs elektronisch betätigte Drosselklappen
    Kraftübertragung
  • Sequenzielles Porsche Sechsgang-Klauengetriebe
  • Mechanisches Sperrdifferential mit externer Pre-Load-Verstellung
  • Rennsportkupplung
  • Paddle-Shift mit elektronischer Schaltwalzenaktuatorik
    Karosserie
  • Leichtbaukarosserie in intelligenter Aluminium-Stahl-Verbundbauweise
  • Eingeschweißter Überrollkäfig gemäß FIA-Vorschriften
  • Abnehmbare Rettungsluke im Dach nach neusten FIA-Vorschriften
  • Aufnahme Bergebalkensystem
  • Exterieur in Leichtbauweise:
  • CFK Türen mit Motorsport-Spiegeln
  • CFK Heckdeckel mit Schnellverschlüssen
  • CFK Heckflügel verstellbar
  • CFK Kotflügel mit Verbreiterungen und Radhausentlüftung vorne
  • CFK Bugverkleidung mit Kühlluftführung
  • Polycarbonat Verglasung
  • Abnehmbare Polycarbonat-Türscheiben
  • Modifiziertes 911 Cockpit:
  • CFK Interieurverkleidungen
  • Ergonomisch zum Fahrer ausgerichtete Mittelkonsole mit digitalem Multi-Touch-Panel
  • Multifunktions-Motorsportlenkrad mit Schnelltrennkupplung und Schaltwippen
  • Rennschalensitz gemäß FIA Standard 8862/2009:
  • Sechsfachanbindung fest verschraubt
  • Integrierte Klimaanbindung
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • Ca. 120-Liter-FT3-Sicherheitstank mit "Fuel-Cut-Off" Sicherheitsventil gemäß FIA Vorschriften und wechselbarer Links- und Rechtsbetankung
  • Vier-Stempel-Luftheberanlage
    Fahrwerk
    Vorderachse
  • Doppelquerlenker-Vorderachse
  • Geschmiedeter Aluminium-Lenker
  • Steifigkeitsoptimiert
  • Hochleistungsgelenklager
  • Radnaben mit Zentralverschluss
  • Rennsport-Schwingungsdämpfer, 4-fach verstellbar
  • Beidseitig verstellbarer Schwertstabilisator
  • Servolenkung mit elektrohydraulischer Druckversorgung
  • Vermessungsfreie Setupänderung über Zielwertscheiben
  • Hinterachse
  • Mehrlenker-Hinterachse
  • Gefräste Aluminiumlenker, steifigkeitsoptimiert mit Hochleistungsgelenklager
  • Radnaben mit Zentralverschluss
  • Rennsport-Schwingungsdämpfer, 4-fach verstellbar
  • Gefräste Aluminium-Stützlager
  • Beidseitig verstellbarer Schwertstabilisator
  • Vermessungsfreie Setupänderung über Zielwertscheiben
    Bremssystem
  • Zwei getrennte Bremskreise für Vorder- und Hinterachse; vom Fahrer regulierbar über ein Waagebalkensystem
  • Vorderachse
  • Sechskolben-Aluminium-Monobloc-Rennbremssättel
  • Stahlbremsscheiben, mehrteilig, innenbelüftet, D = 390 mm
  • Rennbremsbeläge
  • Doppelflutige Bremsluftführung
  • Hinterachse
  • Vierkolben-Aluminium-Monobloc-Rennbremssättel
  • Stahlbremsscheiben, mehrteilig; innenbelüftet, D = 370 mm
  • Rennbremsbeläge
  • Doppelflutige Bremsluftführung
    Felgen/Bereifung
    Vorderachse
  • Einteilige BBS Leichtmetallräder nach Porsche Spezifikation, 12,5 J x 18
  • Michelin Transportbereifung; Reifendimension: 300/680-18
  • Hinterachse
  • Einteilige BBS Leichtmetallräder nach Porsche Spezifikation, 13J x 18
  • Michelin Transportbereifung; Reifendimension: 310/710-18
    Elektrik
  • COSWORTH Farb-Display CDU
  • COSWORTH Logger CLU (6GB Speicher)
  • COSWORTH Bordnetzsteuergerät IPS48 MK2
  • Porsche Motorsport Traktionskontrolle PMTC
  • Feuerlöschanlage (Medium: Gas)
  • Batterie 12 V, 60 Ah (LiFePo Ionen), auslaufsicher im Beifahrerfußraum
  • Multifunktionales CFK-Motorsportlenkrad mit Schnelltrennkupplung
  • Digitales Multi-Touch-Panel
  • Eingeregelter BOSCH LIN 175A Generator
  • BOSCH Renn-ABS, Generation 5
  • Einarmscheibenwischer mit Direktantrieb
  • Optionale BOSCH CAS Integration (Race Ready)
  • LED-Hauptscheinwerfer
  • Rückleuchten und Regenlicht in LED-Technik
    Optionen (Verbau ab Werk)
  • IMSA Paket
  • Strebe Windschutzscheibe
  • Strebe Heckscheibe
  • Sensorpaket
  • FIA Langstreckenpaket
  • 2 LED-Zusatzscheinwerfer im Bugteil
  • Kupplungslüfter
  • Telemetrie GSM Low-Band (R+)
  • Rennkatalysator (reglementsbedingt)
  • Beheizbare Frontscheibe
    After Sales Optionen
  • Option 1: Kanalerweiterung zur detaillierteren Motordatenaufzeichnung, schnellste Aufzeichnungsrate 1.000 Hz
  • Option 2: Datenkopie vom internen Speicher der Motordatenaufzeichnung auf einen externen USB-Stick
    Weitere Optionen
  • Vorschalldämpfer
  • Reifendruckkontrollsystem (RDK)
  • Cockpitbeleuchtung
  • Startnummernbeleuchtung
  • 2 LED-Zusatzscheinwerfer
    Gewicht/Maße
  • Gesamtgewicht: TBD (BoP abhängig)
  • Gesamtlänge: 4.629 mm
  • Gesamtbreite VA: 1.975 mm
  • Gesamtbreite HA: 2.002 mm
  • Radstand: 2.459 mm
    Farbe
  • Rohbau lackiert mit Lack auf Wasserbasis: weiß C9A
  • Interieur: Füllerfarbe in weiß mit Klarlack
  • Anbauteile in Sichtcarbon (Bugteil, Heckteil, Frontdeckel, Heckdeckel, Türen, Kotflügel, Heckspoiler)
    Fahrzeugpreis
  • 459.000 Euro zzgl. länderspezifischer MwSt.


DSK
26.4.2018

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Zum 90. Geburtstag: Graf Berghe von Trips ist unvergessen

Wolfgang Graf Berghe von Trips wäre am 4. Mai 90 Jahre alt geworden. Der 1928 in Köln geborene legendäre Rennfahrer war auch abseits der Strecke ein engagierter Motorsportler und gehörte im Jahr 1958 zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Sportfahrer Kreises. Europas größter Verein für Motorsportler, der heute seinerseits 60 Jahre besteht und rundes Jubiläum feiert, verleiht bis heute die 'Graf Berghe von Trips-Medaille' als höchste Auszeichnung für seine Mitglieder.

"Wolfgang Graf Berghe von Trips hat eine rasante Karriere hingelegt, die leider viel zu früh endete", sagt DSK-Präsident Dr. Karl-Friedrich Ziegahn. "Der Motorsport war für ihn eine Herzensangelegenheit und von seinem Engagement in der Nachwuchsförderung oder rund um das Thema Sicherheit profitieren wir noch heute. Im Gegensatz zu vielen anderen Rennfahrer hat er immer den Blick über den Tellerrand gewagt und verschiedene Aspekte einfach weitergedacht. Seine Tugenden haben den DSK in den Anfangsjahren geprägt und sind noch heute Grundlage für unser Handeln und Tun."

von Trips

Seine ersten Rennerfahrungen machte der auf der väterlichen Wasserburg Hemmersbach in Horrem aufgewachsene Graf 1950 mit einer 500er BMW bei Gelände- und Geschicklichkeitsfahrten. Zwei Jahre später gewann er die Goldmedaille bei der Siebengebirgsfahrt. Da die Eltern ihren Sohn lieber als Nachfolger bei der Bewirtschaftung des Familienbetriebes gesehen hätten, fuhr er ab 1954 unter dem Pseudonym Axel Linther Rennen und stieg zeitgleich auf vier Räder um. Der Durchbruch gelang ihm zusammen mit dem Wolfsburger Ingenieur Walter Hampel als Sieger der 1300er-GT-Klasse mit einem altersschwachen Porsche bei der Mille Miglia. Im gleichen Jahr wurde Graf Trips mit einem Porsche 1600 deutscher Meister in der Klasse der GT- und Seriensportwagen.

Am 10. September 1956 wurde er als erster deutscher Rennfahrer in den Ferrari-Rennstall aufgenommen. Neben Formel-1-WM-Läufen bestritt Graf Trips in den folgenden Jahren für das Cavallino Rampante zahlreiche GT-, Sportwagen- und Langstreckenrennen. Er kam auch auf Porsche, Cooper, Lotus und Stanguellini zum Einsatz. Trips war zudem immer in der Nachwuchsförderung aktiv. Er leitete Sportfahrer-Lehrgänge und äußerte sich zu Fragen der Verkehrssicherheit. In seinem Todesjahr feierte er die wichtigsten Erfolge seiner Karriere. Graf Trips siegte in Zandvoort beim Grand Prix von Holland vor seinem Teamgefährten Phil Hill. Im englischen Aintree gewann er bei Regen mit rund 45 Sekunden Vorsprung seinen zweiten Grand Prix vor Hill. Nach seinem zweiten Platz hinter Stirling Moss beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring trennte den Deutschen nur noch ein Punkt vom Weltmeistertitel.

Beim Großen Preis von Italien kam es am 10. September 1961 zur Tragödie. In der zweiten Runde kollidierten beim Anbremsen auf die berüchtigte Parabolica die Fahrzeuge von Jim Clark und Graf Trips. Dessen Ferrari schoss nach links und wurde vom Zaun zurück katapultiert. Er überschlug sich mehrfach und schleuderte den Fahrer heraus. Graf Trips war sofort tot. Mit ihm starben 15 Zuschauer. Das Rennen in Monza gewann Hill, der dadurch auch Weltmeister wurde.

Ab Samstag, 5. Mai, können Besucher des Motorsport-Erlebnismuseums 'ring°werk' am Nürburgring aus diesem Anlass eine neue Dauerausstellung erleben: Unter dem Titel "Graf Berghe von Trips - Ritter, Reiter, Rennfahrer" gewährt der Nürburgring private Einblicke in das Leben des Grafen und zeigt zahlreiche persönliche Gegenstände, Plaketten, Pokale und Fotos des ehemaligen Formel-1-Fahrers und Ferrari-Piloten. Besonderes Highlight zur Eröffnung: Zwei weltweit einzigartige und mit Originalteilen nachgebaute Ferrari 156 'Sharknose'-Modelle, mit denen von Trips in der Formel 1 gefahren ist, sind einen Monat lang im Rahmen der neuen Ausstellung im ring°werk zu bewundern.



Porsche
9.4.2018

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Technische Daten (PDF)

Porsche Hybrid-Rennwagen schneller als die Formel 1

Streckenrekord mit dem Porsche 919 Hybrid Evo in Spa-Francorchamps (BE)

Am heutigen Montag, dem 9. April 2018, stellte Porsche mit einer Evo-Version des Le-Mans-Siegerautos 919 Hybrid einen neuen Streckenrekord in Spa-Francorchamps auf. Porsche-Werksfahrer Neel Jani gelang auf dem 7,004 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs in den belgischen Ardennen eine Runde in 1.41,770 Minuten. Damit unterbot der 34-jährige Schweizer die bisherige Bestmarke von Lewis Hamilton (GB) im Mercedes F1 W07 Hybrid um 0,783 Sekunden. Hamiltons Runde datiert auf den 26. August 2017. Sie dauerte 1.42,553 Minuten und sicherte ihm im vergangenen Jahr die Poleposition zum Großen Preis von Belgien. Jani erzielte auf seiner Rekordrunde, die um 10:23 Uhr startete, einen Topspeed von 359 km/h und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 245,61 km/h. Die Lufttemperatur betrug elf Grad Celsius, die Streckentemperatur 13 Grad Celsius.

Fritz Enzinger, Leiter LMP1: "Das war eine absolut fantastische Runde - eine herausragende fahrerische Leistung von Neel und das Ergebnis großartiger Ingenieursarbeit. Der heutige Streckenrekord beweist eindrucksvoll die ultimative Performance des innovativsten Rennwagens seiner Zeit."

Teamchef Andreas Seidl: "Das ist ein hart erarbeiteter weiterer Erfolg der LMP-Mannschaft und ein stolzer Tag für die Ingenieure. Dazu kann man Neel und dem gesamten Team nur gratulieren. Es haben alle sechs 2017er LMP1-Fahrer an diesem Projekt mitgewirkt. Wir wollten aufzeigen, was der Porsche 919 Hybrid kann, wenn wir die vom Reglement der Langstrecken-Weltmeisterschaft vorgegebenen Restriktionen lockern."

Porsche gewann mit dem 919 Hybrid von 2015 bis 2017 dreimal hintereinander das 24-Stunden-Rennen in Le Mans sowie die Weltmeistertitel für Hersteller und Fahrer in der FIA World Endurance Championship (WEC).

Neel Jani: "Der 919 Evo ist brutal beeindruckend. Er ist definitiv das schnellste Auto, das ich je gefahren bin. Das Grip-Niveau ist für mich eine völlig neue Dimension, das konnte ich mir vorher so nicht vorstellen. Die Abläufe auf einer einzelnen Runde mit dem 919 Evo sind derartig schnell, dass der Anspruch an die Reaktionsschnelligkeit noch einmal ein ganz anderer ist als ich ihn aus der WEC kenne. Wir sind nicht nur schneller als die F1-Polepostion von 2017. Die Runde war zwölf Sekunden schneller als unsere WEC-Pole aus dem vergangen Jahr! Es waren drei sehr intensive Tage in Spa. Heute wusste ich gleich auf der ersten Runde am Morgen, dass das Auto super liegt. Die Renningenieure haben bei der Abstimmung tolle Arbeit geleistet, und der Reifen von Michelin ist eine Sensation. Vielen Dank an Porsche für diese Erfahrung."

Ohne Fesseln auf Rekordfahrt

Das technische Reglement der FIA für die WEC und den Klassiker in Le Mans sorgte erfolgreich für ein ausgewogenes Kräfteverhältnis zwischen den konzeptionell sehr unterschiedlichen und hybridisierten Klasse-1-Le-Mans-Prototypen von Audi, Porsche und Toyota. Zwangsläufig blieb dadurch jedoch die Frage unbeantwortet, wozu der Porsche 919 Hybrid ohne die strengen Limitierungen imstande wäre.

Stephen Mitas, Leitender Renningenieur LMP1, hat das Evo-Projekt betreut. "Für uns wurde eine Art Ingenieurstraum wahr", gibt der Australier zu. "Nachdem wir das Auto vier Jahre lang entwickelt, verbessert und eingesetzt haben, besteht eine sehr enge Beziehung zu diesem Rennwagen. Wir wussten immer: Egal, wie erfolgreich der 919 Hybrid war - seine ganzen Fähigkeiten konnte er niemals ganz zeigen. Tatsächlich erschließt selbst die Evo-Version nicht das volle technische Potenzial. Diesmal waren wir nicht durch ein Reglement limitiert, aber durch Ressourcen. Es ist sehr befriedigend, dass die umgesetzten Modifikationen ausreichten, um den Formel-1-Rekord zu knacken."

Basis für die Vorbereitung des Rekordwagens war der siegreiche 2017er Rennwagen. Hinzu kamen Entwicklungen, die bereits für die WEC 2018 stattgefunden hatten, aber nach dem Ausstieg aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft Ende 2017 brachlagen sowie spezifische aerodynamische Modifikationen.

Für den »Porsche 919 Hybrid Evo« blieb die komplette Hardware des Antriebsstrangs unangetastet. Der 919 wird angetrieben von einem kompakten Zweiliter-V4-Turbobenziner in Kombination mit zwei verschiedenen Energierückgewinnungssystemen - Bremsenergie von der Vorderachse und Abgasenergie. Während der Verbrenner die Hinterachse antreibt, wirkt beim Boosten ein E-Motor an der Vorderachse und sorgt für Allradantrieb beim Beschleunigen. Gleichzeitig sammelt der 919 unter Last wieder Energie aus dem Abgastrakt ein, die sonst ungenutzt entweichen würde. Als Zwischenspeicher für den aus Brems- und Abgasenergie gewonnenen elektrischen Strom dient eine flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie.

Das Effizienzreglement der WEC limitierte die Energie aus Kraftstoff pro Runde mittels Begrenzung der Durchflussmenge durch einen 'Fuel Flow Meter'. In Spa durfte der Porsche 919 Hybrid in seiner letzten Saison 1,784 Kilogramm/2,464 Liter Benzin pro Runde einsetzen. Damit leistete der Vierzylinder-Verbrenner rund 500 PS. Frei von dieser Restriktion, ausgestattet mit entsprechenden Software-Updates, aber unter Verwendung des üblichen Rennkraftstoffs (E20 mit 20 Prozent Bioethanol-Anteil), bringt er es in der Evo-Variante auf 720 PS.

Die erlaubte einsetzbare Energiemenge aus den beiden Rückgewinnungssystemen betrug beim WM-Lauf in Spa 2017 exakt 6,37 Megajoule pro Runde. Damit blieben die Systeme deutlich unter ihrem Potenzial. Auf seiner Rekordrunde stand Jani jetzt der volle Boost von 8,49 Megajoule zur Verfügung - die Leistungsausbeute wuchs um zehn Prozent von 400 auf 440 PS.

Auch aerodynamisch befreiten die Ingenieure die Evo-Version des 919 von einigen Fesseln des Reglements. Der neue und größere Front-Diffusor balanciert den mächtigeren Heckflügel aus; beide sind mit aktiv gesteuerten 'Drag Reduction Systemen' (DRS) ausgestattet. Zur Reduzierung des Luftwiderstands trimmt das hydraulisch betätigte System am vorderen Diffusor die Hinterkante. Am Heckflügel öffnet es den Raum zwischen der Hauptplatte und dem oberen Flügelelement. Unter dem Fahrzeug wurden die Luftleitbleche (aus Kohlefaser gefertigte 'Turning Vanes') und die Form des Unterbodens optimiert. Außerdem steigern feste seitliche Schürzen die aerodynamische Effizienz. In Summe resultieren die Aerodynamik-Maßnahmen in 53 Prozent mehr Abtrieb und eine Effizienzsteigerung um 66 Prozent (im Vergleich zum WEC-Qualifying in Spa 2017).

Zur weiteren Performance-Verbesserung erhielt der superschnelle Evo ein Vierrad-Brake-by-Wire-System für zusätzliche Gierwinkel-Kontrolle. Außerdem wurde die Servounterstützung der Lenkung an die höheren Kräfte angepasst. Zusätzlich wurden die Radträger vorne und hinten verstärkt.

Das Leergewicht sank um 39 Kilogramm gegenüber der Rennversion auf 849 Kilogramm. Dafür wurde entfernt, was für eine einzelne Runde bei besten Bedingungen entbehrlich ist: Klimaanlange, Scheibenwischer, einige Sensoren, die Elektronikeinheit der Regelwächter, die Lichtanlage und die pneumatische Wagenhebervorrichtung.

Bei Porsches langjährigem Reifenpartner Michelin stieß die Arbeit mit einem Auto, das mehr Abtrieb erzeugt als ein Formel-1-Rennwagen, sofort auf großes Interesse. Mit dem Ziel, bei gleicher Reifendimension (31/71-18) das Grip-Niveau deutlich anzuheben und keinerlei Kompromisse hinsichtlich der Sicherheit einzugehen, hat Michelin neue Reifenmischungen entwickelt.

Die »919 Tribute Tour« geht weiter

Die Rekordrunde in Spa war die erste Station der 919 Tribute Tour. Als nächstes wird der 919 am 12. Mai bei einer Demonstrationsfahrt über die legendäre Nordschleife vor dem Start zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgrings zu sehen sein. Anschließend stehen Fahrten beim Goodwood Festival of Speed (12.-15. Juli), dem Festival of Porsche in Brands Hatch (2. September) und der Porsche Rennsport Reunion im kalifornischen Laguna Seca (26.-29. September) auf dem Programm.



ILN
28.3.2018

Info zur ILN
Die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring wurde im Dezember 2015 auf Initiative von Olaf Manthey gegründet. Ziel des Aktionsbündnisses - das über 100 Fahrzeuge in der VLN repräsentiert - war es, den Vorschlägen der Fahrer-AG gegenüber dem DMSB Nachdruck zu verleihen. Dieser war zentralen Forderungen der Fahrer-AG nicht gefolgt, die ein Sicherheitskonzept insbesondere für die Code-60-Phasen erarbeitet hatte, das sich an internationalen Richtlinien orientierte. Nach einer Boykott-Androhung der ILN setzten sich alle Beteiligten gemeinsam mit dem DMSB an einen Tisch und fanden eine Lösung, die den Sicherheitsbedürfnissen der Fahrer und Teams Rechnung trägt. Der Fahrer-AG gehören so erfahrene Nordschleifen-Piloten wie Dirk Adorf, Marc Lieb, Arno Klasen, Altfried Heger und Markus Oestreich an. Sie bleibt auch zukünftig ein wesentlicher Bestandteil der ILN und wird ihr Know-how weiterhin konstruktiv einbringen.

Kontakt: Martin Rosorius
(iln@kap-text.de)

Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) stellt sich neu auf

Die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) stellt sich organisatorisch neu auf: Aus dem temporären, im Dezember 2015 gegründeten Aktionsbündnis wird ein eingetragener Verein. Die ILN vertritt auch weiterhin die Belange von Teams und Fahrern, die an der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN), der Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) und am 24-Stunden-Rennen auf der Traditionsrennstrecke teilnehmen. Die kommissarische Führung der ILN bis zur Wahl des Vorstands übernehmen Martin Rosorius (Team Black Falcon) und Dirk Theimann (Team Phoenix Racing). Beide haben bisher die Arbeitsgruppe 'Sportliches Reglement' innerhalb der ILN geleitet.

Die Neustrukturierung der ILN wurde notwendig durch den Verzicht des bisherigen Sprechers Olaf Manthey auf sein Amt. Manthey, auf dessen Initiative die ILN gegründet worden war und der seither die Geschicke der Interessengemeinschaft maßgeblich geleitet hat, steht der künftigen ILN e.V. mit seinem fundierten Fachwissen auch weiterhin als Berater zur Seite. "Wir danken Olaf Manthey herzlich für das große Engagement, das er für den Langstreckensport auf der Nordschleife im Allgemeinen und in den vergangenen zweieinhalb Jahren im Speziellen aufgebracht hat", so Martin Rosorius.

Aufgabe der ILN ist es, das Kundeninteresse sowohl der großen als auch gerade der kleinen Teams auf der Nürburgring-Nordschleife dauerhaft zu artikulieren und als Ansprechpartner für alle Parteien zu dienen. Gerade die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass es diesbezüglich noch erhebliches Verbesserungspotenzial gibt. Auf der ILN-Sitzung Mitte März 2018 haben Vertreter der Teams von Aston Martin, Phoenix Racing, Manthey Racing, Black Falcon, WTM-Racing, Scheid Motorsport, Nexen Tire Motorsport, Mathol Racing, Adrenalin Motorsport und Sorg Rennsport unter anderem folgende Forderungen gestellt:

  • frühzeitige Einbindung der ILN bei geplanten Änderungen im sportlichen und technischen Reglement sowie bei organisatorischen Themen, um für die Teams die Planungssicherheit zu gewährleisten und ggf. auf Änderungen reagieren zu können
  • Veranstaltungstermine nur im Zeitraum April bis September
  • kundenorientiertes und sinnhaftes Technisches sowie Sportliches Reglement
  • freie Wahl von Zulieferern und Reifenpartnern
  • Reduzierung statt Ausweitung der Pflichtwerbung auf den Fahrzeugen - diese Werbeflächen werden von den Teams zur Finanzierung benötigt
  • Keine Pflichtwerbung, die in Konkurrenz zu Teamsponsoren steht
  • permanente Weiterentwicklung und qualitative Verbesserung der einzelnen Veranstaltungsplattformen

In den vergangenen zwei Jahren hat die ILN als Sprachrohr der Kunden - der Teams und Fahrer - einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Langstreckensports auf der Nordschleife angestoßen. Viele Anregungen, so etwa die Vorschläge der ILN zur Optimierung und Harmonisierung der Ausschreibungen für die VLN und das 24-Stunden-Rennen, wurden von den Veranstaltern, der VLN und dem ADAC Nordrhein aufgegriffen und teilweise bereits umgesetzt. Mit beiden Veranstaltern will die ILN auch zukünftig Maßnahmen und Regelungen auf ihre Sinnhaftigkeit, Effektivität und insbesondere ihre Kundenorientierung überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen fordern. Der multilaterale Dialog - auch mit dem DMSB, dem Nürburgring und der RCN - soll dabei stets an einem Ziel ausgerichtet sein: dem attraktiven, fairen und sicheren Rennsport auf der einzigartigen und legendären Nürburgring-Nordschleife.



FIA
20.3.2018

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Für GT3-Rennwagen wird eine Mindestproduktion vorgeschrieben

Die FIA hat in ihrer letzten Sitzung die Entscheidung getroffen, daß in Zukunft die GT3 Fahrzeuge, die homologiert werden, einer Mindestproduktion unterliegen.

Dadurch will die FIA verhindern, daß die GT3-Serie in Richtung von GT3-Prototypen abdriftet - also Prototypen mit sehr niedriger Stückzahl hergestellt werden. Die Idee dahinter ist, daß es sich um eine Kundensport-Serie und nicht um eine Hersteller-Werkssport-Serie handelt.

Für GT3-Rennwagen ist eine Mindestproduktion erforderlich - 10 Stück müssen innerhalb von 12 Monaten nach der Zulassung und 20 Stück innerhalb von 24 Monaten nach der Zulassung hergestellt werden.

Probleme könnte es bei kleinen Herstellern/Tunern geben, die - wie z.B. Callaway Competition - nur ein oder zwei Fahrzeuge produziert haben. Vom Lexus GT3 gibt es wahrscheinlich auch nicht so viele Fahrzeuge. Für die Hersteller heißt es in Zukunft: mindestens 20 Fahrzeuge in 2 Jahren produzieren und möglichst auch verkauft bekommen.



Manthey
28.2.2018

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Manthey kommt auch 2018 mit dem »Grello«

In dieser Saison geht der »Grello« auf große Tour. Die Manthey-Racing GmbH setzt den neonfarbenen Porsche 911 GT3 R in der Intercontinental GT Challenge, in der Blancpain GT Series (Endurance), in der VLN und beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring ein.

Wie bereits 2017 kommt der Porsche 911 GT3 R zum Einsatz. Der 500 PS starke Kundensportrenner feierte seine Premiere im Januar 2016 bei den 24 Stunden von Daytona und holte seitdem Siege in zahlreichen internationalen Rennserien wie der IMSA SportsCar Championship, der Pirelli World Challenge oder der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.
Für die neue Saison erhält der GT-Sportwagen ein Upgrade: Das Teilepaket beinhaltet unter anderem eine neue Fronthaube, die zur Optimierung des Thermomanagements beiträgt. Seitliche Flicks an der Frontschürze verbessern die Aerobalance.



Lamborghini Squadra Corse
28.2.2018

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Lamborghini Squadra Corse bestätigt die sechs Werksfahrer und kündigt ihre Sportprogramme 2018 sowie die der GT3-Juniorfahrer an.

Für die Saison 2018 hat die Motorsportabteilung von Automobili Lamborghini die 6 Werksfahrer erneut bestätigt und eine langfristige Vertragsverlängerung mit Mirko Bortolotti, Andrea Caldarelli und Christian Engelhart unterzeichnet. Darüber hinaus wurden Marco Mapelli und Giovanni Venturini erneut bestätigt und Raffaele Giammaria als Tester und Koordinator des Jugendprogramms aufgenommen.

"Wir haben die gleiche Aufstellung wie 2017 bestätigt" - kommentiert Giorgio Sanna, Leiter Motorsport bei Automobili Lamborghini -, "weil wir glauben, dass unsere sechs Werksfahrer die besten sind, die die internationale Szene der GT-Wettbewerbe zu bieten hat. Die sportlichen Ergebnisse sprechen für sich: 2017 gewann das Grasser Racing Team dank Bortolotti, Caldarelli und Engelhart drei Titel in der prestigeträchtigen Blancpain GT-Serie; Giovanni Venturini gewann mit Imperiale Racing die International GT Open Meisterschaft; Marco Mapelli trägt neben seinen hervorragenden Rennergebnissen zur Entwicklung von Lamborghini Straßen- und Rennwagen bei; Raffaele Giammaria wird uns dank seiner langjährigen Erfahrung bei der Entwicklung von Rennwagen für Kunden unterstützen und ist der ideale Wegweiser für unsere Trainingsprogramme für junge Fahrer."

Die Lamborghini Squadra Corse Factory Drivers stellen den Höhepunkt der Fahrerprogramme innerhalb der Motorsportabteilung von Sant'Agata Bolognese dar. Hinzu kommen die jungen Talente, die an den Trainingsprogrammen von Lamborghini Squadra Corse (Young Drivers Program und GT3 Junior Program) teilnehmen. Aufgrund ihrer sportlichen Ergebnisse werden einige von ihnen auch in diesem Jahr unterstützt, um an den wichtigsten GT-Meisterschaften weltweit teilzunehmen.

Hier finden Sie die detaillierten Profile der Lamborghini Squadra Corse Factory Drivers und ihre Aktivitäten im Jahr 2018.

Mirko Bortolotti - (Trento, Italien, 28 Jahre) - Er ist eines der größten italienischen Talente im Motorsport: Er wurde geboren und wuchs auf Karts auf, wurde Formel-2- und Formel-3-Meister und war Formel-1-Testfahrer. Er trat 2014 in die Lamborghini-Familie ein, als er in der Super-Trofeo-Markenserie an den Start ging und am Young Driver Program der Lamborghini Squadra Corse teilnahm. Bortolotti ist seit 2015 Lamborghini Factory Driver. Er ist der Titelverteidiger der Blancpain GT-Serie und Sieger der 24 Stunden von Daytona 2018; in diesem Jahr wird er den Titel in der von der SRO geförderten Meisterschaft verteidigen (weitere Fahrer: Caldarelli und Engelhart im Langstreckenpokal, Engelhart im Sprint Cup) und wird mit Andrea Caldarelli als Beifahrer am ADAC GT Masters teilnehmen. Er wird in allen Meisterschaften mit dem Huracán GT3 des Orange 1 Team GRT an den Start gehen.


Andrea Caldarelli - (Pescara, Italien, 28 Jahre) - Er ist seit 2017 Lamborghini Werksfahrer und gewann die Blancpain GT-Serie mit Bortolotti und Engelhart. Er ist ein weiteres großes italienisches Talent, mit umfangreicher Erfahrung sowohl in Einsitzern als auch in GT-Rennwagen. Im Laufe seiner Karriere wechselte Andrea zwischen Monoposti (F3, GP3, GP2, SuperFormula, F1-Testfahrer) und GT-Wettbewerben (2014 und 2016 Vize-Meister der Super GT 500 Meisterschaft in Japan). In der Saison 2018 wird er wieder Teil des Siegertrios im Blancpain GT Series Endurance Cup mit Bortolotti und Engelhart sein, außerdem wird er mit Perez Companc am Sprint Cup und mit Mirko Bortolotti am ADAC GT Masters teilnehmen.


Christian Engelhart - (Ingolstadt, Deutschland, 31 Jahre) - Christian Engelhart hat neben seiner Tätigkeit als Ingenieur für Fahrzeug- und Motorentechnik maßgeblich zum Sieg des Huracán GT3 [# 63] des Grasser Racing Teams in der Blancpain GT-Serie beigetragen.

In diesem Jahr wird er die in der Serie gewonnenen Titel verteidigen und mit Rolf Ineichen erneut am ADAC GT Masters teilnehmen. Vor seinem Eintritt in die Lamborghini-Familie konnte sich Engelhart in anderen deutschen GT-Kategorien und bei verschiedenen Langstreckenrennen profilieren.


Raffaele Giammaria - (Rom, Italien, 40 Jahre) - Seit seinem Eintritt in die Lamborghini Squadra Corse Familie im Jahr 2017 spielt Giammaria eine doppelte Rolle: Er ist als Werksfahrer in GT-Wettbewerben (z.B. bei den International GT Open mit dem Huracán GT3 von Imperiale Racing) und als Betreuer der Jugendprogramme von Lamborghini Squadra Corse unterwegs. Er ist nicht nur ein erfahrener Fahrer, er ist auch Direktor der ACI Sport Federal School und hat seine Karriere zuerst in Monoposti und dann in Sportwagenn in den wichtigsten GT-Meisterschaften aufgebaut: Blancpain GT Series, IMSA, FIA GT, European Le Mans Series und FIA WEC.


Marco Mapelli - (Lecco, Italien, 30 Jahre) - Dieser Fahrer stellte für Lamborghini die jüngsten Rekorde auf der Nürburgring Nordschleife auf, zuerst mit dem Aventador SV, dann mit dem Huracán Performante. Marco Mapelli hat eine große Erfahrung sowohl als Test- als auch als GT-Pilot. Seit 2017 ist er Lamborghini Factory Driver und wird 2018 zwei Herausforderungen in einer strategischen Region wie Asien begegnen: Er wird sowohl an der Blancpain GT Asia Series mit dem Huracán GT3 von FFF Racing als auch an der Super GT Meisterschaft in Japan (in der GT 300 Kategorie) mit dem Huracán GT3 von JLOC teilnehmen. Mit diesem letztgenannten Auto wird Mapelli auch an den berühmten 10 Stunden von Suzuka mit Andrea Caldarelli als Beifahrer teilnehmen.


Giovanni Venturini - (Vicenza, Italien, 27 Jahre alt) - Seit dem Debüt des Huracán GT3 im Jahr 2015 ist er Lamborghini Factory Driver. Venturini begann seine Karriere im Monoposto: Formel Renault 2.0, Formel 3, AutoGP, World Series, GP3 und GP2. Dann, im Jahr 2014, wechselte er in den GT-Rennsport und nahm an der Lamborghini Super Trofeo Marken-Serie teil.
Seit dem darauffolgenden Jahr nimmt er mit dem Huracán GT3 an der Blancpain GT-Serie und an der italienischen GT-Meisterschaft teil.
Im Jahr 2017 gewann er den Titel der International GT Open, den er auch in diesem Jahr mit dem Team Imperiale Racing verteidigen wird.


Die Werksfahrer stellen die Spitze der Pyramide dar, um die herum Lamborghini Squadra Corse seine Strategie zur Ausbildung und Förderung neuer Motorsport-Talente entwickelt. Die Namen der neuen Mitglieder des Young Driver Program (für Jugendliche unter 26 Jahren, die in der Lamborghini Super Trofeo Marken-Serie starten) und des GT3 Junior Program (für Fahrer, die mit dem Huracán GT3 an GT-Meisterschaften teilnehmen) werden in Kürze bekannt gegeben.

Lamborghini Youngster-Programm

Was die Mitglieder der Lamborghini Youngster-Programme angeht, so werden die Talente, die in der Saison 2017 herausragend waren, von Lamborghini Squadra Corse durch Kundenteams unterstützt, um an den prestigeträchtigsten internationalen GT-Meisterschaften teilzunehmen.

"Wir sind stolz auf unsere jungen Fahrer" - sagt Giorgio Sanna, Leiter Motorsport bei Automobili Lamborghini - "und viele von ihnen haben in der vergangenen Saison sowohl in der Lamborghini Super Trofeo Marken-Serie als auch in der GT3-Meisterschaft hervorragende Ergebnisse erzielt. Aus diesem Grund sind wir bei Lamborghini Squadra Corse in der Lage, angesichts der über 40 Lamborghini Huracán GT3, die weltweit an den wichtigsten Meisterschaften teilnehmen, und dank der erfolgreichsten Teams in dieser Kategorie, unsere verdienstvollsten jungen Fahrer zu unterstützen und sie in ihrer Karriere in Richtung Professionalität voranzubringen. Darüber hinaus bieten wir ihnen die Möglichkeit, als Accademia-Lehrer zu arbeiten, um die Lamborghini-Welt hautnah zu erleben."

Hier finden Sie Details zu den Mitgliedern des Lamborghini Young Driver Program und GT3 Junior Program und deren Sportprogrammen 2018:
- Dennis Lind (Sieger des GT3 Junior Program 2017) und Martin Kodric werden mit dem FFF Racing Team von ACM an der Blancpain GT Asia Series teilnehmen.

- Riccardo Agostini (Welt- und Nordamerikanischer Meister des Lamborghini Super Trofeo 2017), Jeroen Mul, Rik Breukers (Meister des Lamborghini Super Trofeo Middle East 2017) und Liang Jiatong werden an den International GT Open mit Imperiale Racing teilnehmen.

- Michele Beretta (italienischer Super GT3-Meister) wird mit dem Rosberg-Team am ADAC GT Masters teilnehmen.

- Patrick Kujala (Welt- und Europameister des Lamborghini Super Trofeo 2015) wird mit Barwell Motorsport an der Britischen GT-Meisterschaft teilnehmen.

- Fabrizio Crestani (2016 Meister der International GT Open) wird mit dem Lazarus-Team am Silver Cup der Blancpain GT Series teilnehmen.

- Alex Frassineti (italienischer Super GT3-Meister) wird mit dem Ombra Racing Team am Blancpain GT Series Silve Cup teilnehmen.

- Loris Spinelli (Europameister der Lamborghini Super Trofeo 2017), Daniel Zampieri und Lorenzo Veglia werden mit Antonelli Motorsport an der italienischen GT-Meisterschaft teilnehmen.

- Madison Snow wird weiterhin in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship mit dem Paul Miller Racing Team an den Start gehen.



Ampnet/Hans-Robert Richarz
25.2.2018

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Foto rechts: Auto-Medienportal.Net/Thomas Bräunig

Jetzt werden auch die Supersportwagen elektrisch

"Wir kamen bisher von rund drei Milliarden Euro. Jetzt liegen wir bei sechs Milliarden, die wir in Elektromobilität stecken", ließ sich Vorstandschef Oliver Blume jetzt von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zitieren. Die Hälfte der Summe ist für Entwicklungsarbeiten bestimmt. Die hatten bei Porsche für den Elektroantrieb so richtig ernsthaft mit dem Projekt Mission E vor zweieinhalb Jahren begonnen. Schon damals war auf der IAA in Frankfurt die Rede von zukunftweisender Alltagstauglichkeit mittels 800-Volt-Antrieb. Die Eckdaten des rein elektrisch betriebenen Sportwagens lauteten: vier Türen und vier Einzelsitze, über 440 kW / 600 PS Systemleistung und über 500 Kilometer Reichweite. Allradantrieb und Allradlenkung, Beschleunigung in unter 3,5 Sekunden von null auf 100 km/h und eine Ladezeit von rund 15 Minuten für 80 Prozent der elektrischen Energie. Unverkennbar war die Verwandtschaft des damals präsentierten Prototyps mit dem Klassiker Porsche 911.

Inzwischen ist viel Wasser den Neckar heruntergeflossen. Im neuen Panamera verrichtet bereits die dritte Generation des Plug-in-Hybridantriebs von Porsche ihren Dienst. Jetzt aber geht es in die Vollen, will sagen: in die Vollelektrik. Dabei scheinen Aufsichtsrat und Vorstand keine Tabus zu kennen. Sogar die Porsche-Ikone 911, die Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres zur Renovierung ansteht, dürfte zumindest schrittweise unter Spannung gesetzt werden.

Das Medienunternehmen Bloomberg aus New York wollte von einen Porsche-Sprecher erfahren haben: "Die Technologie des nächsten 911-Modells wird die Integration eines elektrischen Antriebsstrangs ermöglichen." Das sei nach dem Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid (500 kW / 680 PS) als High-End-Version des viertürigen Coupés ein logischer Schritt und spiegele die allmähliche Umstellung der Marke auf Elektroantrieb wider. Der Plan sei zudem Teil der 20 Milliarden Euro schweren Initiative der Muttergesellschaft Volkswagen AG, elektrische Varianten aller 300 Modelle der Zwölf-Marken-Gruppe auf die Räder zu stellen.

In dieses Bild passt auch die Porsche-Zukunft im Rennsport. Nachdem sich das Unternehmen Mitte November im Wüstenstaat Bahrain nach drei Gesamtsiegen in Folge bei den 24 Stunden von Le Mans und sechs Weltmeistertiteln für den 919 Hybrid in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft verabschiedet hatte, steuert es jetzt eine Karriere in der Formel E an. Das Porsche LMP Team wird sich 2018 auf seinen neuen Auftrag, den Einstieg in die Formel E konzentrieren. Der erfolgt wahrscheinlich zur Saison sechs, die Ende 2019 beginnt. Bis dahin wird das Team einen kompletten Antriebsstrang konzipieren, entwickeln und testen. Die ersten Schritte sind bereits in 2017 erfolgt, jetzt steht die konkrete Umsetzung des Konzeptes an. Erste Testfahrten mit dem kompletten Formel E-Rennwagen von Porsche sollen Anfang 2019 über die Piste gehen.

Längst hat die Elektrifizierungswelle auch die meisten Mitbewerber aus der höchsten Sportwagenklasse erfasst. Ausgerechnet Ferrari-Chef Sergio Marchionne, der noch vor zwei Jahren die Idee eines Elektro-Ferrari aus Maranello als "Obszönität" bezeichnet hatte, machte jüngst während der North American International Auto Show in Detroit eine Kehrtwende. "Wenn jemand einen elektrischen Supersportwagen bauen soll, dann wird Ferrari der erste sein", erzählte sagte Marchionne, der gleichzeitig Fiat Chrysler Automobiles führt. "Die Leute wundern sich darüber, was der Roadster leisten soll, den Tesla für 2020 angekündigt hat. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir das auch können." Er bezog sich dabei auf Teslas Roadster der zweiten Generation. Tesla-Chef Elon Musk hatte behauptet, dass sein zukünftiges Auto in rund zwei Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen und über 400 km/h schnell sein könne. Das würde bedeuten, dass es jedem straßentauglichen Ferrari überlegen wäre.

Weit konkreter sind im britischen Gaydon, zwei Autostunden nordwestlich von London, die Arbeiten von Aston Martin an einem Stromer. Schon im kommenden Jahr soll der auf 155 Exemplare limitierte Rapid E an ausgewählte und gleichzeitig zahlungskräftige Kunden zum Stückpreis von umgerechnet 210 000 Euro gehen. Laut Aston Martin-Chef Andy Palmer könnte er aber auch noch etwas teurer werden. Palmer ist ebenso wie sein Kollege Marchionne davon überzeugt, Tesla Paroli bieten zu können: "Wir spielen in einer ganz anderen Liga. Unsere Kunden legen vor allem Wert auf Exklusivität, Komfort und Luxus. Da kommt Tesla nicht ran." Die bis jetzt bekannten Daten des Rapid E sprechen für sich. Statt des Sechs-Liter-Zwölfzylindermotors wie im Rapid S (412 kW/560 PS, 320 km/h Spitze) arbeitet im Rapid E ein Elektroaggregat, das laut Palmer zwischen 590 kW/800 PS und 740 kW/1000 PS leisten könnte. Die Reichweite soll über 300 Kilometer betragen.

Doch das ist noch längst nicht alles, was Aston Martin in punkto Elektrizität im Köcher hat. Auch vom SUV Aston Martin DBX, von dem Ende 2018 die ersten Prototypen fertig sein sollen, wird es meine vollelektrische Version geben. Das Auto soll dem Bentley Bentayga Konkurrenz machen, um die 220 000 Euro kosten und "das schnellste, jemals gebaute SUV" (Palmer) sein.

Konkurrent McLaren aus dem knapp zwei Autostunden entfernten Woking schrieb Elektrizität als Treibstoff bislang klein. Zwischen 2013 und 2015 gab es zwar mit dem P1 ein erstes McLaren-Straßenfahrzeug mit Hybrid-Antrieb. Es wurde zwischen 2013 und 2015 in einer Auflage von 375 Exemplaren zum Preis von jeweils 1,1 Millionen Euro verkauft. Sein 3,8 Liter großer Bi-Turboaufgeladener V8-Benzinmotor leistete zusammen mit dem zusätzlichen Elektromotor 674 kW/916 PS, beschleunigte das Auto von Null auf 100 km/h in 2,8 Sekunden und schaffte eine (abgeriegelte) Spitzengeschwindigkeit von 350 km/h. Danach war zunächst Schluss mit Strom. Weder die Modelle 540C oder 570 S noch der auf dem kommenden Automobilsalon in Genf vorgestellte McLaren Senna fahren mit elektrischer Unterstützung.

Doch danach soll es wieder spannungsgeladener werden. So berichtete das britische Magazin 'Autocar', dass der McLaren 570S, das Basis-Modell der Marke zum Mindestpreis von 181 750 Euro, in seiner nächsten Generation einen elektrifizierten Antriebsstrang erhalten werde. Danach sei jeder Nachfolger der aktuellen McLaren-Kernmodelle auch in einer Hybrid-Version bestellbar. McLaren-Chef Mike Flewitt kündigte an, die zukünftigen elektrifizierten Modelle würden wahrscheinlich einen aufgeladenen V-6-Motor verwenden. Zurzeit arbeiten in den britischen Sportwagen durchweg V-8-Maschinen mit Turbo-Unterstützung.

Wenn auch die Supersportwagen-Spezialisten sich mehr und mehr mit elektrischer Energie zum Antrieb auseinandersetzen - allein schon deshalb um ihren Flottenverbrauch auf ein erträgliches Maß zurückzuschrauben - bedeutet das keineswegs, dass der Verbrennungsmotor in den Hintergrund tritt. Das bestätigt auch Porsche-Chef Oliver Blume: "Wir haben viele Ideen. Einige leiten wir vom Mission E ab, aber es kann auch weitere, ganz eigenständige elektrische Fahrzeuge geben." Aber, so bekräftigt er, das Ende der Verbrenner sei noch nicht gekommen. "Es wird in Zukunft von Porsche weiterhin sehr puristische Sportwagen mit Verbrennungsmotoren geben", sagt er. Auch der Diesel bleibe vorerst im Programm. (ampnet/hrr)



Daimler
22.2.2018

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"Hans im Glück": Hans Herrmann feiert seinen 90. Geburtstag

Am 23. Februar 2018 wird Rennfahrerlegende Hans Herrmann 90 Jahre alt. Mercedes-Benz und Porsche ehren ihn im Februar mit einer Geburtstagsfeier im Mercedes-Benz Classic Center in Fellbach. Internationale Bekanntheit erringt Herrmann als Werksfahrer von Mercedes-Benz in den Jahren 1954 und 1955. Als junger Nachwuchsrennfahrer startet er für die Marke auf den erfolgreichen Silberpfeilen, dem Formel-1-Rennwagen W 196 R und dem Rennsportwagen 300 SLR (W 196 S).

Stuttgart. Sommer 1953. Das Telefon klingelt bei Hans Herrmann. "Hier Neubauer, Daimler-Benz. Hören's, haben Sie Lust einmal bei uns zu probieren?", dröhnt ihm ein markantes Organ entgegen. Der gerade einmal 25 Jahre alte Herrmann ist baff und still. "Na, was ist?", ruft der legendäre Rennleiter Alfred Neubauer. Der junge Rennfahrer bringt ein "Ha, ja!" zustande. "Gut, kommen Sie morgen zum Nürburgring." Ein Klicken im Hörer, Ende des Gesprächs - und Anfang des Einstiegs von Hans Herrmann bei Mercedes-Benz.

Hans Herrmann gilt damals als Geheimtipp unter den Nachwuchsrennfahrern. Eine erfolgreiche Motorsportsaison liegt hinter ihm, mit vorderen Plätzen beispielsweise bei der Mille Miglia und den 24 Stunden von Le Mans. Nun darf er an Testfahrten teilnehmen: Mercedes-Benz bereitet für das Jahr 1954 den Wiedereinstieg in die Königsklasse des Motorsports vor, die Formel 1. Bei den Testfahrten auf dem Nürburgring mit dem 300 SL Rennsportwagen (W 194) ist Herrmann schon am ersten Tag Zweitschnellster - in einem Feld deutlich erfahrenerer Motorsportler. Am zweiten Tag fährt er die schnellste Runde. Weitere Versuchsfahrten in Monza folgen, und danach steht fest: Der junge Stuttgarter wird neben Juan Manuel Fangio und Karl Kling in die Werksmannschaft aufgenommen. Neubauers Einschätzung damals klingt so: "Herrmann ist unbedingt ein Naturtalent und ein sehr ausdauernder Fahrer."

Beim Großen Preis von Frankreich am 4. Juli 1954 in Reims haben die neuen Silberpfeile Premiere. Fangio und Kling holen einen souveränen Doppelsieg. Herrmann krönt sein gelungenes Renndebüt mit der schnellsten Rundenzeit: 2:32,9 Minuten entsprechen einem Durchschnittstempo von 195,463 km/h.

In der laufenden Saison erringt Hans Herrmann zwei Podiumsplatzierungen bei Grand-Prix-Rennen: Im Großen Preis der Schweiz 1954 und im Avusrennen 1954 kommt er jeweils auf den 3. Platz. Mercedes-Benz setzt das Engagement des jungen Rennfahrers in der Saison 1955 fort, nun zusätzlich zur Formel 1 auch bei internationalen Sportwagenrennen mit dem 300 SLR (W 196 S). Zur Saison 1955 kommt Stirling Moss, nur wenig jünger als Hans Herrmann, ganz neu in die Rennmannschaft. Doch bei einem Trainingsunfall in Monaco im Mai 1955 ereilt Herrmann das Pech: Er wird schwer verletzt und kann in dieser Saison nicht mehr starten.

Nach dem Ende seines Mercedes-Benz Engagements Formel-1- und Sportwagen-Rennen bleibt "Hans im Glück", wie er von Freunden genannt wird, der Marke eng verbunden. Unter anderem nimmt er 1961 mit einem Mercedes-Benz 220 SE (W 111) am Großen Straßenpreis von Argentinien teil, wo er auf dem 2. Platz ins Ziel kommt und damit zusammen mit dem Sieger Walter Schock, ebenfalls auf 220 SE, den Doppelsieg komplett macht.

Ein vielseitiges Motorsport-Talent

Der am 23. Februar 1928 in Stuttgart geborene Hans Herrmann beginnt seine Rennsportkarriere im Jahr 1952 bei der Hessischen Winterfahrt mit einem privaten Porsche 356. Noch im gleichen Jahr erringt der gelernte Konditor bei der Deutschlandfahrt einen Klassensieg. 1953 und 1954 holt Herrmann dann auf Porsche jeweils einen Klassensieg beim legendären 1.000-Meilen-Rennen 'Mille Miglia' in Italien.

Der Stuttgarter erweist sich mit Teilnahmen an Grand-Prix-Rennen der Formel 1 und Formel 2, bei Sportwagenrennen und bei Rallyes als ausgesprochen vielseitiger Motorsportler. Außer auf den Wagen von Mercedes-Benz startet er insbesondere mit Renn- und Sportwagen von Porsche. Dazu kommen Einsätze in den Cockpits von B.R.M.-, Cooper-, Maserati- und Veritas-Rennwagen.

Seine größten Erfolge erzielt Herrmann bei Sportwagen-Langstreckenrennen. Dazu gehören insbesondere seine Gesamtsiege bei der Targa Florio (1960), den 24 Stunden von Daytona (1968) und den 24 Stunden von Le Mans (1970). Für die achtmalige Teilnahme an der Targa Florio wird Hans Herrmann im Oktober 2012 von der Stadt Collesano geehrt. Ehrensache: Zum Festakt fährt der ehemalige Werkspilot in einem Mercedes-Benz 300 SLR Rennsportwagen vor.

Nachdem Herrmann seine Rennsportkarriere 1970 mit dem Le-Mans-Sieg krönt, zieht er sich auf dem Höhepunkt seiner Rennsportkarriere noch im selben Jahr vom aktiven Motorsport zurück. Er widmet sich nun vor allem seinem Handelsunternehmen für Autozubehör. Dem Motorsport ist der Jubilar aber bis heute eng verbunden - auch als Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic.



AvD
14.2.2018

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Logo AvD OGP
10. bis 12. August 2018


 

Im Überblick

  • Vierjahresvertrag zwischen Masters Historic Racing und AvD-Oldtimer-Grand-Prix

  • Historische Formel 1, imposante Sportwagen und GTs starten in Deutschland exklusiv beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix vom 10. bis 12. August 2018

  • Porsche bleibt auch 2018 Hauptsponsor

Formel-1-und Sportwagenlegenden exklusiv beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix

Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix verspricht bei seiner 46. Auflage besonders spektakulären und legendären Motorsport. Die Organisatoren des von der FIA ausgezeichneten Klassik-Events, das vom 10. bis 12. August auf dem Nürburgring stattfindet, einigten sich mit der Britischen 'Masters Historic Racing' als Ausrichter wichtiger Championate auf eine exklusive Vierjahrespartnerschaft: Von 2018 bis 2021 sind damit vier exzellente historische Rennserien fest im Programm, die nicht nur Erinnerungen an legendäre Rennen, berühmte Rennfahrer und faszinierende Fahrzeuge wecken. Sie versprechen auch heute noch packenden Motorsport und viel Action auf der Strecke, bei dem hochkarätige historische Formel-1-Boliden, Sportwagen-Prototypen und GTs wieder zum Leben erwachen. Auch über eine weitere wichtige Weichenstellung freuen sich die Ausrichter des AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Mit Porsche bleibt der langjährige Hauptsponsor des Events auch 2018 dem Klassiker-Treffen treu. Die renommierte Stuttgarter Marke erinnert mit dem traditionell umfangreichen Auftritt auf dem Nürburgring im Jahr 2018 an wichtige Jubiläen in der Unternehmens- und Automobilgeschichte. Nach der Einigung mit diesen beiden wichtigen Partnern geht es für den AvD-Oldtimer-Grand-Prix nun in die Detailplanung für die diesjährige Auflage.
Infos über den aktuellen Stand der Dinge, News und natürlich auch alles Wichtige für Teilnehmer gibt es über die Homepage www.avd-ogp.de.

Gleich vier Rennserien werden beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix in den kommenden vier Jahren fest dabei sein - und am Nürburgring ihren einzigen Auftritt in Deutschland absolvieren. Als neues Highlight kommen die »Masters Endurance Legends« an den Ring: Die Sportwagen der Jahrgänge 1995 bis 2012 - der 'Pre-Hybrid-Ära' in der Sportwagen-WM - sind gerade erst aus dem aktiven Dienst entlassen und nun beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix zu sehen. Aufsehenerregende Prototypen und GT-Fahrzeuge aus Langstrecken-WM, Le Mans, ALMS und Co. gehen hier an den Start.


Außerdem bringt die Masters-Historic-Racing-Organisation ihre faszinierenden FIA-Championate exklusiv an den Ring. Die FIA Masters Historic Formula One Championship präsentiert die Grand-Prix-Autos der sagenhaft Cosworth-Ära und sorgt ebenso für volle Tribünen, wie die Gruppe-4-Sportwagen der Jahre 1962 bis 1974 in der FIA Masters Historic Sports Car Championship. Außerdem mit dabei: die 'Gentlemen Drivers' mit einem Starterfeld voller GT-Rennwagen der Jahre bis einschließlich 1965. Mit der vierjährigen Bindung an den AvD-Oldtimer-Grand-Prix unterstreicht das britische Rennserienpaket den exzellenten Ruf und die herausragende Bedeutung des Events auf dem Nürburgring, bei dem Jahr für Jahr rund 500 historische Rennwagen die Motorsportgeschichte von der Vorkriegszeit bis in die jüngste Vergangenheit lebendig werden lassen.


Porsche feiert 2018 zwei wichtige Jubiläen
Auch Hauptsponsor Porsche bleibt dem AvD-Oldtimer-Grand-Prix 2018 treu. Nach der Übereinkunft zur Weiterführung der Partnerschaft dürfen sich die Besucher also auf einen wiederum imposanten Auftritt der Zuffenhausener gefasst machen. Schon traditionell sind im großen Porsche Areal in der Mercedes-Arena faszinierende Straßen- und Rennwagen in der Ausstellung und Motorsport-Stars als Gäste zu erleben. In diesem Jahr steht der Auftritt im Zeichen zweier wichtiger Jubiläen. Das gesamte Unternehmen feiert in diesem Jahr die Erstzulassung des 356 im Jahr 1948 - und damit das 70-jährige Jubiläum seiner Sportwagentradition. Porsche Classic würdigt am Nürburgring außerdem den 30. Geburtstag des 1988 vorgestellten Porsche 964. Die Detailplanungen zum Doppeljubiläum laufen bereits, und dürften den Auftritt der Stuttgarter erneut zu einem der Highlights des Wochenendes machen.



Haribo
8.2.2018

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--- Lance David Arnold ---

Vom 'Goldbär' zur 'Frikadelle'

Lance David Arnold wechselt in der kommenden Saison zum privaten Porsche Frikadelli Racing Team in Barweiler - ganz in der Nähe des Nürburgrings. Dort wird er die Langstreckenmeisterschaft (VLN) und das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bestreiten.

Das HARIBO RACING TEAM sagt Tschüss !

Der schnellste Goldbär der Welt verlässt die Rennstrecke. Das HARIBO RACING TEAM geht in der Saison 2018 nicht mehr an den Start beim 24h-Rennen und der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.

Das HARIBO RACING TEAM gibt seinen Ausstieg aus dem Motorsport bekannt. Nach sieben Jahren wird der Bonner Rennstall in der Saison 2018 nicht mehr an den Start beim legendären 24h-Rennen am Nürburgring gehen und auch keine Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring mehr bestreiten. Noch im vergangenen Jahr war das Team als Mercedes-AMG Performance Team auf den neunten Rang des Kultrennens in der 'grünen Hölle' gefahren und hatte fünf von neun VLN-Läufen absolviert. In der Saison 2016 fuhr das Team mit einem dritten Platz einen besonderen Erfolg beim 24h-Rennen ein.

Fahrer wie Nürburgring-Legende Uwe Alzen, AMG Fahrer Maximilian Götz, Lance David Arnold oder Renger van der Zande haben den Wagen mit dem schnellsten Goldbär der Welt auf der Haube mehrfach mit Bestzeiten über die legendäre Rennstrecke in der Eifel pilotiert - sehr zur Freude der zahlreichen Fans an der Strecke.

"Die HARIBO Unternehmensgruppe hat sich gegen ein weiteres Engagement im Motorsport entschieden", so Marco Alfter, Pressesprecher des HARIBO Racing Teams. "Wir möchten uns von Herzen beim gesamten Team, allen Partnern und unseren treuen Fans bedanken für die harte gemeinsame Arbeit, eine tolle Erfolgsgeschichte und einen unnachahmlichen Teamgeist."



Toyota
22.1.2018

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Das Wichtigste in Kürze

- Vergleichbare Chancen für Renn- und Rallyefahrer verschiedener Serien

- Herausragende Ergebnisse wie 24-Stunden-Klassensieg besonders belohnt

- Gesamtsieger erhält am Jahresende Preisgeld und neues Auto

Toyota GAZOO Racing startet in Europa

Toyota heizt den Wettbewerb im Motorsport mit einem neuen Pokal weiter an: Der japanische Automobilhersteller lobt in diesem erstmals die Toyota GAZOO Racing Trophy aus. Die Auszeichnung würdigt den besten Fahrer eines Toyota GT86 - über alle europäischen Rennserien hinweg.

Der Toyota GT86 ist im Motorsport zu Hause: Ob Rallyepiste, Langstrecke oder Rundkurs, das Sportcoupé macht in allen Serien eine gute Figur. Die Toyota Motorsport GmbH (TMG) hat mit dem CS-V3 und dem CS-Cup Rennwagen sowie dem CS-R3 Rallyewagen verschiedene Kundenfahrzeuge entwickelt, um die unterschiedlichen Anforderungen zu erfüllen.

All diesen Modellen steht der neue Wettbewerb offen: Für maximale Flexibilität können Autos in einer oder mehreren Serien in Europa angemeldet werden. Die Punktevergabe erfolgt auf Basis der persönlichen Ergebnisse, der Größe des Teilnehmerfelds und der Bedeutung des Wettbewerbs. Voraussetzung für eine Wertung sind mindestens fünf Rennteilnahmen mit dem Toyota GT86 bis zum 30. November 2018. Werden mehr als zehn Rennen bestritten, fließen nur die zehn besten Resultate in die Gesamtwertung ein.

Der beste Fahrer erhält ein Preisgeld von 35.000 Euro sowie einen neuen Toyota C-HR. An den Zweitplatzierten gehen 25.000 Euro, der Dritte bekommt 20.000 Euro. Alle Sieger werden am Jahresende in einer feierlichen Zeremonie gekürt.

"Die Toyota GAZOO Racing Trophy ist ein spannendes Projekt, das eine große Anzahl von Wettbewerbern aus verschiedenen Disziplinen im Kampf um den Titel zusammenbringt", erklärt Emanuele Battisti, Projektleiter Kundenmotorsport bei TMG. "Die Trophäe bringt unseren GT86 Kunden einen Mehrwert und spiegelt die Werte von Toyota GAZOO Racing wider. Die Kombination von Renn- und Rallyeautos im selben Wettbewerb ist ein sehr interessanter Aspekt und wir glauben, dass dies sowohl Teilnehmer als auch Fans begeistern wird."

Eigene technische Regeln für die Toyota GAZOO Racing Trophy gibt es nicht, eine Einschreibegebühr wird nicht erhoben. Um Renn- und Rallyefahrern die gleichen Chancen zu bieten und besonders anspruchsvolle Events entsprechend zu würdigen, hat Toyota ein passendes Punktesystem entwickelt. Pro Teilnahme sind maximal 75 Punkte möglich - beispielsweise für einen Klassensieg unter fünf oder mehr Fahrzeugen bei einem 24-Stunden-Rennen oder für eine Rallye über 200 Kilometer. Die genauen Details zum Punktesystem und zur Preisstruktur finden sich online unter www.RacingByTMG.com.

Details

Mit den GT86 Rundstreckenfahrzeugen können Trophy-Punkte in jeder beliebigen Meisterschaft in Europa errungen werden, in der die Autos den jeweiligen technischen Reglements entsprechen. Nach fünf Jahren TMG GT86 Cup im Rahmen der VLN geht TMG weiterhin davon aus, dass auch 2018 viele Fahrzeuge bei der VLN, RCN und dem ADAC Zürich 24-Stunden-Rennen am Nürburgring an den Start gehen werden. Ebenso werden Trophy-Teilnehmer bei Rennserien wie der 24H Serie powered by Hankook (Creventic), dem DMV GTC und der NES 500 erwartet.

Rallyefahrer können ebenfalls an jeder in Europa stattfindenden Veranstaltung teilnehmen. Die für die Trophy zu erzielende Punktzahl richtet sich hierbei danach, wo der Teilnehmer im Vergleich zu anderen R2 und R3 homologierten Autos in der Wertung abschließt, was sicherstellt, dass den TMG-Kunden innerhalb der diversen Rallye-Starterfelder Flexibilität gewährleistet wird. Von der Erfahrung der Vorjahre ausgehend, erwartet TMG in dieser Saison die GT86 CS-R3 am Start der Tour European Rally Series, der Deutschen Rallyemeisterschaft und der FIA Rallye Europameisterschaft.

In beiden Disziplinen, Rundstrecke wie Rallye, wird die Dauer, bzw. die Distanz der Veranstaltungen und die Zahl der Teilnehmer einen Einfluss auf den Umfang der jeweils zu vergebenden Punktzahl haben. Die maximal zu erzielende Punktzahl pro Veranstaltung liegt - bei einer Teilnehmerzahl von mindestens fünf Fahrzeugen in der selben Wertungsklasse bei einem 24-Stunden-Rennen oder einer mindestens 200 Kilometer-WP-langen Rallye - bei 75 Zählern. Näheres zum Punktesystem sowie zum Preisgeld kann unter www.RacingByTMG.com eingesehen werden.

Der GT86 CS-Cup ist in rennfertiger Ausführung für 48.900 € (58.191 € inkl. 19% MwSt.) erhältlich, das GT86 CS-R3 Rallye-Auto wird in einem Bausatz zum Preis von 84.000 € (99.960 € inkl. 19% MwSt.) angeboten (inkl. Rohbau, Motor und allen erforderlichen mechanischen Teilen).



Toyota
17.1.2018

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Das Wichtigste in Kürze

- Nächste Generation eines Supersportwagens mit WEC-Hybridtechnik

- Kraftvolle Leistungsentfaltung trifft auf hohe Effizienz

- Motorsporterfahrungen fließen in Serienproduktion ein

Toyota GAZOO Racing auf dem Tokyo Auto Salon

Weltpremiere für GR Super Sport Concept

Toyota GAZOO Racing gab auf dem diesjährigen Tokyo Auto Salon (bis 14. Januar) einen Ausblick auf die nächste Generation eines Supersportwagens: Das dynamische GR Super Sport Concept bringt Motorsport auf die Straße - inklusive der erfolgserprobten Hybridtechnik aus der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC).

Rennsportaktivitäten tragen bei Toyota sukzessive zum Unternehmensziel bei, immer bessere Autos zu bauen. Die auf der Rennstrecke und der Rallyepiste gewonnenen Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung von Serienfahrzeugen ein. Die fortwährende WEC-Teilnahme hilft beispielsweise bei der Verbesserung des Hybridantriebs, Spritspartechnologien kommen bereits den regulären Straßenfahrzeugen zugute.

Das nun enthüllte GR (GAZOO Racing) Super Sport Concept geht noch einen Schritt weiter: Das Konzeptfahrzeug besteht weitgehend aus den gleichen Teilen wie der Langstrecken-Rennwagen TS050 Hybrid. Neben der betont aerodynamischen Form sind auch der V6-Twinturbo-Motor und das Toyota Hybrid System-Racing (THS-R) an Bord. Mit diesem Antriebssystem vereint der Supersportwagen der nächsten Generation maximale Leistung und hohe Effizienz. Die Systemleistung beträgt 735 kW/1000 PS.

"Anstatt Serienfahrzeuge in Sportwagen zu verwandeln, wollen wir herausfinden, wie das durch Rennen und Rallyes entwickelte Know-how in Serienfahrzeuge einfließen kann. Dies ist der Ausgangspunkt für die für uns völlig neue Herausforderung, Sportwagen aus aktiven Rennwagen zu entwickeln", erklärt Shigeki Tomoyama, Präsident der GAZOO Racing Company. "Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis alle die Möglichkeit haben, sich ans Steuer zu setzen. Dennoch hoffe ich, dass das GR Super Sport Concept einen Vorgeschmack darauf gibt, was wir mit unseren Sportwagen der nächsten Generation erreichen wollen."



Porsche
16.1.2018

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Dan Gurney

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Dan Gurney

Porsche trauert um Dan Gurney

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG trauert um Daniel Sexton Gurney. Der Rennfahrer und Formel-1-Pilot ist am 14. Januar 2018 im Alter von 86 Jahren verstorben. Porsche verdankt Gurney seinen einzigen Erfolg als Fahrzeughersteller in der Formel-1-Weltmeisterschaft: 1962 gewinnt er den 'Grand Prix von Frankreich' in Rouen auf einem Porsche 804 mit Achtzylindermotor. Bereits eine Woche darauf triumphiert Gurney auf der Solitude-Rennstrecke bei Stuttgart mit einem Start-Ziel-Sieg, sodass der luftgekühlte Porsche Typ 804 vor heimischen Publikum mit Teamkollege Joakim Bonnier auf Rang 2 einen Doppelsieg erzielt.

Seine Karriere beginnt Gurney mit dem Kauf eines Porsche 356 1500 Speedster, mit dem er beim 'Torry Pines Trophy Rennen' auf Anhieb Dritter seiner Klasse wurde. Mit dem Porsche 356 1600 Super nimmt er anschließend zwei Jahre lang an allen Sportwagenrennen Kaliforniens teil und gewinnt zahlreiche Klassensiege. Die Jahre 1961 und 1962 sind geprägt von Fahreinsätzen beim schwäbischen Sportwagenhersteller: "Erst bei Porsche habe ich richtig fahren gelernt - weil sie mir Autos gegeben haben, die nicht ständig kaputtgingen und ich schneller Kilometer sammeln konnte als je zuvor", blickte Gurney einst zurück.

Gurney gilt als Allround-Talent im Motorsport: Der Amerikaner feierte in seiner Karriere zahlreiche Erfolge und war der erste Pilot, der Rennen in der Formel 1, der NASCAR-Serie, der IndyCar-Serie und bei den Sportwagen gewann - darunter mit seinem eigenen Rennstall. Mit seiner Erfindung der »Gurney Flap« verbesserte er die aerodynamische Effizienz, indem er dem Heckflügel eine Abrisskante hinzugefügte. Zudem führte er die heute weltweit gelebte Tradition der Champagner-Spritzerei auf dem Siegerpodest ein.

In den 1960er Jahren findet er bei Porsche auch privat sein Glück auf Lebenszeit: Er heiratet seine Frau Evi, die frühere deutsche Motorsportjournalistin und Sekretärin des Porsche-Rennleiters Huschke von Hanstein.



Bentley
26.12.2017

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Die Fahrer
  • Bentley Motorsport verpflichtet Jules Gounon für die Saison 2018
  • Der 22-jährige Franzose fährt an der Seite von Guy Smith und Steven Kane
  • Die 2017 Meisterschafts- teilnehmer Soulet, Soucek und Abril treten weiterhin gemeinsam an

Bentley Motorsport gibt bekannt, dass das Unternehmen fünf seiner sechs Werksfahrer für die Saison 2018 behalten hat. Der 24-Stunden-Sieger von Spa, Jules Gounon (FR), ergänzt die langjährigen Bentley Boys Guy Smith (GB), Steven Kane (GB), Andy Soucek (ES), Maxime Soulet (BE) und Vince Abril (MC).
Die sechs Piloten bestreiten den Blancpain GT Series Endurance Cup für die fünfte Saison von Bentley mit zwei brandneuen Bentley Team M-Sport Continental GT3 der zweiten Generation und absolvieren erstmals die gesamte Intercontinental GT Challenge.

Der Saisonstart 2018 beginnt mit den Bathurst 12 Stunden und wird aus Homologationsgründen im aktuellen Continental GT3 abgeschlossen.
Der brandneue Continental GT3 wird in Monza zum Auftakt der Blancpain GT-Serie debütieren und die Rennen der Intercontinental GT Challenge in Spa-Francorchamps, Laguna Seca und Suzuka absolvieren.

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Bentley Motorsport kündigt den neuen 2018 Continental GT3 an

  • Neuer Continental GT3-Rennwagen auf Basis des brandneuen Continental GT-Rennwagens
  • Bentley Motorsport strebt Titelgewinn im Blancpain GT Series Endurance Cup an
  • Neuer Einstieg in die Intercontinental GT Challenge
  • Komplett neues GT3-Auto startet umfassendes Entwicklungsprogramm
  • Auslieferung an Kunden ab Juni 2018

Bentley Continental GT3, Modell 2018

Bentley Motorsport stellt heute einen brandneuen Continental GT3-Rennwagen vor, der derzeit für die Motorsport-Saison 2018 entwickelt wird.

Der Continental GT3 der zweiten Generation ist der neueste Rennwagen in einer gefeierten Bentley-Motorsport-Linie, zu der auch die Sieger von 4.5 Liter, Speed Six und Speed 8 Le Mans gehören. Der Continental GT3 der ersten Generation hat sich als Meisterschaftssieger im Langstreckenrennsport erwiesen und hat bisher 120 Podestplätze und 45 Siege bei 528 Rennen auf der ganzen Welt erzielt.

Der neue Continental GT3
Die Entwicklung des neuen Fahrzeugs wurde von den Ingenieuren des hauseigenen Teams von Bentley Motorsport mit Sitz in Crewe sowie von Designern und Technikern des Bentley-Motorsport-Technikpartners M-Sport geleitet.

Der neue Continental GT3 wurde aus dem brandneuen Continental GT Straßenauto entwickelt und basiert auf seiner überwiegend aus Aluminium gefertigten Struktur, um ein renntaugliches Gewicht von deutlich weniger als 1300 kg zu erreichen und eine optimale Gewichtsverteilung für den Rennsport zu erreichen.

Der Motor ist eine Neuentwicklung des renommierten und rennerprobten 4,0-Liter-Bentley-Twin-Turbo-V8 mit einem komplett überarbeiteten Trockensumpfsystem und komplett neuen Ansaug- und Abgassystemen. Die uneingeschränkte Leistung liegt bei über 550 PS.

Bentley Motorsport 2018
Bentley Motorsport kündigt auch seine Pläne für die Saison 2018 an, nachdem sich 2017 als die erfolgreichste Saison für das Team erwiesen hat und den Blancpain GT Series Endurance Cup gewonnen hat. Bentley Motorsport wird auch im nächsten Jahr im Blancpain GT Series Endurance Cup wieder ein Paar neuer Continental GT3-Rennfahrer in ganz Europa an den Start bringen und bei der Intercontinental GT Challenge mit vier Runden um die Welt fahren.
Der neue Continental GT3 wird sein Renndebüt beim Eröffnungsrennen des Blancpain GT Series Endurance Cup 2018 in Monza geben. Aktualisierungen aus dem Entwicklungsprogramm des neuen Rennfahrers und die Bestätigung der Fahrerbesetzung 2018 werden zu gegebener Zeit von Bentley Motorsport herausgegeben.



Aston Martin
24.11.2017

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2018 Aston Martin Racing Vantage GTE


Der neue Vantage GTE

Aston Martin Racing stellt den 2018 Vantage GTE vor

Einige technische Daten:
Motor: Mercedes-AMG 4,0-Liter-V8-Turbomotor
Bremsen: Alcon
Fahrwerk: Öhlins
Reifen: Michelin

Fahrer: Nicki Thiim, Marco Sørensen und Alex Lynn



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